Erfahrungsbericht: SHRED

Gerade wenn es langsam wieder wärmer wird und die Röcke wieder kürzer wimmelt es nur so von Diät- und Workout-Plänen. Eigentlich halte ich von so kurzweiligen Aktionen nicht sonderlich viel, aber SHRED hat dann doch mein Interesse geweckt und wurde von mir auch so gleich umgesetzt.

shred

Bei SHRED handelt es sich um ein Video-Training, das von Jillian Michaels aus den USA entwickelt wurde. Es besteht aus drei verschieden Workouts, sie sich in ihren Übungen und somit auch in ihrer Schwierigkeit unterscheiden, jedoch immer nur ca. 20 dauern. Die DVD wirbt mit dem Claim “Schlank in 30 Tagen”. Man absolviert jeweils 10 Tage Level 1, 10 Tage Level 2 und 10 Tage Level 3.

Ich hab jeden Wochentag dieses Training gemacht, jedoch die Wochenende ausgelassen. Meine Ernährung habe ich nicht umgestellt. Ich würde mich selbst nicht als auffällig sportlich bezeichnen, halte mich jedoch schon seit mehreren Jahren fit. Ich habe Normalgewicht, bin aber nicht durchtrainiert.

SHRED startet mit ein paar einfachen Aufwärmübungen und danach geht es schon los mit den ersten drei Minuten Kraft, darauf folgend zwei Minuten Cardio, 1 Minute Bauch und dann wieder Kraft, Cardio und Bauch. Insgesamt also 3 Durchgänge mit verschiedene Übungen. Danach kommen noch ein paar Dehnübungen und fertig ist das Training. Jillian Michaels, die durch das Programm führt, hat Unterstützung durch zwei junge Frauen, die die Übungen ebenfalls mitmache. Die beiden Frauen ändern die Übungen oft etwas ab, so dass auch weniger fitte, sowie sehr fitte Mitmachende voll auf ihre Kosten kommen.

 
Level 1

Die Übungen sehen allesamt sehr einfach aus, allerdings ist es nicht immer einfach, genau zu ersehen, wie die Haltung von Beinen, Rücken und Schultern ideal wären, weil einfach die verschiedenen Perspektiven der Aufzeichnung fehlen.

Ich bin schon recht schnell aus der Puste gekommen und habe mich echt gefragt, ob das für Leute mit deutlichem Übergewicht so einfach zu bewerkstelligen ist.

Allerdings habe ich schon am 2. Tag gemerkt, dass das Training deutlich einfacher wird, wahrscheinlich, weil man seine Kräfte besser einzuteilen weiß. Die ersten Erfolgserlebnisse kommen auch schnell, einfach weil man merkt, dass die Übungen einem viel einfacher fallen. Ein weiterer positiver Aspekt ist außerdem, dass die 20 Minuten unheimlich schnell umgehen.

 

Level 2

Man merkt auf jeden Fall einen deutlichen Anstieg von Schwierigkeit. Level 2 ist zwar genauso schnell rum, wie Level 1, aber es ist auch deutlich anstregend. Auf der anderen Seite macht es natürlich Spaß eine neue Herausforderung zu haben. Ich würde auch sagen, das man langsam merkt, dass man sich sportlich betätigt. Gerade meine Arme, die sonst kaum Muskel vorweisen konnten, wirken definierter und stärker.

 

Level 3

Obwohl ich am Anfang sehr motiviert war, dass ich nun Level 3 erreicht habe, hab ich doch schnell gemerkt, dass ich echt keine Lust mehr darauf habe. Schon diese Verpflichtung, es jeden Tag machen zu müssen, empfand ich als sehr negativ. Durchgezogen habe ich es natürlich trotzdem. Level 3 ist auch eine wirkliche Herausforderung, weil es deutlich bewegungsintensiver ist und auch sehr hantellastig. Beim ersten Tag von Level 3 musste ich oft auf die leichtere Durchführungsweise zurückgreifen, allerdings hat sich auch hier schon ab dem zweiten Tag eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt.

Fazit

SHRED hat mir unheimlich viel Spaß bereitet, da sich merklich meine Ausdauer verbessert hat und Herausforderungen mir generell Spaß machen. 20 Minuten Sport am Tag sind wohl auch für jeden zu schaffen (zumindest unter der Woche).

Was mich sehr genervt hat, ist eben diese Verpflichtung es jeden Tag machen zu müssen. Das hat mich mit der Zeit echt ziemlich gestresst hat, dadurch  werde ich das Workout wohl auch in naher Zukunft nicht noch einmal 30 Tage durchführen. Ich konnte mir aber vorstellen, einzelne Übungen in meinen Trainingsplan zu übernehmen oder vielleicht einmal die Woche ein SHRED-Level zu machen.

Gewicht habe ich übrigens in der Zeit nicht verloren. Da ich leider keine Vorher-Nachher-Bilder gemacht habe, kann ich es mir auch nur einbilden, aber ich bin der Meinung, meine Oberarme sind deutlich gefestigter als vorher und auch um meine Hüften rum, sehe ich nun ein bisschen schnieker aus. Man sollte sich aber auch im Klaren darüber sein, dass solche Fitnessprogamme, die mit hohem Gewichtsverlust werben, bei schlanken Personen nicht die gleichen Auswirkungen haben, wie bei Menschen mit Übergewicht.

Wer Lust auf eine neue Sport-Erfahrung hat oder sich ein bisschen fit halten möchte, sollte SHRED aber mal ausprobieren.

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