Wie viel Leid bist du bereit zu ertragen?

Was will ich vom Leben? Diese Frage stellen wir uns ständig. Wir setzen Ziele und Fristen und hoffen, dass sich alles zum Guten wendet. Der Blogger und Autor Mark Manson schlägt vor, sich lieber eine andere Frage zu stellen.

Ich lese viele Artikel und Beiträge, aber die wenigsten bleiben mir im Gedächtnis. Vor ein paar Tagen habe ich zufällig den Blog von Mark Manson und seinen Beitrag “The most important question of your life” gefunden. Dieser Text hat bestimmt nicht mein Leben verändert, aber er hat in mir doch viele Fragen aufgeworfen.

Everybody wants to have an amazing job and financial independence — but not everyone wants to suffer through 60-hour work weeks, long commutes, obnoxious paperwork, to navigate arbitrary corporate hierarchies and the blasé confines of an infinite cubicle hell.

Ich weiß noch nicht, was ich beruflich werden möchte. Ich habe nur Schemen im Kopf, wie ich später einmal sein möchte. Ich möchte ein guter Mensch sein. Viel lesen, nachhaltig und bewusst leben, einen Job haben, der mir Freude bereitet. Und ich möchte Werte und Ideale haben und sie auch vertreten. Ich möchte ein offener Mensch sein und viel reisen. Und obwohl ich all diese Ziele habe, gehe ich doch nur kleine Schritte auf sie zu.

Because happiness requires struggle. The positive is the side effect of handling the negative.

Ich habe Angst. Wir haben alle Angst. Angst vor dem, was kommen könnte: Scheitern, finanzielle Abhängigkeiten, Verpflichtungen, Einsamkeit.

Anstatt solche Risiken einzugehen, hare ich aus. Ich warte, bis unangenehme Situationen unvermeindlich sind. Auch wenn ich weiß, dass sich hinter dem Nebel an Ungewissen Gutes verbirgt, siegt oft die Feigheit. Meine Comfort Zone ist zu bequem.

Because if you want the benefits of something in life, you have to also want the costs. If you want the beach body, you have to want the sweat, the soreness, the early mornings, and the hunger pangs. If you want the yacht, you have to also want the late nights, the risky business moves, and the possibility of pissing off a person or ten thousand.

Genau das ist der Punkt. Ich bin verliebt in die Zukunft, die ich mir ausmale, aber finde viel zu selten auch einen Weg, der mich dorthin gefällt.

Ich glaube nicht, dass Erfolg immer bedeutet, dass man an anderer Stelle leidet. Mehrere Wege führen zum Erfolg und man muss den finden, den man aushalten kann. Natürlich gehört dazu Stress, Unbehaglichkeit und Frust. Aber diese Worte sind oft viel zu negativ behaftet. Den aus jeder schmerzhaften Erfahrung und jedem Fehler lernt man. Oft sind die unangenehmen Momente nur von kurzer Dauer und der Gewinn so schön, dass man all die Schmerzen fast vergisst.

Sometimes I ask people, “How do you choose to suffer?” (…) Because you have to choose something. You can’t have a pain-free life. It can’t all be roses and unicorns.

Denn Leid, Frust und Stress gehört zum Leben dazu. Ohne wirst du nicht erfolgreich und ganz bestimmt nicht glücklich. Für Ziele und Träume muss man kämpfen, auch wenn sich das pathetisch anhört. Aber bevor wir in unangenehme Situationen hineingeraten, deren Resultat niemals so schön ist, wie in unseren Träumen, können wir selbst vorher entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen. Und kommen danach unseren Zielen näher und verlieren gleichzeitig immer mehr diese lähmende Angst.

Es geht also darum, herauszufinden, was ich möchte. Denn sobald wir etwas finden, was wir wirklich wollen, ist all der Ärger und das Leid drumherum Nebensache.

This is not a call for willpower or “grit.” This is not another admonishment of “no pain, no gain.” This is the most simple and basic component of life: our struggles determine our successes. So choose your struggles wisely, my friend.

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