Angespielt – Musikkritik u.a. mit Olson, Taylor Swift und Ahzumjot

Nachdem ich euch das neue Kraftklub Album ja schon wärmstens ans Herz gelegt habe, geht es heute mit weiteren musikalischen Favoriten der letzten Tage weiter. Wieder mal haben es mir vor allem deutsche Sprachbegabte angetan, ich habe aber auch ein längst überfällige amerikanische Entdeckung gemacht.

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Chakuza hat sich glücklichweise längst von seiner Gangsterrap-Karriere abgewandt und überzeugt seitdem mit melancholischem Sprechgesang, der immer wieder die Anfänge seiner Schaffenszeit thematisiert. “Exit” ist damit die logische Nachfolge von “Magnolia” und kann durch gute Texte und Chakuzas starke Stimme punkten. Anspieltipps: Charlie Brown, Dunkel Hell

Mit Olson folgt ein weiterer Aussteiger des harten HipHop-Gefildes. Sein Debütalbum “Ballonherz” wurde von Universal Music veröffentlicht und das hört man. Was in mir anfangs Befremdlichkeit ausgelöst hat, gefällt mir nach mehrmaligem Hören unglaublich gut. Auch wenn die Texte etwas einfältig wirken, schaffen sie es doch Stimmungen zu transportieren und spiegeln unsere Generation ganz gut wieder. Anspieltipps: James Dean, Flugmodus, Feuerwerk

Auf dem diesjährigen Splash feierte Teesys Song “Generation Maybe” Premiere. Bis dahin hatte ich den Berliner gar nicht auf dem Schirm. Doch nicht nur die erste Single aus dem folgendem Album “Glücksrezepte” kann sich sehen lassen. Teesy macht deutschsprachigen Soul, RnB mit ein bisschen Sprechgesang – aber echt nur ein bisschen. Anspieltipps: Danke, Generation Maybe, SOS (feat. Cro)

Den Namen Chet Faker hat man bestimmt schon öfter gehört, seine Musik ist in Deutschland aber noch ein Geheimtipp. Der Soul-Sänger mischt seine Musik mit elektronischen  Elementen und erzeugt damit einen Sound für den Hintergrund und zum zuhören. Für Sonntage und verbesserungswürdige Montage. Anspieltipps: Gold, Talk is cheap, Melt

Der letzte in der Runde ist der Newcomer und Prinz Pi-Schützling eRRdeka. Sein Album “Paradies” wird erst im Oktober veröffentlicht, aber schon jetzt ist das Video zu “Atme ein Atme aus” zu bestaunen. Was beginnt wie ein Lied von Mentor Pi explodiert im Refrain mit einer starken Hook, die mir schon einige Male im Ohr hängen blieb. Der Text überzeugt durch Erzähltechnik wie Wortwahl.

Weitere Veröffentlichungen:

Auch Rockstah hat mit “Pubertät” ein weiteres Album rausgebracht. Während der Opener noch ganz gut Laune macht und mit richtig Power um die Ecke kommt, kann ich mich immer noch nicht ganz mit Rockstahs Stimme anfreunden, besondern wenn er versucht den Refrain zu singen. Ich hab mir aber fest vorgenommen, ihm bald noch eine Chance zu geben. Ein weiteres Album das im Netz Lobeshymnen hat regnen lassen, lässt mich leider auch kalt: Ahzumjots “Nichts mehr egal” ist mir zu gewollt poppig und auf Hit produziert. Dazu finde ich das Timing, von Alan gewöhnungsbedürftig. Auch hier finde ich die Hooks etwas befremdlich.

Sehr gespannt bin ich auf das kommende Album von Taylor Swift. Bereits von einigen Wochen hat die ehemalige Country-Sängerin das Video zu “Shake it off” veröffentlicht. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll und habe Sorge, dass sie zu Einheitsbrei verkommt. Wenn es zeitlich passt, schnappe ich mir “1989” zur Langrezension.

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