Sport: 5 Tipps und Apps um durchzuhalten

Regelmäßig Sport machen verlangt mir manchmal mehr ab als mir lieb ist. In letzter Zeit habe ich allerdings gemerkt, was meiner Motivation gut tut. Meine Tipps:

Sport Apps und Tipps um durchzuhalten

Dreimal die Woche Sport, jeden Tag ein bisschen Bewegung im Freien. Trotz all der Ernährungs- und Sportmythen wissen wir eigentlich selbst, was uns gut tun würde. Um uns fitter zu fühlen, reicht oft schon eine winzige Änderung im Alltag – und ein bisschen Disziplin. Trotzdem einfacher gesagt als getan.

Nach vielen erfolglosen Versuchen meinerseits, bin ich gerade auf dem richtigen Weg. Bislang konnte ich fünf Dinge ausmachen, die mein Verhältnis zu Sport und Bewegung positiv beeinflussen.

Ziele setzen

Damit meine ich nicht das Gewicht. Durch Sport reduzierst du nicht nur dein Körperfett, sondern baust auch Muskeln auf. Über die Effektivität sagt dein Gewicht also wenig aus.
Viel mehr solltest du dir als Ziel setzen, wie oft du in der Woche Sport machen möchtest und wie lange. Das verspricht nicht nur schnelle Erfolgserlebnisse, sondern lässt sich auch super skalieren.

Google Calendar Goals
Quelle: https://googleblog.blogspot.de/2016/04/find-time-goals-google-calendar.html

Um meine Ziele zu definieren und einzuhalten benutzte ich seit Neustem die Goals vom Google Calendar. Dort kannst du Ziele einstellen, wie zum Beispiel “3 Mal die Woche Laufen je 30 min“. Der Google Calendar plant diese Termine dann dynamisch ein. Wenn du z.B. Dienstag deinen Lauftermin hast und du Google mitteilst, dass du es nicht geschafft hast, verschiebt der Kalender deinen Termin. Super praktisch!

Training tracken

Nach einer Runde Laufen bin ich eh voll motiviert. Ein Blick auf meine verbrannten Kalorien verstärkt das nur noch. Generell ist es super im Nachhinein sehen zu können, wie lange du gelaufen bist und wie viele Kilometer du zurückgelegt hast.
Google Fit macht das ganz automatisch. Die App merkt, wenn ich loslaufe und sagt mir wie lange ich gelaufen bin, wie viele Kalorien ich verbrannt habe, wie viele Schritte das waren und und und.
Am nützlichsten ist aber, dass die Google Fit meinen ganzen Tag begleitet. Sie zählt auch so meine Schritte und auch Kalorien, die durch Inaktivität verbrannt werden.
Außerdem lässt sich die App mit anderen Apps koppeln, zum Beispiel mit Sworkit. Dadurch addieren sich dort verbrauchte Kalorien ganz einfach. Auch andere Aktivitäten wie Yoga oder Fitness kannst du einfach händisch hinzufügen.

Google Fit
Quelle: https://www.google.com/fit/

Durch die einfache visuelle Darstellung gibt mir Google Fit immer eine gute Übersicht darüber, wie aktiv ich die Woche über war. Und natürlich weiß ich dadurch auch, an welchen Tagen ich aktiver sein sollte.

Abwechslung

Ein ausgefuchster Trainingsplan macht am Anfang wenig Sinn, weil du erst einmal reinkommen und deinen Rhythmus finden musst.
Abwechslung ist trotzdem das A und O. Wenn du diesen Beitrag anklickt hast, bist du wahrscheinlich nicht gerade ein Jogging-Enthusiast und bist nicht jeden Morgen hibbelig, endlich loszulaufen. Damit dir deine Laufstrecke, das Fitness-Video oder das Pinterest-Board nicht nach drei Tagen aus den Ohren kommt, such dir verschiedene Bewegungsmöglichkeiten.
Ich laufe momentan und habe außerdem ein Bauch-Beine-Bo-Video bei Youtube gefunden. Schlechtes Wetter und Dunkelheit ist also keine Ausrede mehr.
Abwechslung ist übrigens auch für Deinen Körper und die Fettverbrennung goldwert.

Meine Laufstrecke variiere ich jedes Mal ein bisschen und auch die Fitness-Videos wechsel ich nach ein paar Mal. So kommt keine Langweile auf!

Mach Dir selbst keinen Druck

Jeder Schritt tut gut. Was für eine Binsenwahrheit. Doch es stimmt. Lieber eine halbe Stunde spazieren als gar nicht das Haus verlassen. Lieber nach 10 min gehen als gar nicht erst loslaufen.
Wie oft hatte ich meine Laufschuhe an und hatte keine Lust auf eine halbe Stunde anstrengend durch die Gegend laufen. Ich war verbissen, wenn ich erst einmal anfing zu laufen, hab ich nicht mehr aufgehört. Dadurch hab ich oft gar nicht erst anfangen.
Mittlerweile bin ich entspannter. Mein Körper ist jeden Tag anders. Mal laufe ich eine halbe Stunde durch, an anderen Tagen muss ich alle fünf Minuten ein paar Schritt gehen.
Wichtig ist, sich überhaupt aufzuraffen!

Hör auf Deinen Körper!

Wer bewusst auf seinen Körper achtet, kann nicht viel falsch machen. Nach nur zwei, drei Wochen regelmäßig laufen habe ich mich schon deutlich fitter und wacher gefühlt. Dazu verändert sich die Ausstrahlung, Sportler wirken vitaler.

Und selbst wenn es mir mal nicht so gut ging, hab ich meinem Körper vertraut. Wenn ihm nach Schokolade und Pizza ist, dann lass ich das gerne zu. Weil ich weiß, dass ich einen Tag später wieder Lust auf Gemüse habe.

Sich selbst zu pushen mag für ein paar Wochen funktionieren, doch deinen Körper solltest du nie auf “Stumm” schalten. Sonst wird Sport zum Korken, nicht zum Ventil.

Welche Tipps hast Du für mehr Disziplin?

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Warum ich nicht mehr vegan lebe

Mit der Zeit haben sich drei vier Gründe herauskristallisiert. Keiner davon ist unumstößlich, mindestens einer bestimmt eine Ausrede. Was meint Ihr?

warum ich nicht mehr vegan lebe

Der Veganismus hat mir sehr geholfen. Ich habe mehr auf meinen Körper geachtet, ganz natürlich gesünder gegessen und mich mehr mit mir auseinander gesetzt. Nach drei erfolgreichen veganen Wochen und meiner auch heute größtenteils pflanzlichen Ernährung, habe ich eine Entscheidung getroffen: Ich möchte nicht streng vegan leben.

Es ist umständlich

Natürlich schreit hier die Bequemlichkeit aus jeder Zeile. „Bequemlichkeit“ ist ein dummer Grund, werden sich viele denken. Ja, auch den ersten Blick scheint es so. Eigentlich ist unsere Bequemlichkeit aber ziemlich entscheidend. Wann hast du das letzte Mal etwas aus Bequemlichkeit nicht getan? Wahrscheinlich erst gestern.

Und in vielen Fällen ist das ok. Weil zwischen Job, Studium und Haushalt manchmal kein Platz mehr für anderes ist. Wer nicht in der Großstadt lebt, ist nicht gerade umzingelt von veganen Restaurants oder flexiblen Speiseplänen. Nicht immer ist Zeit, Veganes selbst herzustellen. Und wer vegan einkauft, zahlt gerne bis zum Vierfachen des normalen Preises.

Natürlich ist ein veganes Leben umsetzbar. Man hat schnell raus, wie der Hase läuft. Vegan zu leben bedeutet aber erst einmal viele Gewohnheiten ändern, den ein oder anderen Verzicht und entweder kostet es viel Zeit oder viel Geld. In machen Phasen des Lebens (Hallo Stress!) ist das einfach schwer umsetzbar. Vielleicht ein dummer Grund, aber leider verdammt wahr.

Nachtrag 17. Juni. 16:

Aufwand und Selfcare

Veganismus hab ich ausprobiert, als ich mich mehr mit Nachhaltigkeit auseinandergesetzt habe. Das Problem ist: Damit hört es nicht auf. Ich möchte auch möglichst wenig Müll produzieren, regional essen, faire Kleidung tragen, mich viel bewegen. Wenn man all das zusammenzählt, wird es irgendwann zu viel.

Man vergisst sich selbst unter all den Vorsätzen. Man versucht so sehr ein guter Mensch zu sein, dass man irgendwann nur noch verzichtet. Oder sich schlecht fühlt, nur weil man einmal seine eigene Vorgaben nicht eingehalten hat. Das ist Mist.

Mein Ziel ist es, bewusst und reflektiert zu leben. Dafür ist es wichtig, auf mich selbst zu hören. Auch wenn mein Verlangen eine Currywurst oder eine H&M-Hose ist.

Nährstoffmangel

Veganer haben erfahrungsgemäß oft Mangelerscheinungen. Gerade Vitamin D, Vitamin B12 und Calcium kommen bei pflanzlicher Ernährung oft zu kurz (Quelle: PETA). Durch eine bewusste Ernährungsweise können Veganer diesen Mangel natürlich ausgleichen. Sehr oft bleibt aber doch nur der Griff zu Präparaten. Und das ist die Krux.

Veganismus Mangelerscheinung Vitamine Nährstoffe

Mir ist es zuwider, Pillen jeglicher Art einzunehmen. Gerade, wenn es sich um die Abdeckung von Vitaminen und Nährstoffen handelt, die wir eigentlich ganz natürlich aufnehmen. Noch dazu sind die Präparate synthetisch hergestellt. Wie Ungewiss die Wirkung solch unnatürlicher Vitamine ist, wird hier aufgeführt.

In vielen Präparaten finden sich außerdem Stoffe, die selbst bei Veganer gar nicht supplementiert werden müssen. Mehr dazu hier. Medikamente, egal welche, schaden zudem immer der Niere.

Medizin und Gesundheit ist für mich als Nicht-Mediziner ein undurchsichtiges Feld. Meine eigene Gesundheit ist mir aber sehr wichtig. Ich möchte mich möglichst natürlich ernähren und nicht von Präparaten oder ähnlichem abhängig sein.

Ethische Bedenken

Mein Onkel ist ausgezeichneter Milchbauer. Als kleines Kind habe ich selbst die Milchmaschine an die Euter der Kühe gesteckt. Jede der rund 100 Kühe hat einen Namen. Ich kenne die ruhigen Milchkühe und den Bullen, vor dem ich noch heute tiefen Respekt habe.

Natürlich weiß ich auch, dass es nicht überall so läuft. Trotzdem darf man nicht den Fehler machen und alle Landwirte in eine Tonne stecken. In vielen tierischen Produkten steckt gute Milch von glücklichen Tieren.

Klar ist auch, dass die große Nachfrage der Masse nicht durch solch ethisch korrekte Höfe gesättigt werden kann. Drei Liter Milch in der Woche zu trinken kann nicht gut sein. Den Verzehr von Milchprodukten grundsätzlich zu verteufeln ist aber einfach Unsinn.

Das Gleiche gilt für Eier und Fleisch. Wer Kontakt zum Landleben hat, kennt bestimmt viele Landwirte, die sich beispielhaft um ihre Tiere kümmern. An Lebensmitteln aus guter Haltung kann ich keinen Fehler entdecken.

Viel mehr sollte es doch Ziel sein, sich bewusst zu ernähren. Nichts in Massen zu essen, sondern ausgewogen. Sich zu überlegen, welche tierischen Produkte notwendig sind und welche man ersetzen kann, ohne das es einen Unterschied macht. Kuhmilch durch Hafermilch zu ersetzen oder mit Apfelmus statt Eiern zu backen ist schließlich entsetzlich einfach.

Meine Learnings

Ich würde niemals wieder unreflektiert alles in mich reinstopfen. Ich kaufe keine Eier mehr im Supermarkt. Kuhmilch hab ich durch Soja- und Hafermilch ersetzt. Auch Fleisch gibt es bei mir nicht, da ich mir Biofleisch nicht leisten kann. Und mir Gemüse und Nudeln eh besser schmecken. In Restaurants erfreue ich mich hingegen an Biofleisch. Mein Last sind ganz klar Joghurt, Quark und Frischkäse.

Nachdem ich meine drei Gründe genannt habe, würde ich mich sehr über Eure Kommentare freuen – Kritik ausdrücklich erwünscht.

Vielleicht sind das auch nur drei Ausreden, vielleicht mach ich mir selber etwas vor. Für mich sind das momentan aber drei plausible Gründe, nicht mehr streng vegan zu leben. Ändern kann sich das jederzeit.

Rezepte mit dem Spiralschneider

Seit einer Woche bin ich stolze Besitzerin eines Spiralschneiders. Daher gibt es heute ein paar Ideen für das nächste Mittagessen.

Zoodles, also Spaghetti aus Zucchini sind schon lange der Renner auf Foodblogs. Aber auch Gurke, Süßkartoffel, Karotten und Co können durch den Spiralschneider gedreht werden. Daraus ergibt sich nicht nur eine kalorienarme Nudelalternative, sondern Anstöße zu vielen leckeren Gerichten.

Der Klassiker: Gemüse-Nudeln

Da Zucchini im Winter hier recht teuer sind, jage ich momentan vor allem Gurke und Möhre durch meinen Spiralschneider. Aber auch Kohlrabi und rote Beete kann ich mir gut als Nudelersatz vorstellen.

Richtig lecker schaut zum Beispiel das Thai-Gericht mit Pak-Choi, Erbsen und gebratenen Tofu aus. Oder die Zucchini-Spaghetti mit Frischkäse und Tomaten. Die Nudeln aus Pastinaken und die Kohlrabi-Pasta stehen auch ganz oben auf der Nachkochliste.

Mal was anderes: Puffer, Currys und mehr

 

Nur Gemüse-Spaghetti wären auf Dauer ja auch langweilig. Aus den Spiralen kann man auch super in der Pfanne Puffer machen, Currys kochen oder einfach in die nächste Buddha-Bowl mit reinwerfen.

Die Streifen können ganz einfach die Grundlage für Euren nächsten Gemüse-Patty sein. Mit dem Trendfood Quinoa wird schnell “Fried Rice” daraus. In ein leckeres indisches Curry passen natürlich auch Möhren und Zucchini. Mein potentielles In-Food für den Sommer werden aber Buddha Bowls sein.

Spiralschneider: Günstig bis High-End

Für den neuen Freund in der Küche könnt Ihr ganz schön viel Geld ausgeben. Die einfache Variante ist aber derzeit schon ab ca zehn Euro zu haben.

Spiralschneider unterschiede

  1. Dieser einfache Spiralschneider ist in meine Küche gewandert. Auf Dauer wird das händische Drehen etwas anstrengend, aber er erfüllt voll seinen Zweck. Für 12 Euro ist er preislich außerdem kaum zu schlagen
  2.  Der Lurch Super-Spiralschneider ist ein Promi unter den Küchengeräten. Damit gelingen auch leckere Curly-Fries und durch die Kurbel ist das Drehen etwas einfacher.
  3.  Spiralfix ist durch den Auffangbehälter unheimlich praktisch. Mit rund 40 Euro aber auch am teuersten.

Gemüsespaghetti als Ergänzung zur vegetarischen Ernährung

Vor der Anschaffung des Spiralschneiders habe ich lange mit mir gerungen. Nichts liegt mir ferner als die Anhäufung sinnloser Küchengeräte, die im Schrank verstauben.

Nach einer Woche Nutzung befinde ich den Spiralschneider allerdings als optimale Ergänzung zu meiner vegetarischen Ernährung. Wer viel Gemüse isst, erfreut sich nicht nur, wenn das Essen unterschiedliche Formen annimmt. Spiralförmige Möhren schmecken auch anders als geschnittene Streifen. Dazu sind die Spiral-Nudeln ein absolutes Zeitersparnis. Das Drehen geht ruckzuck und die die Nudeln müssen nicht mehr gekocht, sondern nur erwärmt werden. Daher hat sich der Kauf für mich absolut gelohnt.

Pasta, Linsen und Falafelliebe: Vegan Food Diary #2

Eigentlich hätte gestern mein letzter veganer Tag sein sollen. Warum dem nicht so ist und was ich in zwei Wochen gelernt habe, lest Ihr hier. Außerdem habe ich wieder viele tolle Rezepte für Euch.

Frühstück

Mein Frühstück bestand größtenteils aus Porridge mit Apfelmus und einem großen Kaffee mit Sojamilch. Dienstag habe ich außerdem ein Knusper-Müsli gekauft, dass mit Bananen, Haferflocken und Sojamilch richtig super schmeckt!

Abendessen

Meinem Abendessen bin ich weiterhin treu geblieben. Dunkles Brot mit selbstgemachtem Frischkäse, Salat und Gurke ist für mich ein perfektes Abendessen. Und wenn es mal süß sein soll, gibt es Zückerrübersirup. Mhm.

Mittagessen

Freitag: Falafel-Wrap mit Salat, Gurke und Tomate (Hier ganz große Liebe für Wraps einfügen!)

Samstag: Gemüsepfanne mit Kohlrabi, Möhre, Brokkoli, Porree und Tomatenmark. Einen Teil habe ich wieder in einen Wrap eingetütet, wie gesagt, große Liebe.
Sonntag: Spaghetti mit Linsen-Bolognese (Diese Sauce wird sich bei mir zum Allrounder für alles entwickeln. Wirklich lecker, sättigend und mit vielem kombinierbar)

Montag: Falafel-Wrap, again
Dienstag: Möhren und Brokkoli mit Linsen-Bolognese (Eigentlich wollte ich Zucchini-Nudeln machen, Zucchinis sind mir derzeit aber zu klein und zu teuer. Dafür habe ich die Möhre kleingeschnitten und zusammen mit den Brokkoli-Röschen angebraten. Kombiniert mit der Linsen-Sauce war es perfekt!)
Mittwoch: Veganes mit in die Uni nehmen, war mein größtes Problem. Kleingeschnittenes Gemüse wie Kohlrabi, Paprika und Gurke war aber auch sehr lecker und für die Uni super, weil es nach dem Essen nicht so müde und unbeweglich macht.

Und zwischendurch?

Letzten Freitag hatte ich mein erste und einzige vegane Heißhungerattake. Ich hatte verdammt Lust auf Schokolade, aber keine vegane zuhause. Stattdessen gab es Kohlrabi. Klingt erst unbefriedigend, war aber ein richtig guter Snack.

Außerdem habe ich letztes Wochenende Apfel-Zimtschnecken gebacken. Die sind so lecker geworden, ich hätte mich am liebsten reingelegt. Außerdem war ich überglücklich, weil mir das erste Mal ein Hefeteig gelungen ist. Im Ernst, die müsst Ihr unbedingt ausprobieren.

Mein Vegan-Fazit

Zwei Wochen sind um und ich bin so angetan, dass ich noch eine Woche ranhängen werde. Es gibt einfach noch so viele Rezepte, die ich gerne ausprobieren möchte.

Auch wenn Veganismus für mich keine Ernährung für immer sein wird, bin ich vollauf begeistert von der Vielfältigkeit der veganen Küche. Ich kann mir sehr gut vorstellen, in Zukunft größtenteils vegan zu leben und nur noch auf wenige tierische Produkte zurückzugreifen. Eier oder Fleisch habe ich gar nicht vermisst, aber Magerquark, Joghurt und Feta fehlen mir schon ziemlich.

Besonders die bewusste Auseinandersetzung mit meiner Ernährung in den zwei Wochen ist mir positiv aufgefallen. Ich habe wenig Süßes gegessen und so gut wie keine industriellen Produkte mit unaussprechlichen Inhaltsstoffen zu mir genommen. Ich fühle mich gesund, fit und bin sehr stolz auf mich.

Ich freue mich auf die vielen Rezepte und Leckereien, die ich in der kommenden, aber auch in den darauffolgenden Wochen ausprobieren werden. Ich erstatte natürlich ab und an Bericht.

Saisonal ernähren – Nur Wirsing und Kohlrabi?

Sich saisonal zu ernähren heißt, nur das zu kaufen und zu essen, was derzeit auch in der Umgebung geerntet wird. Doch was darf man im Winter dann überhaupt noch essen?

Äpfel und ganz viel Kohl. Viel mehr geben die Felder derzeit eigentlich nicht her. Und trotzdem strahlen die Supermärkte in den schönsten Farben. Die meisten Produkte haben allerdings einen weiten Weg hinter sich. Damit verbunden sind hohe Importkosten und ein immenser Stromverbrauch durch die Zucht im Gewächshaus.

Der Saisonkalender

Wer der Umwelt und seinem eigenem Gewissen etwas Gutes tun möchte, wird schnell auf die saisonale Ernährung und damit auf den Saisonkalender stoßen.

Wie der Name sagt, bietet der Kalender eine Übersicht, welches Obst und Gemüse wann regional geernet wird und was aus dem Lager kommt. Die Kalender gibt es in allen möglichen hübschen Aufmachungen und eignen sich daher auch als informativ-dekorativer Wandschmuck.

Saisonal ernähren im Winter

Im Winter haben beispielsweise Champignons, viele Kohlsorten, Lauch, Pastinaken und Rosenkohl Saison. Kartoffeln, Möhren und Kürbis gibt es noch aus Lagerungen. Das klingt erstmal nach schwerer Hausmannskost. Wer sich ein bisschen umsieht, findet aber richtig tolle Gerichte. Außerdem eignet sich das Gemüseangebot super für Suppen und Eintöpfe und die sie im Winter ja wirklich Gold wert.

Pastinaken-Chips  – WurzelcremesuppeKartoffeltaler marinierte Champignons Nudeln mit Pilzenvegane Kohlrabi-Karotten-Puffer Wirsing-Nudel-Strudel

Die Vorteile

Saisonale Ernährung klingt im ersten Moment vor allem nach Verzicht. Und ja, konsequente saisonale Ernährung geht unweigerlich mit einem Umdenken daher. Aber es ermöglicht auch eine kleine Essens-Revolution.

Ihr entdeckt die heimischen Obst- und Gemüsesorten wieder ganz neu. Ob Steckrübe, Wirsing oder Pastinaken – bisher unterschätztes Feldgut erreicht endlich unser Sichtfeld. Es öffnet sich ein Tor zu vielen neuen Rezepten . Auch die Qual der Wahl “Was soll ich heute kochen?” wird überschaubar. Außerdem freut man sich pünktlich zu Saisonbeginn auf die neue Auswahl im Supermarkt. Und günstiger ist eine saisonale Ernährung auch!

Mein Fazit

Ich bin eine alte Rosinenpickerin. Ich versuche beim meinen Einkäufen drauf zu achten und schau auch während meiner Wochenplanung auf den Saisonkalender. Aber den vollen Umschwung auf die saisonale Ernährung habe ich leider noch nicht geschafft. Zu süß riechen Importe wie Avocados und Bananen und zu lecker finde ich Brokkoli und Blumenkohl – auch im Winter und Frühling.

Mein Vorhaben für die nächsten Monate ist also, vermehrt darauf zu achten, was ich wann esse. Und natürlich fleißig Rezepte bei Pinterest pinnen, damit es nicht einseitig wird!

Vegan Food Diary #1

Viel frischer Salat, Sojamilch und eine Handvoll neuer Rezepte. Die erste vegane Woche hätte kaum besser sein können. Ich fühle mich fit und gesund, wie lange nicht mehr. Das lag mit Sicherheit auch an diesem bezaubernden Essen:

Als ich meinen Freunden erzählt habe, dass ich mich momentan vegan ernähren, erwiderten die meisten, dass sie sich das total anstrengend vorstellen. Anstrengend oder kompliziert ist es aber überhaupt nicht. Es gibt viele tolle vegane Gerichte und ich konnte in der ersten Woche nicht einmal einen Bruchteil selbst ausprobieren.

Veganes Frühstück

Für mich gibt es morgens Haferflocken mit Obst und Leinsamen. Früher habe ich fettarmen Joghurt raufgehauen, seit letzter Woche ist es Sojamilch. Schnell ist mir aufgefallen, dass Sojamilch deutlich bekömmlicher ist, aber trotzdem lange satt macht.

Hafermilch habe ich sogar selbst hergestellt. Wobei ich das wohl nicht noch einmal machen werden. In meiner Küche entstand eine riesige Sauerei und geschmacklich kommt sie nicht an Sojamilch ran.

Veganes Abendessen

Abends gab es die Woche meist Schwarzbrot mit Frischkäse, Salat und Gurke. Moment, Frischkäse? Jep, den habe ich nämlich auch aus Soja-Reis-Milch selbst hergestellt. Das war zwar auch eine kleine Sauerei, hat sich aber gelohnt. Ansonsten esse ich noch sehr gerne den vegetarischen Aufstrich von Aldi. Vielleicht wage ich mich nächste Woche auch noch daran, einen anderen selbst zu machen.

Veganes Mittagsessen

Mittags wurde es dann bunt und vielseitig. Ich habe auf Pinterest bereits so viele leckere vegane Rezepte gefunden, dass ich gar nicht genau wusste, wo ich anfangen sollte.

Donnerstag: Zur Uni habe ich mir Couscous mit geraspelten Möhren und Lauch mitgenommen.

Freitag und Samstag: Sehr unkreativ, aber lecker: Salat mit Gurke, Tomaten, Bohnen, Mais und Lauch

Sonntag: Kartoffelsuppe mit Möhren und Porree

Montag: Wieder Uni, wieder Couscous, diesmal noch mit Cherrytomaten und etwas Sojasoße

Dienstag: Diesmal gab es vegane Waffeln. Richtig lecker!

Mittwoch: Reis mit Möhren, Gurke und Porree.

Donnerstag: Diesmal war ich mit einem Uni-Seminar im Hans-Sachs-Haus und danach bei Bang Bang Burgers and Beer essen. Für mich gab es den Veggie-Burger mit Kartoffelecken und Avocado-Mayo.

Erstes Fazit

Eine Woche ist vorbei und ich fühle mich super! Auch wenn ich zwischendurch Pizza etwas vermisst habe, hat mir sonst nichts gefehlt. Die vegane Küche ist vielseitig und frisch und auch der Aufwand der einzelnen Gerichte übersteigt nicht dem Aufwand für anderes Essen. Auch preislich habe ich keinen Unterschied zu meiner herkömmlichen Ernährung gespürt.

Ein positiver Nebeneffekt war außerdem, dass ich diese Woche keine Süßigkeiten oder sonstiges Zuckerzeug gegessen habe. Ich würde zwar gerne mal vegan backen, bin derzeit aber auch ganz froh, dass ich meine innere Naschkatze überwinden konnte.