Sport: 5 Tipps und Apps um durchzuhalten

Regelmäßig Sport machen verlangt mir manchmal mehr ab als mir lieb ist. In letzter Zeit habe ich allerdings gemerkt, was meiner Motivation gut tut. Meine Tipps:

Sport Apps und Tipps um durchzuhalten

Dreimal die Woche Sport, jeden Tag ein bisschen Bewegung im Freien. Trotz all der Ernährungs- und Sportmythen wissen wir eigentlich selbst, was uns gut tun würde. Um uns fitter zu fühlen, reicht oft schon eine winzige Änderung im Alltag – und ein bisschen Disziplin. Trotzdem einfacher gesagt als getan.

Nach vielen erfolglosen Versuchen meinerseits, bin ich gerade auf dem richtigen Weg. Bislang konnte ich fünf Dinge ausmachen, die mein Verhältnis zu Sport und Bewegung positiv beeinflussen.

Ziele setzen

Damit meine ich nicht das Gewicht. Durch Sport reduzierst du nicht nur dein Körperfett, sondern baust auch Muskeln auf. Über die Effektivität sagt dein Gewicht also wenig aus.
Viel mehr solltest du dir als Ziel setzen, wie oft du in der Woche Sport machen möchtest und wie lange. Das verspricht nicht nur schnelle Erfolgserlebnisse, sondern lässt sich auch super skalieren.

Google Calendar Goals
Quelle: https://googleblog.blogspot.de/2016/04/find-time-goals-google-calendar.html

Um meine Ziele zu definieren und einzuhalten benutzte ich seit Neustem die Goals vom Google Calendar. Dort kannst du Ziele einstellen, wie zum Beispiel “3 Mal die Woche Laufen je 30 min“. Der Google Calendar plant diese Termine dann dynamisch ein. Wenn du z.B. Dienstag deinen Lauftermin hast und du Google mitteilst, dass du es nicht geschafft hast, verschiebt der Kalender deinen Termin. Super praktisch!

Training tracken

Nach einer Runde Laufen bin ich eh voll motiviert. Ein Blick auf meine verbrannten Kalorien verstärkt das nur noch. Generell ist es super im Nachhinein sehen zu können, wie lange du gelaufen bist und wie viele Kilometer du zurückgelegt hast.
Google Fit macht das ganz automatisch. Die App merkt, wenn ich loslaufe und sagt mir wie lange ich gelaufen bin, wie viele Kalorien ich verbrannt habe, wie viele Schritte das waren und und und.
Am nützlichsten ist aber, dass die Google Fit meinen ganzen Tag begleitet. Sie zählt auch so meine Schritte und auch Kalorien, die durch Inaktivität verbrannt werden.
Außerdem lässt sich die App mit anderen Apps koppeln, zum Beispiel mit Sworkit. Dadurch addieren sich dort verbrauchte Kalorien ganz einfach. Auch andere Aktivitäten wie Yoga oder Fitness kannst du einfach händisch hinzufügen.

Google Fit
Quelle: https://www.google.com/fit/

Durch die einfache visuelle Darstellung gibt mir Google Fit immer eine gute Übersicht darüber, wie aktiv ich die Woche über war. Und natürlich weiß ich dadurch auch, an welchen Tagen ich aktiver sein sollte.

Abwechslung

Ein ausgefuchster Trainingsplan macht am Anfang wenig Sinn, weil du erst einmal reinkommen und deinen Rhythmus finden musst.
Abwechslung ist trotzdem das A und O. Wenn du diesen Beitrag anklickt hast, bist du wahrscheinlich nicht gerade ein Jogging-Enthusiast und bist nicht jeden Morgen hibbelig, endlich loszulaufen. Damit dir deine Laufstrecke, das Fitness-Video oder das Pinterest-Board nicht nach drei Tagen aus den Ohren kommt, such dir verschiedene Bewegungsmöglichkeiten.
Ich laufe momentan und habe außerdem ein Bauch-Beine-Bo-Video bei Youtube gefunden. Schlechtes Wetter und Dunkelheit ist also keine Ausrede mehr.
Abwechslung ist übrigens auch für Deinen Körper und die Fettverbrennung goldwert.

Meine Laufstrecke variiere ich jedes Mal ein bisschen und auch die Fitness-Videos wechsel ich nach ein paar Mal. So kommt keine Langweile auf!

Mach Dir selbst keinen Druck

Jeder Schritt tut gut. Was für eine Binsenwahrheit. Doch es stimmt. Lieber eine halbe Stunde spazieren als gar nicht das Haus verlassen. Lieber nach 10 min gehen als gar nicht erst loslaufen.
Wie oft hatte ich meine Laufschuhe an und hatte keine Lust auf eine halbe Stunde anstrengend durch die Gegend laufen. Ich war verbissen, wenn ich erst einmal anfing zu laufen, hab ich nicht mehr aufgehört. Dadurch hab ich oft gar nicht erst anfangen.
Mittlerweile bin ich entspannter. Mein Körper ist jeden Tag anders. Mal laufe ich eine halbe Stunde durch, an anderen Tagen muss ich alle fünf Minuten ein paar Schritt gehen.
Wichtig ist, sich überhaupt aufzuraffen!

Hör auf Deinen Körper!

Wer bewusst auf seinen Körper achtet, kann nicht viel falsch machen. Nach nur zwei, drei Wochen regelmäßig laufen habe ich mich schon deutlich fitter und wacher gefühlt. Dazu verändert sich die Ausstrahlung, Sportler wirken vitaler.

Und selbst wenn es mir mal nicht so gut ging, hab ich meinem Körper vertraut. Wenn ihm nach Schokolade und Pizza ist, dann lass ich das gerne zu. Weil ich weiß, dass ich einen Tag später wieder Lust auf Gemüse habe.

Sich selbst zu pushen mag für ein paar Wochen funktionieren, doch deinen Körper solltest du nie auf “Stumm” schalten. Sonst wird Sport zum Korken, nicht zum Ventil.

Welche Tipps hast Du für mehr Disziplin?

Clue: Der digitale Menstruationskalender

Das eigene Körpergefühl per App tracken klingt intim und befremdlich. Es bringt uns aber auch mehr Bewusstsein für unseren Körper bei.

Die weibliche Menstruation ist tabuisiert. Erwachsene Männer scheuen sich aus Ekel und auch Frauen laufen bei dem Thema oft rot an. Eine moderne Auseinandersetzung mit dem Thema ist längst überfällig. Die App Clue bringt die Periode nicht nur ins digitale Zeitalter, sondern erleichtert auch das Bewusstwerden über den eigenen Körper.

Wie funktioniert das?

Clue ist mittlerweile eine recht umfangreiche App. Die Grundfunktion ist allerdings die Dokumentation der Menstruation. Dazu dient ein Kalender, indem du einfach die Tage vermerkst, in denen du deine Periode hast. Zusätzlich kann auch die Schwere der Blutung eingetragen werden.

Außerdem kannst du Daten zu deinem allgemeinen Wohlbefinden eintragen, in etwa Übelkeit oder Schwindel. Wenn du möchtest, kannst du auch Geschlechtsverkehr eintragen. Clue eignet sich nach eigener Angabe aber nicht zur natürlichen Verhütung.

Wenn du möchtest, erinnert dich Clue an deinen nächsten Zyklus, dem bevorstehenden Eisprung oder dem Ende deiner fruchtbaren Phase. Die Benachrichtigungen kannst du selbst einstellen und anpassen, damit du über das informiert wirst, wann dich interessiert. Die Push-Nachrichten sind für mich eine der nützlichen Punkte der App.

Clue App Menstruationskalender

Bringt das was?

Sein Körper- und Wohlbefinden zu notieren – ob online oder offline – ist Gewöhnungssache. Dass es Sinn macht, sich über seinen eigenen Körper mehr bewusst zu werden, muss ich wohl niemanden erklären. Clue unterstützt mich dabei von Monat zu Monat besser.

Dabei geht es nicht nur um die Regelmäßigkeit meiner Periode. Auch Unterleibs- oder Brutschmerzen werden dadurch getrackt. Für eine eigene Übersicht ist das super. Auch Zusammenhängen kann ich mir dadurch klar machen. Eine ärztliche Untersuchung und Absicherung kann eine App natürlich nicht ersetzen.

Bald sollen die Daten übrigens auch mit dem Partner teilbar werden. So sieht diese_r, ob ihre gerade Eure Periode habt oder dich andere Beschwerden beeinträchtigen. Für aufgeschlossene Paare sicherlich eine spannende neue Möglichkeit.

Was passiert mit meinen Daten?

Daten zur Gesundheit und zum Zyklus sind höchst privat – und das sollen sie auch bleiben! Deswegen halte ich den Blick auf die Datenschutzerklärung für dringend notwendig.

Clue lässt sich ohne Anmeldung nutzen. Wenn du das tust, sind die eingetragenen Daten nur auf deinem Gerät zu finden und Clue hat auf sie keinen Zugang. Per Mail kannst du deine Daten übrigen auch backuppen, wenn du keinen Account hast.

Wenn Ihr Clue mit Account nutzt, werde die Daten möglicherweise anonymisiert für klinische Studien zur Verfügung gestellt. Damit soll langfristig der weibliche Zyklus weiter untersucht und erforscht werden. Und natürlich soll Clue dadurch verbessert werden.

Wer steckt dahinter?

Intime Daten möchte ich eigentlich nur Vertrauenspersonen anvertrauen. Daher sind mir die Gesichter, die hinter der App stehen, wichtig. Ich möchte sicherstellen, dass wir die selben Ideale vertreten, wenn es um die Intimsphäre geht. Dass die App nicht von heute auf morgen ihre Datenschutzerklärung ändert oder meine Daten für Dritte verfügbar macht.

Hinter Clue steht Ida Tin. Die Dänin wurde 2015 sogar zur “Female Entrepreneur of the year” gekürt. In Interviews mit ihr wird schnell klar, dass sie Clue vor allem als Möglichkeit sieht, das eigene Körpergefühl zu verbessern. In Zukunft soll Clue durch die Auswertung der Daten dir vorhersagen können, wann du körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen bekommst. Und wann es besser ist, einen Arzt aufzusuchen. Laut Tin soll die App irgendwann bei der Kommunikation mit dem Arzt helfen und eine Schnittstelle bilden.

Ob du deine intimsten Daten mit einer App teilen möchtest, ist natürlich dir überlassen. Wenn du aber oft körperliche Beschwerden hast oder ständig vergisst, wann du das nächste Mal deine Tage bekommst, ist das Ausprobieren für dich bestimmt spannend und hilfreich.

Kennst du weitere Apps oder Webadressen, die die Auseinandersetzung mit Weiblichkeit moderner machen?

Ich hab übrigens schon vor zwei Wochen darüber geschrieben, wie sich das Frauenbild in den letzten Jahren verändert hat > “#Girlboss: Was ist das eigentlich?