Vietnam: Zwei Tage in Ho Chi Minh Stadt

Ho Cho Minh City Vietnam

Vietnam hat jeder auf seiner Südostasien-Liste. Ho Chi Minh Stadt begeistert mit Streetart, Pho und Motorbikes.

Die Ampel schaltet grün, hunderte Motorbikes starten durch. Innerhalb von Sekunden ist die Kreuzung eingenommen von den Zweirädern. Geradeaus, Links, Rechts. Die Fahrtrichtung spielt keine Rolle. Wer nicht aufpasst, steht mitten auf der Kreuzung wenn das Chaos ausbricht.

Ho Chi Minh City

Ho Chi Minh Stadt ist bekannt für das Motorbike-Chaos. Vierköpfige Familien teilen sich einen Motorroller und jagen durch die Millionenstadt. In Vietnam die Straße zu überqueren ist eine kleine Herausforderung. Mitten in diesem Wahnsinn bin ich pünktlich zum chinesischen Neujahrsfest gelandet. Die Stadt war überfüllt mit Touristen, gleichzeitig waren viele Geschäfte und Restaurants geschlossen. Nicht der beste Zeitpunkt um die Stadt zu erkunden. Gefallen hat es mir trotzdem so gut, dass ich auf jeden Fall wiederkommen werde!

Die Sehenswürdigkeiten

Vietnam war beinahe 100 Jahre eine französische Kolonie. Für Architekturfans ist die Stadt damit einen Besuch wert. Das Postoffice, Notre Dame und die City Hall heben sich durch die europäische Bauweise vom Rest der Stadt ab und sind tolle Fotomotive.
Einen starken Kontrast dazu erzielen die sonstige Wohnhäuser. Grauer Beton und dunkle Gitter zeigen die pragmatischen Bauten, die so typisch für kommunistische Länder sind. Ich bin sehr fasziniert davon, auf wie wenig Raum Menschen leben können.

Kulinarisch gibt es in Vietnam Unmengen zu probieren. Pho, Frühlingsrollen und Banh Mi müssen unbedingt auf die To-Eat-Liste. An jeder Ecke gibt es außerdem Vietnamesischen Eiskaffee zu kaufen. Sehr stark, sehr süß, aber auch richtig lecker!

Als ich eine kleine Auszeit von der hektischen Stadt brauchte, habe ich Ruhe im Le Van Tam Park gefunden. Viele Vietnamesen machen dort Sport oder entspannen sich einfach auf den vielen Bänken. Der Rasen sah so gepflegt aus, dass ich mich nicht getraut habe, mich raufzulegen. Doch eine Bank hat es auch getan.

Die Hotspots der City

Cà phê Sài Gòn Ơi Vietnam Ho Chi Minh Cafekomplex

Dass sich hinter den drögen Fassaden auch wahrer Hipster-Kult verstecken kann, beweist Cà phê Sài Gòn Ơi. Das Gebäude steht direkt am Times Square in HCMC. Drinnen finden sich lauter kleiner Cafes, Restaurants und Boutiquen. Wer einen Platz auf einem der zahlreichen Balkone ergattert, wird mit einem tollen Ausblick entlohnt. Besonders während des chinesischen Neujahrsfest super entspannt, um den Trubel zu entkommen.

Wie alternativ die Stadt ist, hat mich generell überrascht. In der Nähe des Song Sai Gon Flusses befindet sich die Alternative Art Area. Auch hier locken viele coole Cafes um die Aufmerksamkeit. Dazu gibt es eine Menge Streetart zu entdecken.

Streetart Ho Chi Minh City Vietnam

Alternative Arts Area Vietnam

District 1 is were the magic happens. Hier befinden sich die meisten Hostels und man kann es als absolute Touri-Gegend bezeichnen. Von Pho bis zu westlichen Essen findest Du hier alles. Es blinkt, es gibt Bier und viel Schnickschnack zu kaufen. Auf deine Sachen solltest du ein gutes Auge haben, aber sonst hab ich mich hier sehr sicher gefühlt.

Vietnams Geschichte

War Remnants Museum Vietnam Ho Chi Minh

Der Name Vietnam war für mich immer untrennbar mit dem Krieg mit Amerika verbunden. Daher stand der Besuch des Remnants War Museums ganz oben auf meiner Liste. Für nur 15000 Dong (60 Cent) erhält man Eintritt in drei Etagen voller Fakten, Fotos und Emotionen des Vietnam Kriegs.

Grafitti Ho Chi Minh
Das Graffiti hab ich entdeckt kurz nachdem ich aus dem Museum kam

Die Ausstellung wird von vielen als einseitig kritisiert. Den Punkt kann ich verstehen, weil natürlich die Fehler von Amerika deutlich mehr betont werden als die von Vietnams Militär. Trotzdem ist das Museum ein absolutes Muss. Schon allein, weil es das Bewusstsein erhöht, dass sich so etwas nie wieder wiederholen darf. Besonders beeindruckend ist die Fotoausstellung. Im Vietnamkrieg wurden erstmals Kriegsbilder in Farbe geschossen. Wobei ich die schwarz-weiß Bilder noch berührender fand.

Fortbewegung in Ho Chi Minh Stadt

Von Kampot (Kambodscha) bin ich mit dem Nachtbus über Ha Tien nach HCMC gekommen. Allerdings kam der Bus wirklich mitten in der Nacht an und ließ uns nicht etwa in der Stadt, sondern etwas außerhalb der City raus. Zum Glück habe ich im Bus ein paar Leute kennengelernt, so dass wir uns ein Taxi ins District 1 teilen konnten.

Merke: Unbedingt vorher checken wo der Bus einen rauslässt und wie es dann weitergeht. Vorher am besten auch mit Google Maps checken, wie teuer eine Uber oder Grab-Fahrt in die Stadt ist. Der Taxifahrer wollte 10 Dollar von uns, was mit Sicherheit zu viel war.

Ansonsten liegen die Sehenswürdigkeiten aber sehr nah beieinander und das meiste passiert sowieso in District 1. Man kann also wunderbar laufen und alles zu Fuß erkunden. Zum Flughafen kommt man schon für 5.000 Dong mit dem Bus. Die Linie 152 bringt dich aus District 1 in etwa 30 Minuten zum Tan-Son-Nhat-Flughafen.

Ho Chi Minh Stadt in Vietnam

Ho Chi Minh ist eine unheimlich vielseitige Stadt im Süden Vietnams. Foodies, Kulturliebhaber und Geschichtsinteressierte werden ihren Spaß haben, wenn sie die Stadt entdecken. Ich kann mir gut vorstellen wieder zukommen,  vielleicht das nächste Mal sogar für eine längere Zeit. Das nächste Auslandssemester kommt bestimmt!

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