Ein Album voller Sommerhits: “American Teen” von Khalid

Khalid ist ein 18-jähriger Musiker aus Mexiko, der das perfekte Album abgeliefert hat. Meine liebsten Sommerhits:

Ich bin heiß auf neue Musik. Und doch klicke ich immer wieder auf “American Teen” von Khalid. Bei jedem Durchhören entdecke ich ein neues Lied, dass ich im Cabrio bei 30 Grad hören möchte.

American Teen – Ein Album voller Sommerhits

Ich bin ein wenig egoistisch und würde “American Teen” am liebsten für mich behalten wie eine Schatztruhe, in der dunkle Schokolade versteckt ist. Der momentan heißeste Anwärter für meinen persönlichen Sommerhit des Jahres 2017 findet sich noch nicht in den deutschen Top 50. Für mich komplett unverständlich.

Khalid, das ist der 18-jährige Musiker aus El Paso in Mexiko. Die Herausforderungen und Freuden des Teenagerlebens widmet er sich ausgiebig auf seinem Debütalbum “American Teen“. Seine soulige Stimme verleiht den Themen ihre Größe und erstickt jedem Vorwurf der Belanglosigkeit im Keim.

Große Stimme für die kleinen Themen

Mit dem gleichnamigen Track führt uns Khalid zurück in das Leben als Teenager. Es riecht nach Unbeschwertheit und nicht nach einem Pile of Shame aus Rechnung auf der Anrichte und durchgesuppten Müllbeuteln. Selbst unser ewiges Verlangen nach Unverbindlichkeit klingt in “Young Dumb & Broke” nach der Idee des Sommers.

Neben den Vorzügen des Jung-Seins handelt Khalids Erstling vor allem von der Liebe. Kitschig wird es dabei zum Glück nie. Stattdessen beweist er, dass er ein Kind dieser Zeit ist, in der Digitales einen absurd großen Teil unserer Liebeslebens ausmacht.

Saved” widmet er dem Mädchen, dessen Nummer er immer noch auf dem Telefon gespeichert hat. Just in case halt. Und wenn in “Location” der Refrain (“Send my your location, let’s focus on communicating”) einsetzt, hätte ich am liebsten auch jemanden, zu dem mir kein Weg zu weit wäre.

Andere Anspieltipps sind “Another Sad Love Song” und einer meiner absoluten Favoriten: “8teen“. Beat und Text lassen mich sofort wieder 18 sein wollen. Und wer will das normalerweise schon?

Khalid hat amerikanische Popmusik nicht neu erfunden, aber wieder hörbar gemacht. Nichts klingt billig oder überproduziert. Dazu kommt seine tolle Stimme, die Texte über die Jugend so bedeutungsvoll werden lässt.

Ich hab mein Sommeralbum bereits gefunden!

“American Teen” von Khalid

American Teen findest Du bei Amazon*, Spotify und überall, wo es Musik gibt.

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Ein letztes Abenteuer: Raja Ampat in Indonesien

Unberührte Natur, weiße Sandstrände und türkises Wasser. Raja Ampat wird zurecht von vielen als “das letzte Paradies” bezeichnet. Mit meinem Besuch der Inselgruppe von Papua in Indonesien habe ich mir einen Traum erfüllt. Und ein richtiges Abenteuer abseits des Massentourismus erlebt.

30 Grad, leuchtender Sand, glitzerndes Meer und tausende Menschen, die wie Sardinen eng aneinander am Strand liegen. Dieses Bild hatte ich vor ein paar Monaten noch vor Augen, wenn ich an Strand und Meer dachte. Was für Mallorca und die Küste Italiens wohl stimmt, ist in Asien anders. Hier gibt es sie noch, die verlassenen Strände und Buchten; die Geheimtipps.

Raja Ampat Wasser türkis Meer

Einer dieser Geheimtipps ist Raja Ampat. Wer diesen Namen in Indonesien fallen lässt, wird in leuchtende Augen schauen. Die Inselgruppe kennt in Deutschland so gut wie niemand, in Indonesien gilt Raja Ampat als “das letzte Paradies“. Dennoch schaffen es nur wenige Einheimische zu den Inseln. Laut der Jakarta Post zählt Raja Ampat nur 20.000 Touristen im Jahr. Denn der Weg nach Raja Ampat ist umständlich und es gilt als teuer. Aber eben auch als wunderschön!

Wie kommt man nach Raja Ampat?

Raja Ampat Boat

Das größte Abenteuer an Raja Ampat ist wahrscheinlich die Anfahrt. Um zu den Inseln zu kommen, muss man zunächst nach Sorong fliegen. Sorong, die Hauptstadt von Papua, hat allerdings nur einen Domestic Airport. Man muss also über Jakarta oder aus Makassar reinfliegen. Ich bin von Bali über Makassar geflogen. Dazu kommt, dass die Flugzeiten nicht aufeinander abgestimmt sind. Ich saß also über Nacht acht Stunden im Flughafen von Makassar.

Um sieben Uhr morgens landete ich in Sorong. Die nächste Fähre sollte erst in ein paar Stunden gehen, ich wollte mir die Zeit in einem Cafe vertreiben. Am Flughafen in Sorong gibt es allerdings gar nichts. Nach der Ankunftshalle folgt sofort der Bürgersteig und schließlich der Besucherparkplatz. Keine Shops oder Cafes, nur ein kleines ATM-Center. Bei meinem kleinen Abstecher in die Stadt wurde ich von den Einheimisch angeschaut wie ein verrücktes Alien. Denn im Flughafen-Vorort verirrt sich sonst wohl nie ein Tourist.

Also zurück zum Flughafen. Dort warten dutzende Taxifahrer auf dich. Für 100.000 Rupiah (ca. 7 Euro) bringen sie dich zum Hafen. Ein Motorbike bekommst du schon für 50.000 Rupiah.

Der Hafen von Sorong ist ähnlich trostlos. Dort konnte ich nach etwa einer Stunde Warten mein Ticket für die Fähre für 130.000 Rupiah kaufen. Danach hieß es noch einmal drei Stunden warten bis die Fähre eintrifft. Mit der Fähre geht es dann drei Stunden nach Waisai zum Hafen. Durch das ewige Warten war ich also gute 24 Stunden unterwegs.

Beim Verlassen der Insel wird es ähnlich langwierig. Die Fähre kommt erst gegen Nachmittag in Sorong an, die Flüge aus Sorong gehen aber am Vormittag. Daher musste ich eine Nacht in Sorong verbringen. Über Traveloka bin ich günstig auf das City Home Stay gestoßen. In Hotelnähe schwelgt man da nicht gerade in Luxus, aber hat doch alles, was man für eine Nacht braucht.

Raja Ampat Markt Raja Ampat Market

 

Lohnt sich Raja Ampat?

Nach Raja Ampat zu kommen war richtig anstrengend. Vor allem allein ist die Warterei ziemlich langweilig und anstrengend. Für die Strapazen wurde ich mit einer herrlichen, beinahe unberührten Natur belohnt. Raja Ampat ist einfach wunderschön und ruhig.

Ich war viel Schnorcheln und habe nie zuvor so eine farbenfrohe Unterwasserwelt gesehen. Riesige Korallen, viele bunte Fische und klares Wasser. Die Artenvielfalt in Raja Ampat ist sogar größer als in Australiens Great Barrier Reef.

Mein Tourguide hat mich zu menschenleeren Stränden gebracht. Mit dem Motorroller sind wir kilometerweit über kleine Straßen gebrettert, umgeben nur von Grün. Diese pure Schönheit der Natur ist kaum zu beschreiben und schlecht festzuhalten.

Schon jetzt gibt es auf Raja Ampat viele kleine Dive Resorts. Die Inselgruppe wird sich allzu schnell nicht zum Touristenmagneten entwickeln, aber sicherlich stark verändern. Ein paar Jahre wird “the last Paradise” also noch so wunderschön bleiben. Ich hoffe, ich schaffe es in der Zeit noch einmal ein paar Freunde zusammenzutrommeln und Raja Ampat erneut zu entdecken. Es gibt noch viel zu sehen!

Über Raja Ampat

Raja Ampat Natur

Raja Ampat gehört zu Indonesiens Provinz Papua und liegt weit im Osten des Landes hinter den Molukken. An der Ostseite grenzt Papua an das Land Papua-Neuguinea. Der Name Raja Ampat (dt: Vier Könige) bezieht sich auf die vier Hauptinseln Waigeo, Misool, Salawati und Batanta. Insgesamt gehören aber etwa 1800 Inseln zu Raja Ampat.

Obwohl die offizielle Amtssprache in Indonesien Bahasa Indonesia ist, wird diese von vielen Menschen in Papua nicht gesprochen. Typisch für Indonesien haben viele Inseln und Dörfer eine eigenständige Kultur und eine eigene Sprache, die sich stark vom Rest Indonesiens unterscheiden kann. Wer Indonesisch spricht, kann sich also nicht unbedingt überall auf Raja Ampat mit Einheimischen verständigen.

Tipps für Raja Ampat

  • Verschaffe dir vorher einen guten Überblick über die verschiedenen Inseln, damit du planen kannst, was du sehen möchtest
  • In Raja Ampat braucht man in jedem Fall ein Tourguide, weil man allein nicht weit kommt und es auch viel zu teuer wäre. Am besten kontaktierst du schon vor deiner Reise deine Unterkuft und erkundigst dich nach Touren
  • In Sorong unbedingt noch einmal Geld abheben. In Waisai gibt es zwar ATMs, aber woanders ist das nicht garantiert
  • In vielen Guesthouses und Homestays gibt es kein Wifi. Vorher deswegen alles gut planen und notieren!
  • Die Fähre kommt immer in Waisai am Hafen an und die meisten Unterkünfte holen dich dort auch ab. Vorher trotzdem checken, ob das geregelt ist!
  • Einen Fährenplan  gibt es zwar, allerdings darf man diesem nicht zu viel Glauben schenken. Zeiten ändern sich gerne spontan.
  • Generell gilt für Raja Ampat: Planung ist alles. Hier gibt es kein Mitlauf-Tourismus, dir werden keine Angebote vor die Füße geworfen. Man muss selbst schauen, wo man bleibt.

Raja Ampat Sunset Sonnenuntergang

Love Fool: Wir glauben an die Liebe!

In Zeiten von proklamierter Beziehungsunfähigkeit gehen die Redakteurinnen vom amazed mag einen anderen Weg. Sie glauben nicht nur an Liebe, sie feiern sie.

Liebe bestaunen wir in Filme und traurigen Liedern. Aber wir selbst brauchen Freiheit und Unabhängigkeit; zumindest denken wir das.

Lass’ uns doch mal was Verrücktes tun und wieder an Liebe glauben!

Daran glauben, dass es einen Menschen gibt, mit dem dieser ganze Wahnsinn in der Welt zu ertragen ist. Mit dem man gern sein Bett teilt. Und seine Pizza. Jemand, der unsere Freiheit nicht einschränkt, sondern uns neue Perspektiven bietet.

Ja, klingt alles etwas kitschig. Aber auch sehr schön.

Die Mädels von amazed glauben noch an die Liebe. Und um die schöne Alltäglichkeit der Liebe zu beweisen, hat Antonia die Serie “Love Fool” geschaffen. Bisher hat sie mit einer Hochzeitsplanerin und einer Standesbeamtin gesprochen.

Beide Frauen können bestätigen: Liebe gibt es noch. Egal ob sie für drei Monate im Höhenflug oder drei Jahrzehnte reicht. Die Zahl der Paare, die zum Traualtar spaziert, steigt seit Jahren. Und dabei ist das Bild der Liebe längst nicht so antiquiert, wie man uns gerne glauben lassen möchte. Aber lest selbst:

Love Fool: Feiert die Liebe!

Wir brauchen ein Gegenstück – Hochzeitsplanerin

Let’s get married – Standesbeamtin

Liebe ist was persönliches. Wir alle haben unsere Erfahrungen und unsere Geschichten zu erzählen. Ob wir an Traumprinzen, Schicksal oder sonst was glauben ist jedem für sich überlassen.

Einen Gegengewicht zu setzen, gegen forever alone und dem komischen Verständnis von Unabhängigkeit, finde ich trotzdem wichtig.

Danke amazed💚

Medium: Neues Bezahlmodell für Blogging-Plattform

Medium wird von Journalisten und Medienschaffenden geliebt. Kam aber nie auf den grünen Zweig. Das neue Bezahlmodell soll das ändern.

Für gute Inhalte muss bezahlt werden. Ein nicht ganz falscher Ansatz. Schließlich müssen Reportagen, Hintergrundberichte und Porträts finanziert werden. Zahlreiche Paywalls bei der Bild Zeitung, der Zeit und dem Spiegel versuchen den Leser zum Zahlen zu motivieren.

Eilmeldungen und Basic-News gibt es für umme, für mehr Inhalt muss bezahlt werden.

Auch Medium möchte diesen Weg nun einschlagen. Medium ist eine Blogging-Plattform, die für ihre Einfachheit bekannt ist. Der Editor ist einfach zu benutzen, trotzdem sehen veröffentlichte Artikel wertig aus. Auf Medium kann jeder schreiben; ob CEO eines internationalen Unternehmens, Putzfrau oder StudentIn aus einem Entwicklungsland.

Bisher war Medium für alle umsonst. Nur ist auch für den Gründer und sein Team bisher keine grüne Zahl herausgesprungen. Nach einem gescheiterten Versuch mit Native Advertising soll es nun anders laufen. Bestimmt Artikel werden in Zukunft nur für Mitglieder verfügbar sein. Solch Mitgliedschaften müssen natürlich vom Nutzer bezahlt werden.

Würde ich für Medium bezahlen? Nö!

Ich finde Medium großartig, denn es verbindet mich mit Menschen und Geschichten, denen ich sonst gar nicht begegnen würde.

Medium ist allerdings auch das Quellbecken für Selfie-Journalismus. Menschen berichten von ihrem Leben, ihren Problemen, ihren Lösungen. Auf Zahlen, Statistiken, universelle Beispiele verzichten sie dabei gerne.

“Let me break down exactly how we’ve screwed over creative people”

“Google and Facebook Can’t Just Make Fake News Disappear”

“I quit toilet paper for a month – Here is what happened”

Jup. In eine kleine Überschrift können viele Versprechungen passen. Die Ansichten sind oft interessant und zeigen anderen Perspektiven. Es sind meistens keine Must-Reads, aber sie bereichern meine Meinungsbildung.. Aber es ist nicht relevant.

Nun steckt Mediums neues Mitgliedschaftsmodell noch in den Kinderschuhen. Die Öffentlichkeit weiß noch nicht, was man wirklich für sein Geld bekommt. Aber ich bezweifle, dass es Content sein wird, für den ich Geld ausgeben möchte.

 

Der erste nicht so schlaue Move ist einen Artikel über die Ansprüchen des neuen Bezahlmodells hinter eben dieser Paywall zu verstecken.

Ernsthaft, Medium?

 

Musik Neuentdeckung: Rapper Rin mit Cloud Rap

Cloud Rap verprellt die Konventionen des Deutschraps. Statt protzigen Edelkarren gibt es Hustensaft und wackelige Videos. Ein Hoffnungsträger heißt Rin:

Wenn Du willst sind wir immer alleine (alleine),
Fahren Taxi Babe, rennen raus denn,
Denn ich hab’ kein Geld, nur mich selbst,
Ich geb’ Dir mein Herz, meine Kippen, meine Welt, mein Busticket, mein letztes Hemd (allerletztes Hemd), RIN – Mercedes

Für Kenner der Szene ist Rin kein neuer Name. Cloud Rap fand ich bis dato nur immer belanglos und quatschig. Ironisch Musik hören ist für mich Zeitverschwendung. Daher ist Cloud Rap nach dem ersten Reinhören komplett durch mein Raster gefallen. Nun bin ich wohl bereit dafür und hab richtig Lust mich in der Szene etwas umzuhören.

Rin kommt aus Stuttgart und war bis September letzten Jahres bei Berliner Indie-Label livefromearth unter Vertrag. Nun scheint er bei Division gesignt zu sein. Bisher findet der geneigte Hörer zahlreiche Youtube-Videos und die Genesis EP auf Bandcamp von ihm. Für die Zukunft können wir allerdings viel erwarten.

Und Cloud Rap nicht nur rein musikalisch interessant. Während bekannte Rapper auf dicke Amazon-Boxen setzen und vor jedem Release einen Interview-Marathon starten, sträuben sich Rapper wie Rin genau dagegen. Promotion gibt es kaum, Alben werden gerne mal vor free rausgehauen. Alles wirkt natürlich, oft etwas naiv und stümperhaft. Dafür gibt es eine Menge Output.

Mittlerweile kommt mir Cloud Rap vor wie der Sturm und Drang des deutschen Hip-Hops. Ebenso wie in der Literatur-Epoche wirken die Interpreten sehr jugendlich und unbekümmert, die Videos spielen oft in der Natur und die Texte spielen mit romantischen Metaphern, wenn auch auf einer andere Ebene als Schiller und Lessing.

 

 

Indonesien: 8 Gründe um Makassar zu besuchen

Makassar ist die Hauptstadt der Provinz Sulawesi. Neben dem authentischen Stadtleben beeindruckt vor allem die Natur.

Obwohl Makassar ebenso eine Großstadt ist, zieht sich durch die Hauptstadt von Sulawesi kein Schwarm aus Wolkenkratzern wie in Jakarta. Die Stadt ist bodenständiger, fühlt sich asiatischer an und hat dank zahlreicher internationaler Ketten trotzdem alles was man sich wünscht. Richtig spannend wird es allerdings wenn du die Stadt verlässt und dich von der Natur begeistern lässt.

Was sonst so für Makassar in Südsulawesi spricht:

EINS: Kein typisches Reiseziel

Es ist als hätte jemand eine Schablone über Südostasien gelegt. Jeder, den man unterwegs trifft, reist die selbe Route. Thailand – Kambodscha – Vietnam – Laos – Myanmar. Ich kann es verstehen, jedes der Länder ist einen Besuch wert. Aber doch fühlt man sich irgendwann wie der langweiligste Mensch der Welt, wenn man dieser Schablone einfach folgt. Makassar dagegen ist kein typisches Reiseziel; zumindest nicht bei Europäern. Daher erhascht man ein Blick auf eine Stadt, die irgendwo zwischen international und eigenbrödlerisch steckt. Der Einfluss von Touristen und vor allem der Tourismus-Industrie ist hier minimal. Wenn du hier durch die Straßen flanierst, siehst du ein typisches Stadtleben in Indonesien.

ZWEI: Übernachte im ersten POD Hostel in Indonesien

In Makassar habe ich im POD Hostel direkt an der Promenade geschlafen. Das Hostel war eines der saubersten, in dem ich je geschlafen habe. Ich liebe ja generell Capsule Hostels, weil die kleinen Butzen einfach etwas Privatsphäre ermöglichen. Das Hostel ist zwar etwas teurer, aber der Preis lohnt sich. Morgens gibt es gratis Frühstück im hauseigenen Restaurant und die Mitarbeiter sind alle sehr freundlich. Dazu ist die Lage unschlagbar!

Pod Hostel Makassar

DREI: Das Essen

Makassar Streetfood

Über Indonesien kann man keine Listen schreiben ohne das Essen zu erwähnen. In Makassar gibt es unheimlich viel Streetfood, dass sich zu probieren lohnt. Auch hier ist die Promenade am besten. Dort reihen sind mehrere Stände aneinander, wo es typische indonesische Gerichte wie Gado-Gado oder Nasi Goreng gibt. Außerdem gibt es Pisang Epe (gegrillte Banane). Typisch für Makassar ist außerdem Coto, eine Rindfleischsuppe.

Wenn du Sulawesi besuchst, solltest du unbedingt den Kaffee probieren. Indonesien ist einer der größten Kaffee-Exporteure der Welt und vor Ort schmeckt es natürlich besonders gut!

VIER: Die niederfländische Vergangenheit

Die Kolonialzeit sieht man Indonesien noch heute an. Die europäischen Bauten bilden einen spannenden Kontrast zu der eher einfachen indonesischen Bauweise. Fort Rotterdam ist eines der bekanntesten Überbleibsel der niederländischen Kolonialzeit und befindet sich neben dem Hafen in  Makassar.

FÜNF: Sei ein Bule

Wenn du bereits in Indonesien warst, kennst du den Begriff “Bule” sicherlich. So nennen die IndonesierInnen Weiße aus dem Westen. Die Bedeutung kommt wohl ursprünglich vom indonesischen Wort für Albino.

Makassar Street

Wenn du in Makassar durch die Straßen spazierst, wirst du ständig Bule genannt. Außerdem werden Leute Fotos mit dir machen wollen. Einfach lächeln und mitmachen. Wo kann man sich sonst wie ein Promi fühlen?

SECHS: Pantai Losari und die Promenade

Makassar Promenade

Die Promenade ist zweifelsfrei der schönste Teil von Makassar. Hier gibt es viel zu fotografieren und bei schönem Wetter lässt es sich hier auch eine Weile in der Sonne aushalten.

SIEBEN: Die Umgebung

Makassar Sulawesi Karst

Sulawesi bietet eine wunderschöne Landschaft. Wer Makassar besucht, sollte auf jeden Fall an einem Tag raus in die Natur. Ich habe während meines Besuchs Rammang-Rammang (auch Rammang2) besucht. Der Karst ist wenig besucht und wirklich ziemlich off-track. Zuerst mietet man sich ein kleines Boot und wird durch den Fluss geschippert. Später geht man zwischen Reisfeldern und dem Gestein auf Erkundungstour. Die Landschaft ist wunderschön und der Ausflug ein richtiges Erlebnis, da man auf in dem kleinen Dorf auf Einheimische trifft, die vollkommen ab vom Schuss leben. Atemberaubend!

Makassar rammang rammang

ACHT: Besuche den Pasar Sentral

Richtig indonesisch wird es auf Märkten. Frischer Fisch, der vor sich hin stinkt, Unmengen Obst und Gemüse in bunten Farben und Kleidung, die in der Sonne ausbleicht. Einmal durch die engen Gassen wandern ist super interessant, weil es einen Einblick in der Alltag der Einheimischen gibt.

 

Makassar ist leider die einzige Stadt in Sulawesi, die ich besucht habe. Ich will aber unbedingt zurück und durch den Rest der Inseln reisen. Im Hostel traf ich jemanden, der genau das gemacht hat und komplett begeistert war. Mein nächster Besuch in Sulawesi kommt also bestimmt.

Makassar Masjid Amirul

Vietnam: Zwei Tage in Ho Chi Minh Stadt

Vietnam hat jeder auf seiner Südostasien-Liste. Ho Chi Minh Stadt begeistert mit Streetart, Pho und Motorbikes.

Die Ampel schaltet grün, hunderte Motorbikes starten durch. Innerhalb von Sekunden ist die Kreuzung eingenommen von den Zweirädern. Geradeaus, Links, Rechts. Die Fahrtrichtung spielt keine Rolle. Wer nicht aufpasst, steht mitten auf der Kreuzung wenn das Chaos ausbricht.

Ho Chi Minh City

Ho Chi Minh Stadt ist bekannt für das Motorbike-Chaos. Vierköpfige Familien teilen sich einen Motorroller und jagen durch die Millionenstadt. In Vietnam die Straße zu überqueren ist eine kleine Herausforderung. Mitten in diesem Wahnsinn bin ich pünktlich zum chinesischen Neujahrsfest gelandet. Die Stadt war überfüllt mit Touristen, gleichzeitig waren viele Geschäfte und Restaurants geschlossen. Nicht der beste Zeitpunkt um die Stadt zu erkunden. Gefallen hat es mir trotzdem so gut, dass ich auf jeden Fall wiederkommen werde!

Die Sehenswürdigkeiten

Vietnam war beinahe 100 Jahre eine französische Kolonie. Für Architekturfans ist die Stadt damit einen Besuch wert. Das Postoffice, Notre Dame und die City Hall heben sich durch die europäische Bauweise vom Rest der Stadt ab und sind tolle Fotomotive.
Einen starken Kontrast dazu erzielen die sonstige Wohnhäuser. Grauer Beton und dunkle Gitter zeigen die pragmatischen Bauten, die so typisch für kommunistische Länder sind. Ich bin sehr fasziniert davon, auf wie wenig Raum Menschen leben können.

Kulinarisch gibt es in Vietnam Unmengen zu probieren. Pho, Frühlingsrollen und Banh Mi müssen unbedingt auf die To-Eat-Liste. An jeder Ecke gibt es außerdem Vietnamesischen Eiskaffee zu kaufen. Sehr stark, sehr süß, aber auch richtig lecker!

Als ich eine kleine Auszeit von der hektischen Stadt brauchte, habe ich Ruhe im Le Van Tam Park gefunden. Viele Vietnamesen machen dort Sport oder entspannen sich einfach auf den vielen Bänken. Der Rasen sah so gepflegt aus, dass ich mich nicht getraut habe, mich raufzulegen. Doch eine Bank hat es auch getan.

Die Hotspots der City

Cà phê Sài Gòn Ơi Vietnam Ho Chi Minh Cafekomplex

Dass sich hinter den drögen Fassaden auch wahrer Hipster-Kult verstecken kann, beweist Cà phê Sài Gòn Ơi. Das Gebäude steht direkt am Times Square in HCMC. Drinnen finden sich lauter kleiner Cafes, Restaurants und Boutiquen. Wer einen Platz auf einem der zahlreichen Balkone ergattert, wird mit einem tollen Ausblick entlohnt. Besonders während des chinesischen Neujahrsfest super entspannt, um den Trubel zu entkommen.

Wie alternativ die Stadt ist, hat mich generell überrascht. In der Nähe des Song Sai Gon Flusses befindet sich die Alternative Art Area. Auch hier locken viele coole Cafes um die Aufmerksamkeit. Dazu gibt es eine Menge Streetart zu entdecken.

Streetart Ho Chi Minh City Vietnam

Alternative Arts Area Vietnam

District 1 is were the magic happens. Hier befinden sich die meisten Hostels und man kann es als absolute Touri-Gegend bezeichnen. Von Pho bis zu westlichen Essen findest Du hier alles. Es blinkt, es gibt Bier und viel Schnickschnack zu kaufen. Auf deine Sachen solltest du ein gutes Auge haben, aber sonst hab ich mich hier sehr sicher gefühlt.

Vietnams Geschichte

War Remnants Museum Vietnam Ho Chi Minh

Der Name Vietnam war für mich immer untrennbar mit dem Krieg mit Amerika verbunden. Daher stand der Besuch des Remnants War Museums ganz oben auf meiner Liste. Für nur 15000 Dong (60 Cent) erhält man Eintritt in drei Etagen voller Fakten, Fotos und Emotionen des Vietnam Kriegs.

Grafitti Ho Chi Minh
Das Graffiti hab ich entdeckt kurz nachdem ich aus dem Museum kam

Die Ausstellung wird von vielen als einseitig kritisiert. Den Punkt kann ich verstehen, weil natürlich die Fehler von Amerika deutlich mehr betont werden als die von Vietnams Militär. Trotzdem ist das Museum ein absolutes Muss. Schon allein, weil es das Bewusstsein erhöht, dass sich so etwas nie wieder wiederholen darf. Besonders beeindruckend ist die Fotoausstellung. Im Vietnamkrieg wurden erstmals Kriegsbilder in Farbe geschossen. Wobei ich die schwarz-weiß Bilder noch berührender fand.

Fortbewegung in Ho Chi Minh Stadt

Von Kampot (Kambodscha) bin ich mit dem Nachtbus über Ha Tien nach HCMC gekommen. Allerdings kam der Bus wirklich mitten in der Nacht an und ließ uns nicht etwa in der Stadt, sondern etwas außerhalb der City raus. Zum Glück habe ich im Bus ein paar Leute kennengelernt, so dass wir uns ein Taxi ins District 1 teilen konnten.

Merke: Unbedingt vorher checken wo der Bus einen rauslässt und wie es dann weitergeht. Vorher am besten auch mit Google Maps checken, wie teuer eine Uber oder Grab-Fahrt in die Stadt ist. Der Taxifahrer wollte 10 Dollar von uns, was mit Sicherheit zu viel war.

Ansonsten liegen die Sehenswürdigkeiten aber sehr nah beieinander und das meiste passiert sowieso in District 1. Man kann also wunderbar laufen und alles zu Fuß erkunden. Zum Flughafen kommt man schon für 5.000 Dong mit dem Bus. Die Linie 152 bringt dich aus District 1 in etwa 30 Minuten zum Tan-Son-Nhat-Flughafen.

Ho Chi Minh Stadt in Vietnam

Ho Chi Minh ist eine unheimlich vielseitige Stadt im Süden Vietnams. Foodies, Kulturliebhaber und Geschichtsinteressierte werden ihren Spaß haben, wenn sie die Stadt entdecken. Ich kann mir gut vorstellen wieder zukommen,  vielleicht das nächste Mal sogar für eine längere Zeit. Das nächste Auslandssemester kommt bestimmt!