Review – “Oben”

ObenOben“ ist ein Animationsfilm aus dem Jahr 2009 von Pixar und Disney. Das Drehbuch stammt von Pete Doctor, der auch für Toy Story, Wall-E oder Monster AG verantwortlich ist.

 

Der Film wurde in den Himmel gelobt, als er erschienen ist und ist auch ein absoluter Tumblr-HIt gewesen. Ich hab den Film vor einigen Wochen das erste Mal gesehen:

Der Anfang des Films ist wirklich gelungen. Die Kinder Ellie und Carl lernen sich kennen, da sie beide Bewunderer eines Abenteurers sind und setzten sich als Lebensziel, einmal die Paradiesfälle in Südamerika zu besichtigen. Ein Zeitraffer setzt ein und unheimlich anrührend wird man durch das Leben der Beiden geführt. Sie heiraten, erwarten ein Kind, verlieren das Kind und werden gemeinsam alt. Ellie stirbt schließlich und lässt Carl als alten, grimmigen Mann zurück.

Als Carl erfährt, dass man ihn in ein Altersheim stecken will, fliegt er schließlich einfach mit seinem Haus von dannen Richtung Südamerika. Behilflich sind ihm dabei eine Horde von Luftballons, die aus seinem Schornstein ranken. Unglücklicherweise befindet sich aus Russel, ein Pfadfinderjunge, mit im fliegenden Haus, mit dem Carl eigentlich so gar nichts anfangen kann. Nach einer turbulenten Fahrt landen sie schließlich in Südafrika, aber auf der falschen Seite der Paradiesfälle. Mit Haus, Russel und einem Vogel macht sich Carl also auf einen Fußmarsch zu den Fällen. Er begegnet dabei nicht nur vielen verrückten Hunden, sondern auch den in seiner Kindheit geliebten Abenteurer.

Der Filmanfang ist wahnsinnig toll und hat mich tiefberührt. Ich bin mir nicht sicher, ob Kinder die Dramatik, die im Zeitraffer dargestellt wird, richtig verstehen können. Für Erwachsene ist dieser Teil aber mit Sicherheit der mit dem höchsten Identifizierungsfaktor.

Prächtig und farbenfroh wird es, als aus dem Schornstein des kleinen Hauses hunderte bunte Luftballons schießen und Carls Anwesen in den Himmel steigt. Die Fahrt mitsamt Carls Missmut und Russels naive Verplantheit ist ein großer Spaß und bietet reichlich zu Lachen für Augen und Ohr.

Danach nimmt der Film, meiner Meinung nach, leider deutlich ab. Die Gags wiederholen sich und einige Länge machen das Anschauen zur kleinen Herausforderung. Mein Kopf hat dann doch ab und an für ein paar Minuten ausgesetzt. Gleichzeitig verliert sich der Film dazu noch in einer Komik, die eher an Kinder gerichtet ist. Die Story will auch nicht wirklich zu Anfang des Film passen. Auch wenn es von den Machern einen klaren Wende- und auch Höhepunkt gibt, fand ich beides insgesamt zu nichtssagend und vorhersehbar.

Die teils sehr guten Kritiken, die der Film in Zeitungen und Webportalen bekommen hat, sind für mich nicht ganz erklärbar. Insgesamt ist es aber ein süßer, witziger Animationsfilm, der klar an Kinder gerichtet ist. Kein Pflichtfilm.

 

 

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