Meine Top Alben 2013 – Rap Version

Zunächst erstmal ein frohes neues Jahr. Ich hoffe, dass ihr euch Dinge vorgenommen habt, die sich umsetzen lassen und das Jahr bereits gut für Euch begonnen hat. Ich habe mir nichts vorgenommen, aber wünsche mir einfach, wie jedes Jahr, das ich ein insgesamt schönes und glückliches Jahr vor mir habe und das ich mir selbst nicht im Wege stehe. Da ich dieses Jahr wohl ein Studium beginnen werde, kann ich jetzt schon versichern, dass es aufregend, turbolent und neu für mich werden wird. Das Jahr beginne ich nun, indem ich mit den alten musikalischen Ergüssen abschließe. Meine Top-Rap-Alben 2013, bitteschön:

lieblingsalben rap

OK KID – O K K I D
Ich lege mich ja ungern fest, aber ich muss mir selbst eingestehen, dass ich OK Kid mit ihrem gleichnamigen Album wohl am häufigsten gehört habe und damit auch mein absoluter Liebling 2013 sind. Das Album bietet einfach einen Haufen toller Lieder. Quasi für jede Lebenslage eine Textzeile, die dir aus der Seele spricht. Die 3 jungen Männer sind so authentisch wenn sie ihre Ziellosigkeit besingen, die damit verbundene Hilflosigkeit und wie sie es trotzdem schaffen, dass das Album nicht negativ klingt, sondern wie eine Aufmunterungs-Pille wirkt.
Anspieltipps: Einsatz // Verschwende mich // Mehr Mehr

ALLIGATOAH – T R I E B W E R K E
Alligatoah ist schon fast mehr Singer/Songwriter als Rapper und das im positivsten Sinne. Alligatoahs ältere Alben waren für mich immer ein Hin-und-Her zwischen Genialität und Quatsch. Die Angst war groß, dass „Triebwerke“enttäuschend wird und stieg nach der Veröffentlichung von „Narben“, was mich nicht sonderlich vom Hocker riss. Mit „Willst du“ hatte Alligatoah dann wahrscheinlich alle von 13-29 in seinen Bann gerissen und wie das Album später verriet, zu Recht! Witz, Intelligenz und das Talent Ohrwürmer zu schaffen, brachte Alligatoah die #1 und ist auch eines der meistgespieltesten Alben 2013 von mir. Der Erfolg sei ihm gegönnt.
Anspieltipps: Wer weiß // Fick ihn doch // Erntedank

CASPER – H I N T E R L A N D
Ist das nun Rap oder nicht, fragt sich die Masse. Für mich ist es feinster Indie-Rap! Ich muss gestehen, beim ersten Mal durchhören war ich noch nicht überzeugt. Aber ich war gespannt. Ich konnte mich kaum auf den laufenden Titel konzentrieren, weil ich so neugierig war, was als nächstes kommt. Die wohl schwächsten Songs des Albums „Alles Endet“ und „Nach der Demo gings bergab“ sind etwas unglücklich nach den beiden vorab-Singles platziert, danach nimmt das Album aber Fahrt auf. Abwechslungsreich, kreativ und emotional ist Hinterland. Und bevor er auf dem letzten Track über die vergangene Zeit resümiert, zeigt Cas auf „Jambalaya“ was er raptechnisch drauf hat.
Anspieltipps: Ariel // Ganz schön ok // Jambalaya

GENETIKK – D N A
Worüber bei Casper gestritten wird, kann man bei Genetikk nicht bestreiten. Genetikk sind für mich Hip-Hop. Karuzo und Sikk hätten schon 2005 in einer Reihe mit Sido, Bushido und Konsorten genannt werden konnten, wären zu der Zeit nicht zu jung gewesen. Der Unterschied liegt nur daran, dass Genetikk textlich und technisch dem ersten Schwung Deutschrappern deutlich überlegen sind und ganz ohne gezielte Beleidigungen und Drohungen auskommen. Was die beiden so ausmacht, ist vermutlich die nahe Zusammenarbeit beim texten und Beats bauen. Da passt einfach alles.
Anspieltipps: Spezies // Champions // A la muerte

GERARD – B L A U S I C H T
Erst wenige Wochen vor dem Blausicht-Release entdeckte ich Gerards Musik eher zufällig. Nachdem ich mich durch die vorab veröffentlichten Lieder auf youtube gehört habe, hab ich ZACK das Album bestellt. Das Album ist ganz groß, lyrisch wie auch musikalisch. Gerard gehört ganz klar zu der neuen Welle des Raps, aber nicht in die 2. Reihe! Der Österreicher steht auf seinen eigenen Beinen und hat seine Nische gefunden.

Anspieltipps: Manchmal // Lissabon // Irgendwas mit Rot

SIDO – 3 0 – 1 1 – 8 0
Wer Sidos neue Ausgüsse immer noch mit Maske oder den die Sekte Zeug vrgliecht, ist ein Idiot. Sido ist erwachsen geworden und das hört man auch. Was ich früher noch als Zeicher erste Rebellion laut aus meinen Computerboxen schallte ist heute radiotauglich. Und hörbar! Es ist immer noch Hip Hop, aber facettenreicher. Was mit dem typischen Ich-bin-zurück-und-immer-noch-der-Beste-Opener beginnt, endet mit einem zehnminütigen Meisterwerk. Dazwischen gibt es Helge Schneider, Marius Müller-Westernhagen und mit “Maskerade” einen meiner Lieblingssongs des Albums.
Durch Sido bin ich zum Rap gekommen und eigentlich ist doch nichts schöner, als zusammen mit der Musik, die man liebt, groß zu werden.

Anspieltipps: Maskerade // Grenzenlos // Liebe

Das waren meine Top Rap Alben 2013. Dieses Jahr war ein starkes Jahr für Hip-Hop, daher bin ich gespannt, ob nächstes Jahr genau so gut werden kann. Freuen tue ich mich auf jeden Fall schon auf das im Januar erscheinende Album von Marteria und das noch nicht terminierte Album von MoTrip. Cro überrascht vielleicht auch mit einem neuen Longplayer und die Genossen von Die Orsons lassen auch munkeln.
Reinhören werde ich auf jeden Fall mal in die Alben von SDP, Psaiko Dino, Kollegah und Bushido.

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