1/2 Praktikum – Ein Fazit

Praktikanten werden ja gerne mal durch die Kakao gezogen. Sie wären unterbezahlt, müssten den ganzen Tag nur Kaffee kochen und würden bloß Aufgaben bekommen, die von den restlichen Arbeitnehmern keiner machen will.

Trotz all dieser Klischees habe ich mich nicht abschrecken lassen und im Juli ein Praktikum bei einem Verband für semiprofessionelle Musiker begonnen. Zum einen habe ich mich noch nicht bereit für ein Studium gefühlt und zum anderem wollte ich die Kultur- und Medienbranche erst einmal kennenlernen, bevor ich mich darauf zu sehr einsesse. Da nun das erste halbe Jahr rum ist und ich somit laut “Halbzeit!” rufen kann, komm hier nun meine Reflexion der Zeit:

Quelle: www.she-works.tumblr.com
Quelle: http://www.she-works.tumblr.com

Meine Aufgaben als Praktikantin sind durchaus vielfältig. Zu meiner täglichen Arbeit gehört das Annehmen von Telefongesprächen und das checken der Emails. Gestellte Fragen beantworte ich entweder selbst oder stelle sie an meine Kollegen weiter. Meistens bin ich aber die erste Kontaktperson für die Musiker, wodurch man unheimlich viel mitbekommt. Ich kümmere mich außerdem um die Instandhaltung von Datensätzen und verschicke diese bei Interesse auch an Mitglieder. Ich recherchiere im Internet Dinge, die für den Verband von Belangen sind und erstelle Interviewfragen für unser hauseigenes Magazin. Da der Verband jedes Jahr einen Wettbewerb für Nachwuchsmusiker organisiert, hing ich da in der Vorbereitung und Durchführung natürlich auch voll mit drin.

Und ja, ich koche auch Kaffee, kopiere Dokumente oder decke mal den Tisch, wenn Gäste kommen. Jedoch sollte man sich im Klaren sein, dass auch das zu einem Praktikum gehört. Solange man nicht partout die einzige ist, die dafür zuständig ist und man nicht von einem Dreckhaufen zum nächsten gescheucht wird, ist das vollkommen in Ordnung. Gerade bei einer kleinen Belegschaft trägt eben jeder zum Allgemeinwohl bei.

Durch die kleine Truppe, die hier beschäftigt sind, sind auch die Entscheidungswege sehr kurz und man hat viele Möglichkeiten sich mit einzubringen. Die Vorgänge wirken sehr transparent und da wir immer alle zusammen essen, wird auch viel zusammen besprochen und beschlossen. Toll ist es z.B., wenn ein Cover für das Magazin gestaltet wird, wir uns verschiedene Versionen anschauen und darüber diskutieren, welches am besten aussieht.

Ich bin mit 20 Jahren die jüngste Mitarbeiter. Die nächst jüngere Kollegin ist 32 und danach geht es quasi in Zehnerschritten aufwärts. Natürlich befinden die Anderen sich in einer anderen Lebensphase, wodurch es schwierig ist gemeinsame Komponenten zu finden. Trotzdem ist die Atmosphäre sehr herzlich und familiär und ich habe mich sehr schnell wohl gefühlt. Ich denke auch, dass es ein Vorteil sein kann, wenn die Kollegen nicht im gleichen Alter sind, da man dann nicht in einer Tour durchquatscht und die Arbeit in den Hintergrund gerät. Ich will ja schließlich was lernen.

Und ich bin der Meinung, ich habe bisher viel dazu gelernt. Nicht nur beruflich, sonder auch ich als Persönlichkeit. Ich bin unabhängiger, selbstbewusster und sorgfältiger geworden, in dem was ich tue. Ich bin nun organisierter und weiß, wie wichtig es ist, Prioritäten zusetzten. Und das man sich aufschreiben sollte, wenn man Anfragen oder Forderungen verschickt, damit man nicht vergisst, auf die Antwort zu warten.

Nach der ersten Hälfte des Praktikums kann ich nur sagen, wir froh ich darüber bin, mein Studium um ein Jahr nach hinten geschoben zu haben. Ich denke, ich weiß jetzt besser was ich will und auch was ich nicht will.

The Wolf of Postproduction

“The Wolf of Wall Street” heißt der neue Film mit Leonardo DiCaprio. Brainstorm Digital hat jetzt ein Video veröffentlich, in dem gezeigt wird, wie und vor allem was in der Postproduktion nachträglich hinzugefügt wird. Ich finde es immer wieder beeindruckend zu sehen, was alles möglich ist und wie viel Arbeit hinter einer einzelnen Szene stecken kann.

Das Video anzusehen macht richtig Spaß und ich bekomme noch mehr Lust auf den Film. Der Film geht in diesem Jahr übrigens mit 5 Oscar Nominierungen an den Start. Ich bin sehr gespannt. Der Trailer, die Kritiken und auch dieses Filmchen lässt ja auf Großes hoffen.

Meine Top Alben 2013 – Rap Version

Zunächst erstmal ein frohes neues Jahr. Ich hoffe, dass ihr euch Dinge vorgenommen habt, die sich umsetzen lassen und das Jahr bereits gut für Euch begonnen hat. Ich habe mir nichts vorgenommen, aber wünsche mir einfach, wie jedes Jahr, das ich ein insgesamt schönes und glückliches Jahr vor mir habe und das ich mir selbst nicht im Wege stehe. Da ich dieses Jahr wohl ein Studium beginnen werde, kann ich jetzt schon versichern, dass es aufregend, turbolent und neu für mich werden wird. Das Jahr beginne ich nun, indem ich mit den alten musikalischen Ergüssen abschließe. Meine Top-Rap-Alben 2013, bitteschön:

lieblingsalben rap

OK KID – O K K I D
Ich lege mich ja ungern fest, aber ich muss mir selbst eingestehen, dass ich OK Kid mit ihrem gleichnamigen Album wohl am häufigsten gehört habe und damit auch mein absoluter Liebling 2013 sind. Das Album bietet einfach einen Haufen toller Lieder. Quasi für jede Lebenslage eine Textzeile, die dir aus der Seele spricht. Die 3 jungen Männer sind so authentisch wenn sie ihre Ziellosigkeit besingen, die damit verbundene Hilflosigkeit und wie sie es trotzdem schaffen, dass das Album nicht negativ klingt, sondern wie eine Aufmunterungs-Pille wirkt.
Anspieltipps: Einsatz // Verschwende mich // Mehr Mehr

ALLIGATOAH – T R I E B W E R K E
Alligatoah ist schon fast mehr Singer/Songwriter als Rapper und das im positivsten Sinne. Alligatoahs ältere Alben waren für mich immer ein Hin-und-Her zwischen Genialität und Quatsch. Die Angst war groß, dass „Triebwerke“enttäuschend wird und stieg nach der Veröffentlichung von „Narben“, was mich nicht sonderlich vom Hocker riss. Mit „Willst du“ hatte Alligatoah dann wahrscheinlich alle von 13-29 in seinen Bann gerissen und wie das Album später verriet, zu Recht! Witz, Intelligenz und das Talent Ohrwürmer zu schaffen, brachte Alligatoah die #1 und ist auch eines der meistgespieltesten Alben 2013 von mir. Der Erfolg sei ihm gegönnt.
Anspieltipps: Wer weiß // Fick ihn doch // Erntedank

CASPER – H I N T E R L A N D
Ist das nun Rap oder nicht, fragt sich die Masse. Für mich ist es feinster Indie-Rap! Ich muss gestehen, beim ersten Mal durchhören war ich noch nicht überzeugt. Aber ich war gespannt. Ich konnte mich kaum auf den laufenden Titel konzentrieren, weil ich so neugierig war, was als nächstes kommt. Die wohl schwächsten Songs des Albums „Alles Endet“ und „Nach der Demo gings bergab“ sind etwas unglücklich nach den beiden vorab-Singles platziert, danach nimmt das Album aber Fahrt auf. Abwechslungsreich, kreativ und emotional ist Hinterland. Und bevor er auf dem letzten Track über die vergangene Zeit resümiert, zeigt Cas auf „Jambalaya“ was er raptechnisch drauf hat.
Anspieltipps: Ariel // Ganz schön ok // Jambalaya

GENETIKK – D N A
Worüber bei Casper gestritten wird, kann man bei Genetikk nicht bestreiten. Genetikk sind für mich Hip-Hop. Karuzo und Sikk hätten schon 2005 in einer Reihe mit Sido, Bushido und Konsorten genannt werden konnten, wären zu der Zeit nicht zu jung gewesen. Der Unterschied liegt nur daran, dass Genetikk textlich und technisch dem ersten Schwung Deutschrappern deutlich überlegen sind und ganz ohne gezielte Beleidigungen und Drohungen auskommen. Was die beiden so ausmacht, ist vermutlich die nahe Zusammenarbeit beim texten und Beats bauen. Da passt einfach alles.
Anspieltipps: Spezies // Champions // A la muerte

GERARD – B L A U S I C H T
Erst wenige Wochen vor dem Blausicht-Release entdeckte ich Gerards Musik eher zufällig. Nachdem ich mich durch die vorab veröffentlichten Lieder auf youtube gehört habe, hab ich ZACK das Album bestellt. Das Album ist ganz groß, lyrisch wie auch musikalisch. Gerard gehört ganz klar zu der neuen Welle des Raps, aber nicht in die 2. Reihe! Der Österreicher steht auf seinen eigenen Beinen und hat seine Nische gefunden.

Anspieltipps: Manchmal // Lissabon // Irgendwas mit Rot

SIDO – 3 0 – 1 1 – 8 0
Wer Sidos neue Ausgüsse immer noch mit Maske oder den die Sekte Zeug vrgliecht, ist ein Idiot. Sido ist erwachsen geworden und das hört man auch. Was ich früher noch als Zeicher erste Rebellion laut aus meinen Computerboxen schallte ist heute radiotauglich. Und hörbar! Es ist immer noch Hip Hop, aber facettenreicher. Was mit dem typischen Ich-bin-zurück-und-immer-noch-der-Beste-Opener beginnt, endet mit einem zehnminütigen Meisterwerk. Dazwischen gibt es Helge Schneider, Marius Müller-Westernhagen und mit “Maskerade” einen meiner Lieblingssongs des Albums.
Durch Sido bin ich zum Rap gekommen und eigentlich ist doch nichts schöner, als zusammen mit der Musik, die man liebt, groß zu werden.

Anspieltipps: Maskerade // Grenzenlos // Liebe

Das waren meine Top Rap Alben 2013. Dieses Jahr war ein starkes Jahr für Hip-Hop, daher bin ich gespannt, ob nächstes Jahr genau so gut werden kann. Freuen tue ich mich auf jeden Fall schon auf das im Januar erscheinende Album von Marteria und das noch nicht terminierte Album von MoTrip. Cro überrascht vielleicht auch mit einem neuen Longplayer und die Genossen von Die Orsons lassen auch munkeln.
Reinhören werde ich auf jeden Fall mal in die Alben von SDP, Psaiko Dino, Kollegah und Bushido.

Meine Top Alben 2013

Das Jahr nährt sich dem Ende und da ich Jahresrückblicke liebe wie kein Zweiter, kommen hier zunächst meine musikalischen non-Rap Top-Alben. Ja richtig verstanden, für Rap kommt nochmal eine Extra-Ausgabe.

Die folgenden Alben könnte man wahrscheinlich auch recht einfach in eine große Schublade pressen, aber so ist das mit Lieblingsmusik vielleicht. Die Reihenfolge hat nichts auszusagen, da ich super schlecht in Entscheidungen treffen bin und ich wahrscheinlich ein Jahr dafür bräuchte, mich für ein Album zu entscheiden und noch länger um eine ganze Reihenfolge festzulegen. Daher lassen wir das lieber gleich.

Lieblingsalben non Kopie

LISSIE – B A C K  T O  F O R E V E R

Lissie ist für mich die weibliche Neuentdeckung des Jahres. Ihr aktuelles Album, aber auch ihre vorherigen Werke sind spitze. Egal ob sie in „Shameless“ frech die peinliche Selbstdarstellung besingt oder in „I Bet On You“ ihren Gefühlen freien Lauf lässt. Lissie höre ich einfach gerne zu. Zu empfehlen sind im übrigen auch ihre Coverversionen. Und ihre vorherigen Alben. Und die Liveversionen. Hört Euch einfach alles an!

Anspieltipps: Shameless // I Bet On You // Back To Forever

LORDE – P U R E  H E R O I N E

Ich bin eigentlich kein Fan von Sängerinnen, aber „Royals“ lässt mich stimmlich regelrecht zu Höchstleitungen animieren. „Pure Heroine“ klingt wie eine majestic-Playlist, nur mit mehr Herz, Charakter und Stil. Lorde macht Musik, die man nebenbei hören kann und einem dann im nächsten Moment zum Mitsingen bringt. Lorde zuzuhören macht Spaß, weil sie Talent hat. Weil sie so furchtbar schön unverbraucht klingt. Und weil sie nicht Lana Del-Ray ist.

Anspieltipps: Tennis Court // Ribs // 400 Lux

ARCTIC MONKEYS – A M

Die Arctic Monkeys sind eine meiner Lieblingsbands. Beim Hören fange ich manchmal an zu zweifeln, ob solche großartige Musik überhaupt möglich ist. „AM“ ist ein gutes Album, kommt für mich nicht an andere Alben heran, bietet aber doch einige Titel, die zum Favoriten taugen. Wer seinen Freunden die Arctic Monkeys vorstellen möchte,kann sie aber durchaus mit AM anfixen. Und wer die Monkeys schon länger hört, findet auch hier Lieblinge.

Anspieltipps: Why’d do you only call me when you’re high? // Knee Socks // R U Mine?

GLORIA – G L O R I A

Klaas Heufer-Umlauf macht also jetzt Musik, hab ich gedacht. So richtig ernsthaft. Ich war wirklich sehr gespannt, muss aber auch sagen, dass mich “Warten” zuerst nicht sonderlich vom Hocker riss. Dem Album habe ich aber schließlich doch eine Chance gegeben – zum Glück. “Gloria” ist ein Soundtrack für die kälteren Tage. Eine warme Decke, Tee oder Kakao sind Assoziationen, die bei mir beim hören entstehen.

Anspieltipps: Warten // Eigenes Berlin // Wie Sehr Wir Leuchten

BIRDY – W I N G S

Es ist schwierig zu akzeptieren, dass Mädchen, die jünger sind als du, erfolgreiche und echt talentierte Sängerinnen sind. Aber was soll ich sagen, Birdy ist ganz ganz großartig. Lieben gelernt habe ich sie irgendwann 2012, als sie “Skinny Love” trällerte. Wings ist ein tolles Album, mit eigenen Titeln und Coverversionen. Obwohl die Liebe viel über Liebe und dieses Gefühlszeug singt, ist es kein Kitschalbum. Birdy ist keine Mädchenmusik und Wings auch kein Männeralbum, Birdy ist für alle.

Anspieltipps: Wings // All About You // Shelter

Politik 2053: Zwischen Party und Müsli-Pics

Nach gefühlten Monaten gefüllt mit Debatten um die Koalitionsverhandlungen hat es die politische Landschaft in Deutschland nun geschafft und stellte vor ein paar Tagen die neue Regierung vor. In den Ministerien sitzen alte Bekannte und neue Gesichter. Neben den beruflichen Qualitäten wird auch das familiäre Umfeld der Abgeordneten von der Öffentlichkeit durchleuchtet.

3-format43

In der Regel versuchen unsere Politiker ihr Privatleben zu schützen. Es sei denn die hübsche Ehefrau und die braven Kinder passen gerade ganz gut ins Bild. Unangenehmes aus der Vergangenheit kommt erst recht nicht oft ans Licht. Ab und an mal ein alter Schulkamerad, der dann doch zugibt, dass Politiker xy in der Schule doch „eher unauffällig gewesen ist“.

Nun versetzt euch mal in das Jahr 2053. Unsere Politiker wurden in den späten Achtzigern und Neunzigern geboren. Den Mauerfall haben sie vielleicht noch im Kinderbett miterlebt. Inflationen und Wirtschaftskrisen kennen sie, wobei das was sie erlebt haben, kein Vergleich zu dem ist, was die vorherigen Generationen kennen.

Internationale Angebotsvielfalt ist Standard, ebenso wie die Technisierung. Damit einhergeht auch das Internet und der Mangel an Privatem. Es gibt schließlich kaum einen Menschen, über den man im Internet nichts findet.

Merkel wurde 1954 geboren und hatte nach eigenen Angaben eine schöne Kindheit in der DDR. Sie lebte für ihre Zeit ein vollkommen normales Leben, von dem man kaum Ausreißer kennt. Richtige Skandale kennt man von ihr nicht. Dass das Internet aber durchaus mal prominenten Politiker zum Verhängnis wird, wurde z.B. 2011 öffentlich. Der CDU-Politiker Christian von Boetticher hat über Facebook eine 16jährige Schülerin kennen gelernt und ist gleich mal mit ihr in die Kiste gesprungen. Obwohl der 40-jährige Christian nachher gestand, dass es Liebe zwischen den Beiden war, konnte das seine politische Karriere nicht retten und er trat von seinem Amt zurück.

Wir, die Kinder der Achtziger und Neunziger, die mit dem Internet aufgewachsen sind, kennen durch das Internet hervorgerufene Skandälchen aus der Schule.

Wir wuchsen mit maßlosem Konsumverhalten auf und kennen Rebellion nur vom Küchentisch zu Hause. Werden die künftigen Machtinhaber unseres Landes durch peinliche Party-Fotos und Instagram Schlagzeilen machen? Haben sie in ihrer Jugend im Internet Mist gebaut oder die ach-so-gefährlichen Ballerspiele gespielt? Sich sonntags auf Twitter über „Schwiegertochter gesucht“ lustig gemacht?

Wie oft werden wir davor gewarnt, im Netz Spuren zu hinterlassen. Nichts was mal online war, ist jemals wieder offline.  Was für ein ereignisloses Leben muss der künftige Politiker führen, damit man ihm später nichts anhängen kann?

Könnten wir also auch nackte Beine an einem freien Tag in der Sonne hoffen? Auf ewig alte Posts vergangener Verflossener auf der Facebookpage? Sehen wir Müsli und Kaffeetassen made by president? Ist die Frau, die mal Verteidigungsministerin wird, heute eine beliebte Modebloggerin? Und wäre diese Entwicklung eigentlich schlimm? Was schockt heutzutage eigentlich noch und was wird uns in 40 Jahren noch schocken?

Der Gedanke, das Angela Merkel morgens ihr Frühstück fotografiert und nachmittags von dem Blick aus dem Fenster des Kanzleramtes ein Foto postet ist für mich durchaus amüsant Und  es würde weitaus mehr Bürgernähe symbolisieren, als diese bescheuerten Twitter-Accounts der Politiker, die von deren Sekretärinnen geführt werden.

Ein One-Way-Ticket zum Mars, bitte!

Allzu viel ist über den Mars noch nicht bekannt. Er ist der zweitkleinste Planet in unserem Sonnensystem, er ist rot und er ist erdähnlich. Und eben dies macht sich die Stiftung MarsOne zu Nutzen.

MarsOne wollen nämlich zum Mars fliegen. Im Jahr 2023, weil da der Mars so nah an der Erde ist, dass die Flugzeit gerade einmal 8 Monate beträgt. Der Clou an der ganzen Aktion. Die Besatzung hat nicht vor, jemals wieder auf die Erde zurückzukehren. Sie wollen eine Art Kolonie auf dem Mars aufbauen. Also dort leben, sich eigenständig ernähren können und eine Zivilisation herstellen.

Die Sache hat aber auch ein paar Harken: Wie bereits erwähnt, Rückflüge werden nicht möglich sein, da 1. zu teuer und 2. solch eine Technik offenbar noch gar nicht existiert. Außerdem kann man auf dem Mars nicht ohne Raumanzug leben (wegen der dünnen Atmosphäre) und C02 gibt es auf dem Mars auch noch nicht so richtig, es müsste also erst produziert werden.

Mars One besteht zur Zeit aus sechs erwachsenen, gut ausgebildeten Menschen, die dabei sind, ihr Ziel zu verwirklichen. Dabei sind Physiker, Mediziner und eine Expertin in Sachen Marketing. Denn, wenn die Welt sich für Castingshows, Big Brother und die Kardashians interessiert, dann jawohl auch für Menschen, die zum Mars reisen und nicht wiederkommen. Durch die  Fernsehrechte soll der Spaß nämlich finanziert werden.Geplant ist eine Reality-Show, die besonders auf die wissenschaftlichen Aspekte fokussiert sein soll. Aber den Reisenden soll auch beim ganz normalen Leben zugeguckt werden. So normal, wie das Leben auf dem Mars auch immer sein kann.

Ab 2014 sollen 40 Menschen aus der ganzen Welt in Viererteams für diese Mission ausgebildet werden. Eines dieser 10 Teams darf dann wirklich, nach fast 10 Jahren physischem und psychischem Training, zum Mars fliegen. Danach sollen alle zwei Jahre neue Marsbewohner dazukommen. Bis es soweit ist, sollen Roboter das „Mars-Camp“ aufbauen.

Bild

Wenn Euch das Leben auf der Erde ankotzt, ihr von Nachbarn, Schulkameraden oder Arbeitskollegen die Nase voll habt, dann fliegt doch einfach zum Mars. Und kommt nie mehr zurück. Ist bestimmt cool, so die ganze Zeit im Raumanzug.