Fast Blogging: Content über Qualität

Jeder Blogger und jede Bloggerin steht vor diesem Zwiespalt: Veröffentliche ich jede Woche mindestens drei Beiträge oder schreibe ich dann, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe?

Seit etwa zwei Monaten bespiele ich worteplustaten.de mit regelmäßigem Content. Der ist mal ausführlich recherchiert, aber leider auch oft schnell heruntergeschrieben. Weil die Zeit fehlte, die Lust oder einfach die Motivation. Mein Blogkalender peitscht mich zu mehr Routine. Und dann gibt es ja so viele Themen über die ich schreiben will. Und manchmal denke ich auch:”Hey, das Thema solltest du unbedingt aufgreifen!” Also ran an den Laptop und schnell ein paar Zeilen getippt.

Wir waren wohl alle schon einmal auf einem großen, professionellen Blog und haben einen Beitrag gelesen, der voll mit Tippfehlern war. “Das hätte sie ruhig nochmal gegenlesen können”, denken wir dann. Oder wir haben drei Minuten einen Beitrag gelesen, der vollkommen inhaltsleer war. Wir ärgern uns, spotten vielleicht innerlich ein bisschen. Und dann denken wir an diesen einen Beitrag auf unserem eigenen Blog, den wir selbst “roh” veröffentlicht haben.

Gegen Fast Blogging

Mit der Professionalisierung des Bloggens ist ein neuer Trend entstanden: Fast Blogging. Das Layout ist schön, der About-me-Text liest sich wie Butter, nur die Texte sind irgendwie lieblos. Mehr Beiträge, mehr Likes, mehr Kooperationen. Die Qualität und noch schlimmer der eigene Anspruch ist irgendwo verloren gegangen.

worteplustaten ist noch ein kleines Blog. Und doch schaue ich ständig in Google Analytics, denke mir hirnrissige Themen aus und verblogge sie lieblos. Nur um den Blog zu füllen. Nur weil irgendein Blogratgeber einer semi-professionellen Bloggerin sagt, dies wäre der Schlüssel zum Erfolg.

Zurück zur Qualität

Ab heute soll es anders werden. Weniger Beiträge, dafür besser recherchiert. Herzensthemen und schöne Illustrationen. Ein Blog, auf den ich stolz sein kann. Ich bin sicher, dann wird er auf natürlichem Weg wachsen. Mit Routine und Know-How gehen die Beiträge irgendwann leichter aus der Hand. Und manchmal ist man einfach im Flow, so dass man beinahe täglich veröffentlichen könnte.

Mir ist wichtig, dass jeder Beitrag die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient. Das bedeutet Hintergrundinformationen, vielleicht nützliche Links, passende Bilder. In Ruhe raufschauen und kleine Vertipper korrigieren. Und es bedeutet auch mal eine Woche nichts zu schreiben. Und Leerlauf Ok zu finden.

Was denkt Ihr dazu? Ist Euch Fast Blogging schon einmal aufgefallen? Oder schließe ich hier einfach von mich auf auf andere?

Advertisements

6 thoughts on “Fast Blogging: Content über Qualität”

  1. Toller Post! Ich selber poste einen post in der woche und wenn ich nichts weiss lass ich die Woche eben aus da ich ein gut kreatives Thema echt wichtig finde. Deine Posts gefallen mir echt sehr gut!
    Liebst Celine
    cestmoimoncherie.blogspot.com

    1. Hallo Celine,
      vielen lieben Dank für dein Kommentar!
      Auch wenn ich Regelmäßigkeit beim Bloggen wichtig finde, zählt doch vor allem die Qualität. Schön, dass du das ähnlich siehst. 🙂

  2. Damit habe ich mich auch schon befasst & wie du sagst, es ist manchmal gar nicht so leicht.
    Ich selbst muss manchmal schwer schlucken, wenn ich vor meinem Wochen Rückblick sitze & merke, die Woche war einfach so nichtssagend, dass es nicht erwähnenswert ist. Aber ich versuche dann, mir ein generelles Thema, welches mit die Tage beschäftigt hat zu greifen & darüber ein paar Zeilen zu schreiben. Und wenns eben gar nichts zum berichten gibt- fällt es eben mal aus 😉

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ich denke auch, das man manchmal einfach einsehen muss, dass man gerade nicht interessantes zu berichten hat. So ist das eben manchmal. 🙂

  3. Liebe Jana!

    Ich finde es klasse, dass du den bewussten Schritt zu mehr Qualität anstelle von Quantität gehen möchtest (und das sogar schon getan hast). Nichts finde ich trauriger als Blogs, die aus dem Boden gestampft wurden und lieblos mit ein wenig heißer Luft am Leben gehalten werden. Ein Blog braucht Zeit zum Aufblühen, dann gibt es Phasen, in denen er richtig in Fahrt ist und dann auch mal wieder ruhigere Momente. Aber das ist vollkommen okay und in Ordnung so – schließlich sollte das ein kleines Herzensprojekt sein, hinter dem man vollkommen stehen und mit dem man sich ohne Scham identifizieren kann. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s