Lesetipps: Bücher zu Weihnachten

Für Menschen, die gerne und viel lesen sind Bücher das perfekte Weihnachtsgeschenk. Vorausgesetzt natürlich, dass der Beschenkte, das Buch noch nicht gelesen hat. Daher heute Bücher, die auch Leseratten nicht unbedingt kennen.

Gelöscht” von Teri Terry / Drama, Jugendbuch

Im England der Zukunft werden auffällige Jugendliche “geslatet”. Ihre Erinnerung werden gelöscht und sie werden in eine neue Familie integriert und bekommen so eine zweite Chance Teil der Gesellschaft zu werden. Auch Kyla wurde geslated, merkt aber schnell, dass bei ihr nicht alle Erinnerungen gelöscht wurden. Obwohl sie sich gut in ihre neue Umgebung integrieren konnte, beginnt sie, dass System in Frage zu stellen.

Gelöscht” ist der erste Band einer dreireihigen Serie. Das erste Buch ist wirklich spannend und die gezeichnete Welt nimmt euch sofort in ihren Bann. Auch wenn ich die anderen Bücher der Serie noch nicht gelesen habe, ist das für mich ein ganz heißer Kanditat für Liebhaber von “Tribute von Panem” und Co.

Auf den ersten Blick” von Danny Wallace / Roman

Jason wurde von seiner letzten Freundin verlassen und blickt seitdem eher kritisch in die Zukunft. Als er eines Tages eine Frau beim Einsteigen in ein Taxi hilft, ist es sofort von ihr begeistert. Leider hat er in all der Aufregung kaum ein Wort herausgebracht. Beim Einsteigen hat die Frau allerdings eine Einwegkamera verloren, die Jason entwickeln lässt. Mit Hilfe der zwölf Fotos versucht er die Frau zu finden.

Liebesgeschichten aus der Perspektive eines Mannes sind ja eher eine Seltenheit. In “Auf den ersten Blick” begleitet man nicht nur den äußerst sympathischen Jason, sondern wird auch Zeuge eine eher ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Zusammen mit seinem besten Freund Dexter ergibt sich ein wunderbares Duo, die man auf ihrer gemeinsamen Suche wirklich gern begleitet.

Tschick” von Wolfgang Herrendorf / Roman

Mark hat nicht viele Freunde und wird die Ferien wahrscheinlich am Pool seiner Eltern verbringen. Und dann steht Tschick vor der Tür. Tschick, der Klischee-Ausländer, der mit Plästiktüte als Schultasche zum Unterricht kommen. Ohne Ziel und Plan fährt das ungleiche Duo mit einem geklauten Auto durch die Republik und erlebt jede Menge unvorhersehbare Abenteuer.

Dieses Buch sollte eigentlich jeder kennen. Da ich aber gehört habe, dass es tatsächlich Menschen gibt, die dieses Buch noch nicht gelesen haben, musste es mit auf diese Liste. Die Geschichte ist wunderbar rührend, komisch und ein bisschen neben der Spur. Ein toller Roadtrip, der 2016 auch in die Kinos kommen wird.

 

Forbidden” von Tabitha Suzuma / Drama

Maya und Lochan sind selbst noch Teenager müssen sich aber  gemeinsam um ihre drei jüngeren Geschwister kümmern. Ihr Vater ist vor vielen Jahren verschwunden und auch die Mutter schaut nur noch sporadisch vorbei, da sich inzwischen einen neuen Freund hat. Mit der Zeit entdecken Lochan und Maya das sie mehr füreinander fühlen als es für Geschwister üblich ist. Sie beginnen heimlich eine Beziehung. Immer mit der Angst, ihre Geschwister oder gar das Jugendamt bekommen Wind von der Sache.

Das Buch legt immer wieder Spagat hin, zwischen Gefühlen und Gesellschäftsnorm. Auch wenn das Buch am Anfang ein paar Längen hat, passiert am Ende auf einmal alles Schlag auf Schlag. Empfehlenswert für jeden, der sich gerne mit kontroversen Themen beschäftigt. Und das Ende ist ziemlich diskussionswürdig.

Tausendundein Tag” von Hera Lind /Biografie

Katharina hat ein eindrucksvolles Leben hinter sich. Nach ihrem hervorragenden Abitur heirratet sie den Piloten Frank und verbringt nunmehr die Zeit mit Haus putzen und Wäsche waschen. Als ihre Liebe scheitert, findet sie ihr Glück mit einem neuen Mann und folgt ihm in den Iran. Dort lebt sie verschleiert und wird täglich mit der schmerzhaft anderen Kultur konfrontiert.

Tausendundein Tag” ist ein eindrucksvolles Buch, das auf einer wahren Begebenheit beruht. Auch wenn der Schreibstil nicht unbedingt mein liebster ist, ist die Geschichte unglaublich berührend. Auch hier kommen Fans bewegender Lebensgeschichten voll auf die Kosten.

Kanada” von Richard Ford / Roman

Dell ist gerade 15 Jahr alt, als seine Eltern eine Bank überfallen. Durch ihre amateurhafte Flucht werden die beiden schon bald geschnappt. Damit Dell nicht ins Jugendheim muss, organisierte seine Mutter noch vor ihrer Verhaftung die Flucht nach Kanada. Dort lebt Dell unter falscher Identität und entdeckt die sonderbaren Charaktere und ihre Geschichten.

Die erste Hälfte des Romans lebt von Dells Eltern und ihrem missglückten Banküberfall. Das ist großartig und anschaulich beschrieben und lässt einen so manches Mal den Kopf schütteln. Es ist generell die Erzählweise, die das Buch zu einem perfekten Schmöker für kalte Wintertage macht.

Mein zweites Leben” von Christine F. / Biografie

Über dieses Buch habe ich bereits einen Beitrag verfasst. In dieser Biografie erzählt Christiane F. von ihrem Leben nach “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Die Lebensgeschichte der Frau ist wirklich kaum zu glauben. Manchmal schön, manchmal endlos traurig und oft auch ziemlich wirr.

Ich hab das Buch innerhalb eines Tages verschlungen, weil ich die Geschichte so spannend und gleichzeitig unwirklich fand. Wer sich für Persönlichkeiten interessiert, liegt mit diesem Buch genau richtig.

 

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