In fünf einfachen Schritten zu mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist momentan ein riesiges Thema. Zum Glück! Der Weg zu einem rundum nachhaltigem Leben ist schwer. Der Anfang ist es jedoch nicht.

Wenn mich irgendwas wirklich wütend macht, dann ist es Ignoranz. Ignoranz gegenüber wichtigen Themen. Menschen, die nichts tun oder ändern, es sei denn alle machen das. Veränderung fängt immer bei dir selbst an. Nachhaltiger zu leben ist so einfach, spart Geld und gibt dir ein gutes Gefühl. Also los!

1. Mach Dir einen Essensplan

Einkaufslisten klingen spießig und zu wissen, was man in drei Tagen isst, langweilig. Pedantisch den Wocheneinkauf zu planen ist nicht unbedingt sexy, spart aber Zeit und Geld.

Du kannst in Ruhe zuhause nach tollen Rezepten suchen und kaufst im Supermarkt nur das, was du wirklich essen wirst. Dadurch irrst Du nicht mehr ratlos durch die Gänge und schmeißt weniger Lebensmittel weg. Für die Arbeit und für die Uni nimmst Du am besten auch selbst was mit, spart ebenfalls einen Haufen Geld und schmeckt viel besser als der Mensafraß!

2. Such Dir eine schöne Einkaufstasche aus

Den Weg zu weniger Konsum mit einem neuen Kauf zu beginnen wirkt wenig konsequent. Dein neuer Jutebeutel (oder für was auch immer du dich entscheidest) wird ab jetzt aber Dein neuer bester Freund sein. Ein zuverlässiger Begleiter bei Deinen Einkäufen und praktisch zusammenfaltbar. Juhuu, endlich fallen Dir keine Plastiktüten mehr entgegen, wenn Du diese eine Schranktür in der Küche öffnest.

3. Überlege, was Du wirklich brauchst

Manchmal sieht man etwas und verliebt sich noch im selben Moment. Das ist ein großartiges Gefühl, aber viel zu oft so langlebig wie eine Eintagsfliege.

Anstatt im Sale wieder lauter Drei-Euro-Teile zu kaufen, überleg Dir lieber was Du wirklich brauchst. Deine Schuhe fallen bald auseinander? Dann such Dir hochwertige neue. Es sei denn, du hast noch fünf Paar Chucks und drei Paar Air Max im Schrank.

Ein überschaubarer Kleiderschrank sorgt für Ordnung, Übersicht und fordert auch Deine Kreativität heraus. Und das Aufräumen dauert nur noch halb so lang.

4. Kauf Dir einen To-Go-Becher

Jup, Du darfst Dir schon wieder etwas kaufen. Wenn Du ebenfalls liebend gern Tee oder Kaffee trinkst, kaufst Du Dir bestimmt auch mal einen to-go. Ist ja auch ne super Erfindung. Nur leider richtig schlecht für die Umwelt. Und du zahlst auch für jeden Pappbecher drauf. Dabei gibt es so viele schöne To-Go-Becher zu kaufen. Und das Geld hast du nach ein paar Wochen schon wieder drin!

Übrigens: Auch Wasser aus der Leitung schmeckt hervorragend. Und eine Glasflasche ist deutlich schöner als eine Plastikflasche. Die Glasflaschen bekommst Du schon für unter 10 Euro und teils mir richtig tollen Motiven.

5. Zünde ein paar Kerzen an

Okay, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen hippiemäßig. Aber mal ehrlich, ich kenne Leute, bei denen läuft der Fernseher selbst dann, wenn sie nicht zuhause sind. Und das Licht im Schlafzimmer bleibt an, selbst wenn sie ne halbe Stunde unter der Dusche stehen. Ganz ehrlich: Lass den Scheiß!

Und wenn Du abends nochmal Deine Feeds durchgehst, du lernst oder liest, musst auch nicht das große Licht brennen. Zünde doch ne Kerze an. Die geben ein schönes natürliches Licht und tragen zu einer schönen Atmosphäre bei.

 

Ein paar nachhaltige Produkte wie schöne Jutebeutel und tolle To-Go-Becher habe ich übrigens hier für Euch zusammengesucht.

Natürlich sind diese Tipps nur ein Anfang und kleine Schritte Richtung Nachhaltigkeit. Da ich aber in meinem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder sehe, dass diese einfachen Schritte nicht eingehalten werden, wollte ich sie so noch einmal mit Euch teilen.

Mehr Informationen zum Thema Nachhaltigkeit findet Ihr bei utopia.de. Zum Beispiel hier über Urban Gardening. Auch Daniel Roth hat auf bevegt einige interessante Tipps zum Thema Nachhaltigkeit gegeben. Sehr einprägsam fand ich zum Beispiel den Satz: “Ein alter Pullover ist immer noch besser als ein nachhaltig-produzierter Pullover.” Hier hab ich außerdem etwas zu nachhaltiger Unterwäsche gefunden. Und ich hab letztens schon etwas zu saisonaler Ernährung geschrieben. Rumklicken lohnt sich!

Habt Ihr noch einfache Tipps für den Start in ein nachhaltigeres Leben?

Einfach und günstig wohnen

Modisch, praktisch, preiswert: Kaum etwas ist wichtiger, als sich in seinem Zuhause wohl zu fühlen. Um die richtige Atmosphäre zu schaffen, braucht es allerdings vor allem ein sicheres Händchen und Ideen, nicht zwingend einen vollen Geldbeutel.

Ich hasse Verschwendung. Jetzt billig kaufen, um die Möbel in zwei Jahren ohne schlechtes Gewissen auf den Sperrmöbel zu werfen, geht für mich gar nicht. Ich mag Funktionalität und Praktikabilität. So schön String-Regale auch sind, so bald Möbel mit der Wand verschraubt und verbohrt werden müssen, können die Möbel nicht mehr spontan rumgeschoben werden. Für mich ein absoluter Minuspunkt. Ein schönes Zuhause möchte ich aber trotzdem. Daher finde ich folgende Ideen auch so super:

Möbel aus Pappe

Utopia hat vor ein paar Tagen über Möbeln aus Pappe berichtet. Ja, richtig. Möbel aus Pappe, wie zum Beispiel Kommoden und sogar Betten. Die Möbel sehen nicht nur außergewöhnlich aus, sondern sind auch ziemlich günstig und dazu noch nachhaltig. Besonders angetan hat es mir diese Kommode.

Farbe und Lack

Die Idee von Farbe an Wänden ist weder revolutionär noch innovativ. Aber vier Wände in der gleichen Farbe sind auch lange nicht mehr in. Viel schöner: Dachschrägen, Fensterrahmen und nur bestimmte Partien des Zimmers in einer Farbe streichen. Das ist schnell gemacht und kann beim Auszug auch schnell wieder überstrichen werden. Eine tolle Zusammenstellung von Farb-Ideen gab es neulich auch bei hello-mrs-eve.

Re- und Upcycling

Hier kann auch der oben genannte Punkt noch einmal aufgegriffen werden. Mit Tafellack lassen sich zum Beispiel schnöde Schränke wieder aufpeppen. Upcycling ist auch käuflich. Bei Upcycling-Deluxe gibt es tollen Kram, alles gefertigt aus Gegenständen, die bereits ein Leben hinter sich haben. Meine Favoriten: Die Kissenbezüge und natürlich die Vinyl-Schalen.

Anders gedacht 

Einfach mal anderes denken. Die meisten Gegenstände haben einen Zweck, Zweckentfremdung kann aber viel mehr Spaß machen. Schals und Tücher an die Wand hängen, anstatt sie um den Hals zu tragen, ist zum Beispiel ne Prima Idee. Bringt super leicht – wenn gewünscht – Farbe in die Wohnung und Stoff verleiht sowieso sofort Gemütlichkeit.

Erst denken, dann kaufen

Klingt simpel, ist es aber gar nicht. Das größte Problem ist wahrscheinlich, dass wir uns zu sehr von den Worten “Sale” oder “Angebot” leiten lassen. Oder uns sicher sind, etwas unbedingt zu brauchen, obwohl es letztendlich kaum benutzt wird. Daher: Ordentlich nachdenken, ob ihr das zwanzigste Dekoelement unbedingt jetzt braucht und auch auf den Flohmarkt nicht jeden Quatsch mitnehmen, nur weil er günstig ist.