Ein letztes Abenteuer: Raja Ampat in Indonesien

Unberührte Natur, weiße Sandstrände und türkises Wasser. Raja Ampat wird zurecht von vielen als “das letzte Paradies” bezeichnet. Mit meinem Besuch der Inselgruppe von Papua in Indonesien habe ich mir einen Traum erfüllt. Und ein richtiges Abenteuer abseits des Massentourismus erlebt.

30 Grad, leuchtender Sand, glitzerndes Meer und tausende Menschen, die wie Sardinen eng aneinander am Strand liegen. Dieses Bild hatte ich vor ein paar Monaten noch vor Augen, wenn ich an Strand und Meer dachte. Was für Mallorca und die Küste Italiens wohl stimmt, ist in Asien anders. Hier gibt es sie noch, die verlassenen Strände und Buchten; die Geheimtipps.

Raja Ampat Wasser türkis Meer

Einer dieser Geheimtipps ist Raja Ampat. Wer diesen Namen in Indonesien fallen lässt, wird in leuchtende Augen schauen. Die Inselgruppe kennt in Deutschland so gut wie niemand, in Indonesien gilt Raja Ampat als “das letzte Paradies“. Dennoch schaffen es nur wenige Einheimische zu den Inseln. Laut der Jakarta Post zählt Raja Ampat nur 20.000 Touristen im Jahr. Denn der Weg nach Raja Ampat ist umständlich und es gilt als teuer. Aber eben auch als wunderschön!

Wie kommt man nach Raja Ampat?

Raja Ampat Boat

Das größte Abenteuer an Raja Ampat ist wahrscheinlich die Anfahrt. Um zu den Inseln zu kommen, muss man zunächst nach Sorong fliegen. Sorong, die Hauptstadt von Papua, hat allerdings nur einen Domestic Airport. Man muss also über Jakarta oder aus Makassar reinfliegen. Ich bin von Bali über Makassar geflogen. Dazu kommt, dass die Flugzeiten nicht aufeinander abgestimmt sind. Ich saß also über Nacht acht Stunden im Flughafen von Makassar.

Um sieben Uhr morgens landete ich in Sorong. Die nächste Fähre sollte erst in ein paar Stunden gehen, ich wollte mir die Zeit in einem Cafe vertreiben. Am Flughafen in Sorong gibt es allerdings gar nichts. Nach der Ankunftshalle folgt sofort der Bürgersteig und schließlich der Besucherparkplatz. Keine Shops oder Cafes, nur ein kleines ATM-Center. Bei meinem kleinen Abstecher in die Stadt wurde ich von den Einheimisch angeschaut wie ein verrücktes Alien. Denn im Flughafen-Vorort verirrt sich sonst wohl nie ein Tourist.

Also zurück zum Flughafen. Dort warten dutzende Taxifahrer auf dich. Für 100.000 Rupiah (ca. 7 Euro) bringen sie dich zum Hafen. Ein Motorbike bekommst du schon für 50.000 Rupiah.

Der Hafen von Sorong ist ähnlich trostlos. Dort konnte ich nach etwa einer Stunde Warten mein Ticket für die Fähre für 130.000 Rupiah kaufen. Danach hieß es noch einmal drei Stunden warten bis die Fähre eintrifft. Mit der Fähre geht es dann drei Stunden nach Waisai zum Hafen. Durch das ewige Warten war ich also gute 24 Stunden unterwegs.

Beim Verlassen der Insel wird es ähnlich langwierig. Die Fähre kommt erst gegen Nachmittag in Sorong an, die Flüge aus Sorong gehen aber am Vormittag. Daher musste ich eine Nacht in Sorong verbringen. Über Traveloka bin ich günstig auf das City Home Stay gestoßen. In Hotelnähe schwelgt man da nicht gerade in Luxus, aber hat doch alles, was man für eine Nacht braucht.

Raja Ampat Markt Raja Ampat Market

 

Lohnt sich Raja Ampat?

Nach Raja Ampat zu kommen war richtig anstrengend. Vor allem allein ist die Warterei ziemlich langweilig und anstrengend. Für die Strapazen wurde ich mit einer herrlichen, beinahe unberührten Natur belohnt. Raja Ampat ist einfach wunderschön und ruhig.

Ich war viel Schnorcheln und habe nie zuvor so eine farbenfrohe Unterwasserwelt gesehen. Riesige Korallen, viele bunte Fische und klares Wasser. Die Artenvielfalt in Raja Ampat ist sogar größer als in Australiens Great Barrier Reef.

Mein Tourguide hat mich zu menschenleeren Stränden gebracht. Mit dem Motorroller sind wir kilometerweit über kleine Straßen gebrettert, umgeben nur von Grün. Diese pure Schönheit der Natur ist kaum zu beschreiben und schlecht festzuhalten.

Schon jetzt gibt es auf Raja Ampat viele kleine Dive Resorts. Die Inselgruppe wird sich allzu schnell nicht zum Touristenmagneten entwickeln, aber sicherlich stark verändern. Ein paar Jahre wird “the last Paradise” also noch so wunderschön bleiben. Ich hoffe, ich schaffe es in der Zeit noch einmal ein paar Freunde zusammenzutrommeln und Raja Ampat erneut zu entdecken. Es gibt noch viel zu sehen!

Über Raja Ampat

Raja Ampat Natur

Raja Ampat gehört zu Indonesiens Provinz Papua und liegt weit im Osten des Landes hinter den Molukken. An der Ostseite grenzt Papua an das Land Papua-Neuguinea. Der Name Raja Ampat (dt: Vier Könige) bezieht sich auf die vier Hauptinseln Waigeo, Misool, Salawati und Batanta. Insgesamt gehören aber etwa 1800 Inseln zu Raja Ampat.

Obwohl die offizielle Amtssprache in Indonesien Bahasa Indonesia ist, wird diese von vielen Menschen in Papua nicht gesprochen. Typisch für Indonesien haben viele Inseln und Dörfer eine eigenständige Kultur und eine eigene Sprache, die sich stark vom Rest Indonesiens unterscheiden kann. Wer Indonesisch spricht, kann sich also nicht unbedingt überall auf Raja Ampat mit Einheimischen verständigen.

Tipps für Raja Ampat

  • Verschaffe dir vorher einen guten Überblick über die verschiedenen Inseln, damit du planen kannst, was du sehen möchtest
  • In Raja Ampat braucht man in jedem Fall ein Tourguide, weil man allein nicht weit kommt und es auch viel zu teuer wäre. Am besten kontaktierst du schon vor deiner Reise deine Unterkuft und erkundigst dich nach Touren
  • In Sorong unbedingt noch einmal Geld abheben. In Waisai gibt es zwar ATMs, aber woanders ist das nicht garantiert
  • In vielen Guesthouses und Homestays gibt es kein Wifi. Vorher deswegen alles gut planen und notieren!
  • Die Fähre kommt immer in Waisai am Hafen an und die meisten Unterkünfte holen dich dort auch ab. Vorher trotzdem checken, ob das geregelt ist!
  • Einen Fährenplan  gibt es zwar, allerdings darf man diesem nicht zu viel Glauben schenken. Zeiten ändern sich gerne spontan.
  • Generell gilt für Raja Ampat: Planung ist alles. Hier gibt es kein Mitlauf-Tourismus, dir werden keine Angebote vor die Füße geworfen. Man muss selbst schauen, wo man bleibt.

Raja Ampat Sunset Sonnenuntergang

Advertisements

Indonesien: 8 Gründe um Makassar zu besuchen

Makassar ist die Hauptstadt der Provinz Sulawesi. Neben dem authentischen Stadtleben beeindruckt vor allem die Natur.

Obwohl Makassar ebenso eine Großstadt ist, zieht sich durch die Hauptstadt von Sulawesi kein Schwarm aus Wolkenkratzern wie in Jakarta. Die Stadt ist bodenständiger, fühlt sich asiatischer an und hat dank zahlreicher internationaler Ketten trotzdem alles was man sich wünscht. Richtig spannend wird es allerdings wenn du die Stadt verlässt und dich von der Natur begeistern lässt.

Was sonst so für Makassar in Südsulawesi spricht:

EINS: Kein typisches Reiseziel

Es ist als hätte jemand eine Schablone über Südostasien gelegt. Jeder, den man unterwegs trifft, reist die selbe Route. Thailand – Kambodscha – Vietnam – Laos – Myanmar. Ich kann es verstehen, jedes der Länder ist einen Besuch wert. Aber doch fühlt man sich irgendwann wie der langweiligste Mensch der Welt, wenn man dieser Schablone einfach folgt. Makassar dagegen ist kein typisches Reiseziel; zumindest nicht bei Europäern. Daher erhascht man ein Blick auf eine Stadt, die irgendwo zwischen international und eigenbrödlerisch steckt. Der Einfluss von Touristen und vor allem der Tourismus-Industrie ist hier minimal. Wenn du hier durch die Straßen flanierst, siehst du ein typisches Stadtleben in Indonesien.

ZWEI: Übernachte im ersten POD Hostel in Indonesien

In Makassar habe ich im POD Hostel direkt an der Promenade geschlafen. Das Hostel war eines der saubersten, in dem ich je geschlafen habe. Ich liebe ja generell Capsule Hostels, weil die kleinen Butzen einfach etwas Privatsphäre ermöglichen. Das Hostel ist zwar etwas teurer, aber der Preis lohnt sich. Morgens gibt es gratis Frühstück im hauseigenen Restaurant und die Mitarbeiter sind alle sehr freundlich. Dazu ist die Lage unschlagbar!

Pod Hostel Makassar

DREI: Das Essen

Makassar Streetfood

Über Indonesien kann man keine Listen schreiben ohne das Essen zu erwähnen. In Makassar gibt es unheimlich viel Streetfood, dass sich zu probieren lohnt. Auch hier ist die Promenade am besten. Dort reihen sind mehrere Stände aneinander, wo es typische indonesische Gerichte wie Gado-Gado oder Nasi Goreng gibt. Außerdem gibt es Pisang Epe (gegrillte Banane). Typisch für Makassar ist außerdem Coto, eine Rindfleischsuppe.

Wenn du Sulawesi besuchst, solltest du unbedingt den Kaffee probieren. Indonesien ist einer der größten Kaffee-Exporteure der Welt und vor Ort schmeckt es natürlich besonders gut!

VIER: Die niederfländische Vergangenheit

Die Kolonialzeit sieht man Indonesien noch heute an. Die europäischen Bauten bilden einen spannenden Kontrast zu der eher einfachen indonesischen Bauweise. Fort Rotterdam ist eines der bekanntesten Überbleibsel der niederländischen Kolonialzeit und befindet sich neben dem Hafen in  Makassar.

FÜNF: Sei ein Bule

Wenn du bereits in Indonesien warst, kennst du den Begriff “Bule” sicherlich. So nennen die IndonesierInnen Weiße aus dem Westen. Die Bedeutung kommt wohl ursprünglich vom indonesischen Wort für Albino.

Makassar Street

Wenn du in Makassar durch die Straßen spazierst, wirst du ständig Bule genannt. Außerdem werden Leute Fotos mit dir machen wollen. Einfach lächeln und mitmachen. Wo kann man sich sonst wie ein Promi fühlen?

SECHS: Pantai Losari und die Promenade

Makassar Promenade

Die Promenade ist zweifelsfrei der schönste Teil von Makassar. Hier gibt es viel zu fotografieren und bei schönem Wetter lässt es sich hier auch eine Weile in der Sonne aushalten.

SIEBEN: Die Umgebung

Makassar Sulawesi Karst

Sulawesi bietet eine wunderschöne Landschaft. Wer Makassar besucht, sollte auf jeden Fall an einem Tag raus in die Natur. Ich habe während meines Besuchs Rammang-Rammang (auch Rammang2) besucht. Der Karst ist wenig besucht und wirklich ziemlich off-track. Zuerst mietet man sich ein kleines Boot und wird durch den Fluss geschippert. Später geht man zwischen Reisfeldern und dem Gestein auf Erkundungstour. Die Landschaft ist wunderschön und der Ausflug ein richtiges Erlebnis, da man auf in dem kleinen Dorf auf Einheimische trifft, die vollkommen ab vom Schuss leben. Atemberaubend!

Makassar rammang rammang

ACHT: Besuche den Pasar Sentral

Richtig indonesisch wird es auf Märkten. Frischer Fisch, der vor sich hin stinkt, Unmengen Obst und Gemüse in bunten Farben und Kleidung, die in der Sonne ausbleicht. Einmal durch die engen Gassen wandern ist super interessant, weil es einen Einblick in der Alltag der Einheimischen gibt.

 

Makassar ist leider die einzige Stadt in Sulawesi, die ich besucht habe. Ich will aber unbedingt zurück und durch den Rest der Inseln reisen. Im Hostel traf ich jemanden, der genau das gemacht hat und komplett begeistert war. Mein nächster Besuch in Sulawesi kommt also bestimmt.

Makassar Masjid Amirul

Vietnam: Zwei Tage in Ho Chi Minh Stadt

Vietnam hat jeder auf seiner Südostasien-Liste. Ho Chi Minh Stadt begeistert mit Streetart, Pho und Motorbikes.

Die Ampel schaltet grün, hunderte Motorbikes starten durch. Innerhalb von Sekunden ist die Kreuzung eingenommen von den Zweirädern. Geradeaus, Links, Rechts. Die Fahrtrichtung spielt keine Rolle. Wer nicht aufpasst, steht mitten auf der Kreuzung wenn das Chaos ausbricht.

Ho Chi Minh City

Ho Chi Minh Stadt ist bekannt für das Motorbike-Chaos. Vierköpfige Familien teilen sich einen Motorroller und jagen durch die Millionenstadt. In Vietnam die Straße zu überqueren ist eine kleine Herausforderung. Mitten in diesem Wahnsinn bin ich pünktlich zum chinesischen Neujahrsfest gelandet. Die Stadt war überfüllt mit Touristen, gleichzeitig waren viele Geschäfte und Restaurants geschlossen. Nicht der beste Zeitpunkt um die Stadt zu erkunden. Gefallen hat es mir trotzdem so gut, dass ich auf jeden Fall wiederkommen werde!

Die Sehenswürdigkeiten

Vietnam war beinahe 100 Jahre eine französische Kolonie. Für Architekturfans ist die Stadt damit einen Besuch wert. Das Postoffice, Notre Dame und die City Hall heben sich durch die europäische Bauweise vom Rest der Stadt ab und sind tolle Fotomotive.
Einen starken Kontrast dazu erzielen die sonstige Wohnhäuser. Grauer Beton und dunkle Gitter zeigen die pragmatischen Bauten, die so typisch für kommunistische Länder sind. Ich bin sehr fasziniert davon, auf wie wenig Raum Menschen leben können.

Kulinarisch gibt es in Vietnam Unmengen zu probieren. Pho, Frühlingsrollen und Banh Mi müssen unbedingt auf die To-Eat-Liste. An jeder Ecke gibt es außerdem Vietnamesischen Eiskaffee zu kaufen. Sehr stark, sehr süß, aber auch richtig lecker!

Als ich eine kleine Auszeit von der hektischen Stadt brauchte, habe ich Ruhe im Le Van Tam Park gefunden. Viele Vietnamesen machen dort Sport oder entspannen sich einfach auf den vielen Bänken. Der Rasen sah so gepflegt aus, dass ich mich nicht getraut habe, mich raufzulegen. Doch eine Bank hat es auch getan.

Die Hotspots der City

Cà phê Sài Gòn Ơi Vietnam Ho Chi Minh Cafekomplex

Dass sich hinter den drögen Fassaden auch wahrer Hipster-Kult verstecken kann, beweist Cà phê Sài Gòn Ơi. Das Gebäude steht direkt am Times Square in HCMC. Drinnen finden sich lauter kleiner Cafes, Restaurants und Boutiquen. Wer einen Platz auf einem der zahlreichen Balkone ergattert, wird mit einem tollen Ausblick entlohnt. Besonders während des chinesischen Neujahrsfest super entspannt, um den Trubel zu entkommen.

Wie alternativ die Stadt ist, hat mich generell überrascht. In der Nähe des Song Sai Gon Flusses befindet sich die Alternative Art Area. Auch hier locken viele coole Cafes um die Aufmerksamkeit. Dazu gibt es eine Menge Streetart zu entdecken.

Streetart Ho Chi Minh City Vietnam

Alternative Arts Area Vietnam

District 1 is were the magic happens. Hier befinden sich die meisten Hostels und man kann es als absolute Touri-Gegend bezeichnen. Von Pho bis zu westlichen Essen findest Du hier alles. Es blinkt, es gibt Bier und viel Schnickschnack zu kaufen. Auf deine Sachen solltest du ein gutes Auge haben, aber sonst hab ich mich hier sehr sicher gefühlt.

Vietnams Geschichte

War Remnants Museum Vietnam Ho Chi Minh

Der Name Vietnam war für mich immer untrennbar mit dem Krieg mit Amerika verbunden. Daher stand der Besuch des Remnants War Museums ganz oben auf meiner Liste. Für nur 15000 Dong (60 Cent) erhält man Eintritt in drei Etagen voller Fakten, Fotos und Emotionen des Vietnam Kriegs.

Grafitti Ho Chi Minh
Das Graffiti hab ich entdeckt kurz nachdem ich aus dem Museum kam

Die Ausstellung wird von vielen als einseitig kritisiert. Den Punkt kann ich verstehen, weil natürlich die Fehler von Amerika deutlich mehr betont werden als die von Vietnams Militär. Trotzdem ist das Museum ein absolutes Muss. Schon allein, weil es das Bewusstsein erhöht, dass sich so etwas nie wieder wiederholen darf. Besonders beeindruckend ist die Fotoausstellung. Im Vietnamkrieg wurden erstmals Kriegsbilder in Farbe geschossen. Wobei ich die schwarz-weiß Bilder noch berührender fand.

Fortbewegung in Ho Chi Minh Stadt

Von Kampot (Kambodscha) bin ich mit dem Nachtbus über Ha Tien nach HCMC gekommen. Allerdings kam der Bus wirklich mitten in der Nacht an und ließ uns nicht etwa in der Stadt, sondern etwas außerhalb der City raus. Zum Glück habe ich im Bus ein paar Leute kennengelernt, so dass wir uns ein Taxi ins District 1 teilen konnten.

Merke: Unbedingt vorher checken wo der Bus einen rauslässt und wie es dann weitergeht. Vorher am besten auch mit Google Maps checken, wie teuer eine Uber oder Grab-Fahrt in die Stadt ist. Der Taxifahrer wollte 10 Dollar von uns, was mit Sicherheit zu viel war.

Ansonsten liegen die Sehenswürdigkeiten aber sehr nah beieinander und das meiste passiert sowieso in District 1. Man kann also wunderbar laufen und alles zu Fuß erkunden. Zum Flughafen kommt man schon für 5.000 Dong mit dem Bus. Die Linie 152 bringt dich aus District 1 in etwa 30 Minuten zum Tan-Son-Nhat-Flughafen.

Ho Chi Minh Stadt in Vietnam

Ho Chi Minh ist eine unheimlich vielseitige Stadt im Süden Vietnams. Foodies, Kulturliebhaber und Geschichtsinteressierte werden ihren Spaß haben, wenn sie die Stadt entdecken. Ich kann mir gut vorstellen wieder zukommen,  vielleicht das nächste Mal sogar für eine längere Zeit. Das nächste Auslandssemester kommt bestimmt!

Rote Khmer: Was Du über Kambodscha wissen solltest

Kambodscha gilt heute als Backpackerparadies. Erst seit den 90ern wird das Land wieder von Touristen besucht. Vorher herrschte lange Bürgerkrieg.

Jede Familie in Kambodscha hat in dieser Zeit Menschen verloren” erzählt unser Tourguide im Genozid-Museum. Sie selbst habe ihren Vater, ihre Schwester und ihren Bruder in der Zeit der Roten Khmer verloren. Woran ihre Geschwister starben weiß sie bis heute nicht.

Bis zu meinem Besuch in Siem Reap wusste ich nichts von der schlimmen Vergangenheit Kambodschas. In der Schule habe ich nie davon gehört, nie zufällig eine Doku dazu im Fernsehen gesehen. Auch vor meiner Reise habe ich mich abseits von Sehenswürdigkeiten und schönen Orten nicht über Kambodscha informiert. Ich Nachhinein find ich das sehr dumm und ignorant von mir. Die Geschichte eines Landes ist schließlich der Grund warum die Gegenwart ist wie sie ist. Meine Freundin Fernanda empfahl mir einen Besuch des Genozid-Museums sowie der Killing Fields. Nach meinem Besuch im Angkor Park ging es also zurück in die Hauptstadt.

Die Geschichte Kambodschas

Kambodscha war einst eine französische Kolonie und eine Monarchie. Unter dem Einfluss Frankreichs hatte die Königsfamilie allerdings nicht viel zu sagen. Im Zuge der Unabhängigkeit Vietnams von Frankreich, wurde auch Kambodscha frei von ihren Kolonialherren.

Im Hintergrund hatte sich schon lange eine kommunistische Bewegung geformt: Die roten Khmer. Oder auch Khmer Rouge. Khmer bezeichnet die ethische Mehrheit in Kambodscha, Rouge oder Rot ist die Farbe des Kommunismus. Die Bewegung rund um ihren Anführer Pol Pat war verärgert über die Unmündigkeit der eigenen Regierung und der Monarchie. Dem Volk ging es schlecht, die Regierung war korrupt. Jahrelang bildeten die Roten Khmer im Urwald an der vietnamesischen Grenze Soldaten aus, oft noch Kinder.

Der Vietnamkrieg griff auch auf Kambodscha über. Da die Amerikaner Angst vor einem weiteren kommunistischen Staat hatten, intervenierten sich auch in Vietnams Nachbarländern. Nach fünf Jahren voller Kämpfe in Vietnam konnten die Roten Khmer 1975 über die Amerikaner und den eigenen Regierungstruppen siegen.

Zunächst freuten sich die Kambodschaner über den Sieg der Roten Khmer und erhoffte sich Besserung. Die Hauptstadt war von der kommunistischen Bewegung schnell eingenommen. Die Republik Kampuchea wurde ausgerufen. Innerhalb weniger Tage verwandelten die Roten Khmer Phnom Penh in eine Geisterstadt. Sie zwangen die Einwohner aufs Land zu ziehen, um dort eine Agrargesellschaft aufzubauen. Wer sich weigerte wurde erschossen. Doch auch die Märsche zu den Agrarfeldern forderte zahlreiche Tote. Die Nahrung war knapp und der Weg zu den Feldern dauerte Wochen.

Agrargesellschaft ohne Bildung

Die Kommunisten wollten eine einfache Gesellschaft, die unabhängig vom Ausland ist und sich selbst versorgt. Intellektuelle und Mönche wurden getötet. Schon wer eine Fremdsprache beherrschte wurde als Gefahr empfunden, deportiert und getötet. Wahllos wurden Menschen festgenommen, da sie hinter jedem einen Spitzel und Verräter vermuteten. In Phnom Penh wurden die Sträflinge ins S21-Gefängnis gebracht, wo sie gefoltert wurden. Wer nicht im Gefängnis starb, wurde zu den sogenannten Killing Fields deportiert, wo sie gleich nach ihrer Ankunft umgebracht wurden sind.

Geld und Privatbesitz war in dieser Zeit verboten. Religiöse und kulturelle Stätte wurden größtenteils zerstört. In vier Jahren Herrschaft sind mindestens 1,7 Millionen Menschen um ihr Leben gekommen.

Die eigene Paranoia brachte die Roten Khmer schließlich zum Fall. Sie vermuteten, dass Vietnam ins Land einmarschieren wollte und starteten selbst die Offensive gegen ihr Nachbarland. Nachdem sie erfolgreich einige Dörfer einnehmen konnten, konnten das vietnamesische Militär 1979 Phnom Penh einnehmen. Sie marschieren in Kambodscha ein und entdeckten die grausamen Gefängnisse und Killing Fields. Vorher waren die Vorkommnisse in Kambodscha im Ausland völlig unbeachtet.

Ein Grauen ohne Büße

Bis heute wurden die meisten Anführer und Mitläufer der Roten Khmer nicht bestraft. Im Untergrund könnten sie noch bis in die 90er agieren und weiterhin Vernichtungslager betreiben. Die Roten Khmer wurden international als Regierung sogar lange anerkannt. Noch bis 1991 hatten sie einen Sitz bei den Vereinten Nationen. 

Nach dem Sieg der Vietnamesen über Phnom Penh folgten viele Jahre Bürgerkrieg in Kambodscha. Erst 1991 kamen Truppen der Vereinten Nationen ins Land und bildeten eine Übergangsregierung, die Wahlen organisierte und den Waffenstillstand überwachte.

Kambodscha heute

In Städten wie Siem Reap oder Sihanoukville ist diese Vergangenheiten kaum zu spüren. Die Städte haben sich in wahre Touristenhochburgen verwandelt. Voll von Bars, Restaurants und buntem Touriramsch. Doch Phnom Penh sieht in vielen Ecken noch aus wie eine Geisterstadt. Die grauen Fassaden und die tristen Straßenzüge stehen im Widerspruch zu anderen asiatischen Metropolen. Die Veränderung kommt langsam. An immer mehr Ecken entstehen riesige Baustellen. Bald werden sich Supersize-Malls und Luxus-Hotels die Skyline teilen.

Kambodscha hat damals beinahe eine ganze Generation verloren. Kaum einer spricht heute Englisch, viele können weder lesen noch schreiben. Die Arbeitslosigkeit ist groß. In der technischen Entwicklung hängt Kambodscha hinterher. Landminen schlummern versteckt unter abgelegenen Feldern und Wegen.

Die Geschichte von Kambodscha hat mich sprachlos zurückgelassen. Wie kann es sein, dass ich in 23 Jahren nicht einmal von diesem Genozid am eigenen Volk gehört habe? Auch wenn man sich im Urlaub oder beim Reisen lieber mit schönen Dinge beschäftigt, ist der Besuch des Genozid-Museums und der Killing Fields ein Muss. 

Für den Besuch des Genozid-Museums und der Killing Fields habe ich eine Tour über Viator gebucht, mit der ich sehr zufrieden war. Nur die Zeit war leider etwas knapp, so dass im Museum nur eine kurze Tour möglich war.

Natürlich ist das nur eine Zusammenfassung der Geschehnisse, die keinesfalls die ganze Tragik und dem Ausmaß gerecht werden kann.

Follow my blog with Bloglovin

Kambodscha: Zwei Tage in Phnom Penh

Vor Phnom Penh hatte ich ein bisschen Angst. Warum das Quatsch war und wie ich überhaupt in der kambodschanischen Hauptstadt gelandet bin:

Als ich Ende Dezember an der Schlange der Passkontrolle in Bangkok stand, bekam ich einen kleinen Anfall. Ich war mir plötzlich nicht mehr sicher, ob das Visum für Thailand umsonst ist und ob ich nicht einen Weiterflug benötige. Die Nacht vorher habe ich in Jakarta meinen letzten Abend mit Freunden gefeiert, aufgewacht bin ich morgens eher aus Zufall und gepackt hab ich innerhalb von 30 Minuten. Die 3 1/2 Stunden Flug von Jakarta nach Bangkok hab ich damit verbracht immer wieder mit meinem Kopf gegen den Sitz vor mir zu knallen. Immer wieder.

Ich war müde, wahrscheinlich noch nicht ganz nüchtern und hatte Hunger. Völlig übernächtigt war ich auf einmal der festen Überzeugung einen Weiterflug aus Thailand zu brauchen, um das Visum zu bekommen. Also raus aus der Schlange, freies WIFI gesucht und völlig verballert einen Flug nach Phnom Penh, Hauptstadt von Kambodscha, gebucht. Danach hab ich mich noch kurz mit dem Mann vom Geldschalter angelegt, weil er meine Indonesischen Rupiah partout nicht in Thailändische Baht tauschen wollte.

Ende vom Lied: Mit deutschem Pass braucht man als Tourist kein Visum, es gibt dementsprechend auch keine Gebühr und einen Weiterflug habe ich auch nicht gebraucht.

Die Einreise nach Kambodscha

Dank meines kleinen Nervenzusammenbruchs stand ich also knapp zwei Wochen später wieder am Don Mueng Flughafen von Bangkok. Deutlich entspannter gab es dieses Mal keine Probleme. Dank des frühen Flugs war es in am kambodschanischen Flughafen morgens noch ruhig und der ganze Immigration-Prozess ging richtig flott.

Für Kambodscha braucht es allerdings ein Visa-On-Arrival. Für den Antrag fühlt ihr am Flughafen einen Zettel aus und braucht außerdem ein Passfoto. Die Visagebühr beträgt 30 US-Dollar. In Kambodscha werden größere Summen in amerikanischen Dollar gezahlt. Das Wechselgeld gibt es dann meist in der kambodschanischen Währung Riel.

Phnom Penh: Eine gefährliche Stadt?

Mit einem Tuk-Tuk ging es dann in die Stadt zum Hostel. Als ich dort eincheckte, beklagte sich gerade ein anderer Gast darüber, das am Abend zuvor sein Smartphone aus seiner Hand geklaut wurde. An der Rezeption wollte man mich sofort belehren, ich solle ja nicht meine Wertgegenstände in der Öffentlichkeit spazieren führen. Das gilt für ganz Asien, in Kambodscha wird das gerne besonders betont. “Ich hab in Jakarta gelebt, ich kenne das”, denke ich etwas großkotzig. Trotzdem mache ich mich eine halbe Stunde später etwas mulmig auf den Weg um die Stadt zu entdecken.

Phnom Penh liegt in der Entwicklung etwa 10 Jahre hinter Jakarta und locker 20 hinter Bangkok. Durch den langen Bürgerkrieg in Kambodscha entwickelt sich der Tourismus erst langsam wieder seit den 90ern. Dazu ist Kambodscha eines der ärmsten Länder der Welt, das Geld für Hotels und Co kommt also von ausländischen Investoren.

Die kambodschanische Hauptstadt wird sich in den nächsten Jahren wahnsinnig entwickeln. Noch kann man aber einen Hauch des ursprünglichen Asiens entdecken. Phnom Penh, lange eine Geisterstadt, ist noch nicht von Einkaufszentren und internationalen Ketten eingenommen. Es gibt kein Starbucks, kein McDonalds. Stattdessen kann man das alltägliche Leben beobachten.

Tuk Tuk, Lady?

Dieses Ursprünglich, nicht-Internationale kann einen etwas Angst machen. Alle fünf Meter ruft jemand „Tuk Tuk Lady?“. Ich sage „No“ oder schüttle mit dem Kopf. Nach ein paar Sekunden geht das Spiel von vorne los. Es ist anstrengend und etwas bedrängend. Ich will eigentlich zum Königspalast, habe mich aber verlaufen. Um auf mein Smartphone zu schauen, gucke ich mir erst eine sichere Ecke aus. Ich hab echt Angst, dass mir mein Handy geklaut wird.

Im Endeffekt habe ich den Palast gefunden, wurde nicht beklaut und habe mich sogar gewappnet gefühlt für diese Stadt. Nach Siem Reap bin ich sogar noch einmal für zwei Tage zurück nach Phnom Penh gekommen, um mehr über die Geschichte Kambodschas zu erfahren.

Phnom Penh ist nicht gefährlich. Aber es gibt es paar Menschen dort, die Chancen nutzen, wenn sie sich ergeben. Man muss nicht super vorsichtig durch die Stadt schleichen, aber bewusst und aufmerksam. Dann klappt auch alles!

Phnom Penh Hausfassaden

Phnom Penh Hausfassaden

Phnom Penh Post Office

Phnom Penh Ufer Riverside

Thailand: Cafes in Chiang Mai

Chiang Mai ist ein Paradies für jeden, der schöne inhabergeführte Geschäfte und guten Kaffee mag. Meine liebsten Entdeckungen:

Meine neue thailändische Lieblingsstadt vereint so ziemlich alles, was ich liebe. Freies Wifi, All-Day-Breakfast und guten Kaffee. Dazu kommt das hervorragende Wetter, die vielen Tempel und tolle Streetart. Ich hätte kein Problem hier zu bleiben. So für immer vielleicht.

Meine Zeit in Chiang Mai hab ich vor allem mit Herumwandern und in Cafes sitzend verbracht. Eine gute Gelegenheit also, um die tollen Läden vorzustellen, in denen ich meine Zeit vertrödelt gearbeitet habe 👩‍💻💪🏼

CAMP – Das Co-Working Mekka

Chiang Mai Cafe CAMP

CAMP ist ein riesiger Co-Working-Place in der Maya Mall. Bei jeder Bestellung über 50 Baht gibt es den WIFI-Passcode, der zwei Stunden gültig ist. Damit kann man sich in dem riesigen Raum gemütlich machen. Ob an Stehhockern, auf einem Sofa oder ganz gewöhnlich an Stuhl und Tisch.

Hier treffen sich Kreative, digitale Normaden, aber auch Schüler und Studenten. Jeder Platz hat eine Steckdose und die produktive Atmosphäre steckt richtig an. Wenn man verlässliches Internet braucht oder einfach gerne in Co-Working-Cafes rumhängt, genau das Richtige!

Ristr8to Lab

Chiang Mai Cafe Restr8to Lab

Das Ristr8to Lab ist das wohl bekannteste Cafe in Chiang Mai und damit sowas wie ein Must-Visit. Ein Besuch lohnt sich an allen Fronten. Die Location ist super, der Kaffee richtig lecker und die Jungs, die das Cafes leiten, sind super drauf und mit Spaß bei der Sache.

Die großen Glasfenster des Cafes sind geöffnet, wodurch man eigentlich auf jedem Platz draußen sitzt. Die Einrichtung ist einfach und ein bisschen rustikal, genau meins also.

Die Betreiber des Labs sind übrigens preisgekrönt. Für die Latte Art, also die Milchschaum-Verzierung des Kaffees, gab es mehrere internationale Awards. Auf meinem Flat White durfte ich mich über einen Engel freuen. Was du wohl bekommst?

Artisan

Cafe Chiang Mai Artisan

Das Artisan liegt etwas außerhalb, ist einen Besuch aber in jedem Fall wert. Die Stimmung ist ruhig, kreativ und im Hintergrund lief während meines Besuchs Chet Faker. Grund genug also, um eine Weile zu bleiben. Auch hier ist die Einrichtung puristisch-rustikal und richtig gemütlich.

Bei einem Kaffee lässt sich hier außerdem wunderbar arbeiten. Richtig schön sind auch die Plätze auf der kleinen Terrasse, die mit vielen Pflanzen verziert ist 🌱

Clay Studio Coffee

Cafes Chiang Mai Clay Coffee Studio

Das kleine Cafe liegt ein bisschen versteckt in Chiang Mais Altstadt. Besonders schön fand ich die vielen Pflanzen und die buddhistischen Figuren, die im ganzen Garten verstreut waren. Da es während meines Besuchs leider regnerisch war, musste ich drinnen Platz nehmen. Doch auch hier ist die Stimmung entspannt und das Personal sehr lieb!

Da das Cafe ein bisschen versteckt ist, ist es hier relativ ruhig und man kann Chiang Mais entspannten Trubel eine Weile entfliehen.

Cafes in Chiang Mai: Nice Kitchen

Cafes Chiang Mai Nice Kitchen

Zum Schluss ein kleines Highlight. Wer zur Nice Kitchen möchte, durchquerte zuerst einen kleinen traditionellen Markt mit frischen Früchten, Gemüse und Fisch. Nach dem Markt schlängeln sich viele Restaurants aneinander. Unter anderem auch Nice Kitchen. Hier gibt es selbstgemachtes und organisches Essen. Außerdem gibt es eine gute Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten. Das Müsli kann ich schon einmal empfehlen. Sehr lecker!

Manche der Cafes habe ich durch Blogs entdeckt. Über andere bin ich einfach gestolpert. Augen offen halten lohnt sich in jedem Fall in Chiang Mai!

 

Bangkok: Eindrücke aus der thailändischen Hauptstadt

Bangkok ist eine Wahnsinnstadt; keine Frage. So richtig beeindrucken konnte mich Thailands Hauptstadt trotzdem nicht. Ein Rückblick.

Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen erleichtert, dass mir Bangkok nur so mittelgut gefallen hat. Bis jetzt mochte ich nämlich jede Stadt, die ich in Europa oder Asien bereist hatte. Das erweckte bei mir selbst fast den Eindruck, ich sei unkritisch und würde für jeden Quatsch applaudieren.

Bangkok ist nicht schön

Die thailändische Hauptstadt ist nicht schön. Der Skytrain zieht sich auf riesigen Betonträgern durch die Stadt, die Kabel des Telekommunikationsnetzes hängen träge über den Straßen, die Hausfassaden sind blass, die Farbe längst abgeblättert. Doch zwischen den Betonmassen ist es unheimlich lebhaft.

An beinahe jeder Straßenecke wird frisch geschnittenes Obst verkauft, in den Nebenstraßen reihen sich die Streetfood-Wagen, es riecht nach Thaifood, nach Chili und Koriander. Das berühmte Pad Thai wird neben verschiedenen Fleischspießen verkauft. Im Hintergrund erleuchten riesige Einkaufszentrum den Himmel und  buhlen um die Aufmerksamkeit der Touristen.

Die Stadt reißt mit. Es macht Spaß sich anonym von der Menge treiben zu lassen, kleine Cafes zu entdecken und sich plötzlich im Nirgendwo wiederzufinden. Dieses kurze Gefühl sich verlaufen zu haben und dann merken, dass es egal ist, weil man ja eh keine Termine hat. Das Herumhantieren mit Google Maps, damit ich doch noch zum Hostel zurückfinde.

Bangkok hat was und ich kann jeden verstehen, der die Stadt magisch findet. Ich hatte viel Spaß, war aber auch froh als es für mich weiter nach Chiang Mai ging. Sechs Tage in der Stadt waren mir zu viel. Ich würde sagen, es reichen drei bis vier Tage, um sich entspannt einen Eindruck zu verschaffen.

Bangkok ist so lala

Bangkok ist eine der meist besuchten Städte der Welt und das merkt man auch. Überall sind Touristen, alle möglichen Sprachen prasseln von allen Seiten auf einen ein. Damit sich die Touristen wohl fühlen, tut man in Thailand einiges. Die meisten Beschriftungen gibt es auch in normalen Buchstaben und der Skytrain ist komplett international ausgerichtet.

Bangkok ist ok, so lala eben. Bunter, touristischer, internationaler und sauberer als Jakarta. Für viele Backpacker ist Bangkok das erste Reiseziel in Asien. Die erste asiatische Großstadt. Dann muss die Stadt beeindruckend sein. Doch wenn man fünf Monate im chaotischen Jakarta gelebt hat, kann Bangkok einfach nicht mehr vom Hocker reissen.

Eindrücke aus Bangkok

Bangkok Central World

Central World ist die größte Mall in Bangkok und kaum zu übersehen. Die gelben Lichtern zeigen eine weihnachtliche Lichtinstallation, die auf dem großen Platz vor dem Einkaufszentrum aufbaut war.

Den “Winter Camp Market” habe ich durch Zufall entdeckt. Bisschen Berlin-Hipster-mäßig gab es hier leckeres Thaifood und Säfte aus Papaya, Mango und vielen anderen frischen Früchten.

Bangkok - Buddha in Plastik

Eines meiner Lieblingsbilder aus Bangkok, weil es so abstrus ist. In den vielen Tempel werden die Statuen angebetet und dann gehe ich nichtsahnend um eine Straßenecke und entdecke hunderte buddhistische Figuren aufgereiht und in Plastik verpackt.

Und schließlich ein paar Eindrücke aus Bangkok abseits der Hauptstraßen als ich einfach durch die Gegend gestolpert bin.