Klonkrieg gewonnen: Instagram offiziell erfolgreicher als Snapchat

Das dreiste Kopieren von Snapchats Story Feature brachte Instagram im letzten Jahr viel Spott ein. Stellt sich nun aber als Erfolg heraus. Instagram Stories wird von deutlich mehr Nutzern verwendet.

Die Aktive von Snap Inc. purzelt langsam abwärts. Facebook hat gestern die Nutzerzahlen seiner Stories Funktion veröffentlicht. Demnach wird das Feature täglich von 200 Millionen Menschen verwendet. Die Nutzerzahl von Snapchat soll nur bei 160 Millionen liegen.

Noch wichtiger als die reine Nutzerzahl ist der Wachstum der Netzwerke. Hier werden Investoren und Wettbewerber hellhörig. Und auch hier offenbart das Unternehmen große Probleme. So berichtet Fortune erst kürzlich, dass das Wachstum rapide nachgelassen hat. Manche befürchten gar, das Snapchat seine beste Zeit bereits hinter sich hat.

Kopie zahlt sich aus

Noch vor einem Jahr hätten die beiden Netzwerke kaum unterschiedlicher sein können. Instagram glänzte durch perlweiße Feeds und nach Perfektion strebenden Influencern. Snapchat hingegen stand für authentisch Inhalte und Spontanität. Der Clou: Nach 24 Stunden löschten sich gepostete Videos und Bilder von selbst auf. Das Internet konnte plötzlich doch vergessen.

Dieses Alleinstellungsmerkmal verlor die App im August 2016. Instagram präsentierte sein eigenes Story-Feature. Zwar ohne Gesichtsfilter, dafür aber ebenfalls mit 24-Stunden-Haltbarkeits-Versprechen.

Instagram als Universaltalent

Über die Gründe für Instagrams recht deutlichen Sieg über Snapchat kann nur spekuliert werden. Besonders für Influencer und Stars wird die größere Followerzahl auf Instagram ein Argument gegen Snapchat sein. Generell punktet Instagram in Sachen Usability und macht es den Nutzern leichter sich zurechtzufinden und neue Accounts zu entdecken.

Ich persönlich war nie ein Fan von Snapchat. Die Gesichtsfilter habe ich immer gehasst. Viel zu nervig. Dazu kam ich mit der Bedienung nie wirklich zurecht. Und das Finden von neuen Accounts oder bekannten Persönlichkeiten ist einfach schrecklich. Für mich ein Hauptgrund, die App nicht zu nutzen.

Fazit

Snapchat verliert deutlich gegenüber Instagram. Besonders die Nutzerzahlen und das Wachstum sind alarmierend. Manche sagen sogar, die Zeit von Snapchat ist bereits vorbei.

Wer neu im Social Media Game ist, sei Snapchat nicht zu empfehlen. Instagram ist einfacher und bietet mehr Reichweite. Wer an Snapchat wirklich Spaß hat, es mit Freunden nutzt oder gut in seine Social Media Strategie integriert hat, wird weiterhin Spaß haben. Für alle anderen: Es ist Zeit, Snapchat zu löschen.

Snapchat vs. Instagram: 5 Learnings – Stories

Mit Snapchat konnte ich nie was anfangen. Instagram Stories nutze ich leidenschaftlich. 5 Instagram Learnings, die ich aus meinem eigenen Verhalten mitgenommen habe.

Instagram war lang nur eine Fotoplattform. Im Kampf gegen Konkurrenten Snapchat hat das Netzwerk allerdings ordentlich aufgetrumpft. In den letzten Jahren kamen private Nachrichten, neue Bildgröße, die Stories und schließlich Bookmarks hinzu. Für mich ist Instagram dadurch zu meinem beliebtesten und meist genutzten Netzwerk geworden. Vor allem seit dem ich die Stories benutze, habe ich einige Beobachtungen gemacht:

1. Langeweile gegen Langeweile

Langeweile verhält sich zu Social Media wie Alkohol zu Whatsapp-Nachrichten: Besser Finger weg! Wenn ich nichts zu tun habe, beginne ich unnötigen Quatsch zu posten. Manchmal schäme ich mich im Nachhinein richtig, dass ich belanglosen Schrott hochgeladen habe. Schließlich habe ich mich immer gegen Snapchat und seinen Stumpfsinn ausgesprochen.

Auf der anderen Seite sehe ich, dass immer die gleichen Leuten meine Stories sehen. Jeden Tag. Obwohl sie oft langweilig und sinnlos sind. Denn in richtig guten Moment nehmen wir keine Instagram Stories auf. Und an richtig tollen Tagen schauen wir auch keine Stories von anderen Leuten. Langeweile bringt die Leute online zusammen. Momente zu teilen ist schön, Belangloses zu posten unnötig.

Instagram Learning: Poste, wenn du etwas zu erzählen hast. Das kann ein toller Ausflug sein, dein Fortschritt bei der Arbeit oder einfach Schnappschüsse beim Spazierengehen durch dein Viertel. Im Idealfall bauen Video und Bilderschnipsel aufeinander auf. Stichwort: Storytelling

2. Je mehr Produzent, desto weniger Konsument

Dass Phänomen trifft überall im Social-Bereich auf. Umso mehr Content man selbst produziert, desto weniger interessiert einen das, was die anderen machen. Wahrscheinlich hat auch das wieder mit Langeweile zutun. Entweder man killt die eigene Langweile mit dem Produzieren oder durch das Schauen. Wenn ich eigene Fotos oder Stories veröffentliche, bin ich daran interessiert, wie diese performen. Ich schaue mir Likes und Views an und klicke wild auf Hashtags, die ich benutzt habe.

Dabei leben Social Networks von einem: Netzwerken! Likes an Dinge verteilen, die dir wirklich gefallen und den Content von anderen wertschätzen macht Spaß. Außerdem inspirieren die Inhalte von anderen und erhalten deinen eigenen Spaß.

Instagram Learning: Sei fair und bleibt neugierig. Wer sich nur in seiner eigenen Blase bewegt, wird sehr schnell an den Rand stoßen.

3. Das Leben ist keine Story

Sekundenbruchteilmomente

Capture Moments. Das ist bestimmt richtig und ich bin froh als Erinnerung Videos und Fotos zu haben. Aber das Leben durch die Kameralinse ist nicht das gleiche wie durch die eigenen Augen.

Wie oft habe ich wohl ein Grinsen verpasst, weil ich gerade ein Filter über mein zuvor gemachtes Foto legen musste? Wie viele Grimassen, wie viele Sekundenbruchteilmomente? Die schönsten Erinnerungen behalten wir im Gedächtnis ohne Erinnerungsstütze. Die besonderen Momente, die wir uns immer wieder lachend erzählen. Wenn wir anfangen zu übertreiben, die Geschichte auszuschmücken. Wenn wir bei jedem Erzählen wissen, dass wir ein bisschen flunkern und uns so sehr darüber freuen, im Herzen die Wahrheit zu kennen.

Instagram Learning: Öfter mal das Smartphone in der Tasche lassen. Im Zweifel sind Momente immer schöner ohne Display dazwischen.

4. Wenn das Online-Ich auf die Realität trifft

Instagram ist wunderbar, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Gerade die Stories zeigen dir den Alltag, den du dank Entfernung sonst kaum mitbekommst. In Indonesien genieße ich das sehr, weil ich immer mitbekomme, wer gerade wo ist und mit wem.

Allerdings bin ich immer wieder erschrocken, wenn ich von Kommilitonen auf meine Stories angesprochen werde. Manchmal ist mir unangenehm, dass die Leute Teile meines Lebens kennen. Ich fühle mich beobachtet. Ich fühle mich fahrlässig, weil ich anderen Leuten unbedacht einen privaten Einblick in mein Leben gewähre.

Instagram Stories: Hier hilft nur sich selbst bewusst zu machen, dass du nie weißt, wer alles deine Stories schaut. Selbst bei privaten Profilen weißt du nicht, ob deine Freunde deinen Feed und deine Story anderen Leuten zeigen.

5. Zum Glück keine Bewegungsfilter

Ganz ehrlich, wer beim dritten Mal noch über den gleichen Hundefilter lacht, kann nicht gerade mit viel Humorverständnis gesegnet sein. Der Beauty-Filter verzückt uns, weil wir selbst besser aussehen, bei anderen interessiert er uns überhaupt nicht.

Die Nicht-Existenz von Filtern ist für mich einer der größten Pluspunkte, wenn es zu den Stories kommt. Denn wenn etwas die Mischung von Social Media und Langeweile zum Explodieren bringt, dann sind es Spielereien. Ja, die Filter haben was, aber mein Interesse an filterüberlegten Selfies hält sich einfach in Grenzen.

Instagram Learning: Instagram wirkt weniger verspielt als Snapchat, wodurch es erwachsener ankommt und auch nicht so schnell auf die Nerven geht.

Snapchat vs. Instagram

Instagram kommt zugute, dass es keine Plattform nur für (bewegte) Bilder ist. Die Stories sind nur ein Feature neben dem eigenen Feed. Mittlerweile treffen bei Instagram viele nützliche Funktionen aufeinander. Fotofeed, Stories, Messaging und das neue Bookmarking-Tool um Inspiration zu sammeln. Dadurch knüpft das Netzwerk an verschiedenen Bedürfnissen an und ist für verschiedene Nutzertypen interessant.

Außerdem ergänzen sich der Feed und die Stories sehr gut. Während die meisten ihren Feed lieber clean, schön und sauber halten ist in den Instagram Stories mehr Platz für Authentizität und Spontanität.

Wahrscheinlich würde ich Stories in Deutschland nicht nutzen. Doch in Indonesien ist es eine tolle Möglichkeit, um den großen Freundes- und Bekanntenkreis auf dem Laufenden zu halten und einen kleinen Einblick in meinen Alltag zu gewähren.

Social Media: Warum mir Instagram wieder mehr Freude bereitet

Weniger Interaktionen, weniger Aufmerksamkeit. Viele Nutzer meckern derzeit über Instagram. Dabei hab ich meine Freunde an dem Netzwerk gerade wieder gefunden.

Vor etwa vier Monaten habe ich mein Instagram Account deaktiviert. Ich war übersättigt vom Narzissmus, der ewigen Selbstdarstellung, dem weißen Reinheits-Gebot. Ich musste da raus. Nach ein paar Wochen entwickelte ich allerdings selbst wieder den Drang mich mitzuteilen. Schönen Fotos wollen gesehen werden, dachte ich mir. Und intuitiv habe ich begonnen, mein Instagram anders zu benutzen. Und nun gefällt es mir besser denn je!

Instagram ist keine Business-Plattform mehr

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich alle Blogger und Influencer aussortiert habe, die schamlos Werbung posten, doch Instagram kommt mir wieder persönlicher und natürlicher vor. Die gesponserten Beiträge halten sich in Grenzen und auch der perfekte Minimalismus-Look scheint langsam nachzulassen.

Vielleicht haben die Nutzen erkannt, dass zu viele Profile gleich aussahen und Individualität doch gefragt ist. Und vielleicht überschätzen Marketer die Werbewirkung von Instagram auch nicht mehr. Vielleicht hab ich auch einfach gut aussortiert.

Persönlichere Interaktion

Ich poste keine Selfies oder seitenlange Tagebuch-Bildunterschriften, aber doch sind meine Beiträge persönlicher geworden. Meine Bilder zeigen die Welt durch meine Augen, die Dinge, die ich bemerkenswert finde. Durch eine persönlichere Bildsprache fühlt sich auch jeder Like persönlicher an, wie ein kleines Kompliment. Und das Kompliment gilt nicht meinem Aussehen, sondern meiner Fähigkeit Bilder einzufangen.

Und auch ich sehe die Fotos anderer mittlerweile anders. Ich kann mir eine Persönlichkeit hinter den Accounts vorstellen und mag viele der Menschen hinter den Profilen richtig gern, obwohl ich sie gar nicht oder nur vom Sehen kenne. Sich zu mögen, weil einen die gleichen Dinge begeistern, ist wunderbar!

Inspiration und Tipps

Egal, welches Thema, auf Instagram gibt es reichlich Tipps und Inspo. Gerade das Thema Reisen interessiert mich gerade sehr. Doch auch zu Tattoos, Nachhaltigkeit und Co gibt es haufenweise Accounts, die sich zu Folgen lohnen. Das Stöbern im Discover-Tab, aber auch von Hashtags macht mir viel Spaß und lässt mich beinnahe täglich Neues entdecken.

Das bewusste Nutzen von Instagram

An mehr Bewusstsein für Social Media und der Internetnutzung im Allgemeinen arbeite ich persönlich schon lange. Daher nehme ich mir jetzt morgens und abends meist ganz bewusst eine Viertelstunde für das Scrollen durch Instagram. Mein Feed ist für mich mittlerweile ein friedlicher Ort, die mich mal entspannt und mal inspiriert.

Schöne Momente teilen

Fotos aus dem Alltag zu teilen ist der Ursprung von Instagram. Und während ich eine Zeit halbherzig versucht habe, Trend nachzumachen, besinne ich mich nur wieder zum Grundgedanken. Ich teile regelmäßig Fotos meiner Reise und lassen die schönen oder besondere Momente so noch einmal Revue passieren. Die Bilder entstehen einfach so, liegen mir geradezu im Weg.

Social Media ist das, was wir daraus machen. Wen du deinen eigenen Feed etwas aufräumst und deinen Interessen folgst, findest du vielleicht auch wieder Spaß daran, selbst wenn deine Likes stagnieren.

Wie nutzt du Instagram momentan?

Stories passt super zu Instagram

Vor zwei Tagen hat Instagram ein neues Feature veröffentlicht. “Stories” ermöglicht es Nutzern Fotos hochzuladen, die außerhalb des eigenen Feeds gezeigt werden und sich nach 24h selbst löschen.

Instagram Stories Beispiel
http://blog.instagram.com/post/148348940287/160802-stories

Viele Benutzer sehen darin eine ganz klare Kopie von Snapchat, wo ebenfalls vergängliche Fotos hochgeladen werden können. Mit diesem innovativen Merkmal wurde Snapchat eines der am schnellsten wachsende Netzwerke der letzen Jahren. Im Schnitt nutzen monatlich 150 Millionen Menschen die Foto-App.

Instagram liegt da mit rund 400 Millionen Nutzern monatlich noch ein gutes Stück vorn. Und auch Entwicklungen der App sind für die Nutzer nichts Neues. Im Mai stellte Instagram auf ein neues Design und Logo um. Seit ein paar wird der Feed nicht nicht chronologisch sortiert, sondern nach den potentiellen eigenen Interessen. Die neue Funktion “Stories” ist also nur ein weiterer Versuch, die Nutzer an die Plattform zu fesseln und das Nutzererlebnis zu bessern.

Instagram hat kopiert

Stories erinnert aber nicht nur an Snapchat, Instagram gibt sogar selbst zu sich an der App bedient zu haben. Vor allem bei Snapchat-Fans sorgt das Verhalten für viel Empörung. Dabei ist ein Abgucken und Nachmachen in der analogen, sowie in der digitalen Welt Gang und Gebe. Ob soziales Netzwerk, Online-Magazin oder Kartendienst, alle schauen voneinander ab. Ohne Nachmachen und Nachbessern wären viele großartige Erfindungen wohl nie entstanden.

Die Neuerung bei Instagram fällt allerdings deutlich spärlicher aus als beim gelben Konkurrenten. Bei Instagram Stories gibt es bloß die Möglichkeit auf dem frisch geschossenen Bild herumzumalen und Text hinzufügen. Snapchat dagegen ist vor allem dank der vielen verschiedenen Filter bekannt und beliebt.

Alles in einer App

Instagram hat allerdings den Vorteil bereits eine große aktive Nutzerschaft zu haben, die sich wiederum bereits große Followerzahlen aufgebaut haben. Instagram wird längst professionell genutzt, um die eigene Marke oder sich selbst voran zu treiben. Auch das Entdecken von Profilen ist bei Instagram deutlich einfacher als bei Snapchat.

Auch “Stories” wurde übersichtlich in Instagram integriert. Nutzen lässt sich der Spaß intuitiv, wer es nicht nutzen möchte, wird von der Funktion nicht bedrängt. Gerade für Blogger und Promis, die ihren Content eh öffentlich teilen, ist Instagram damit deutlich attraktiver.

Zurück zur Authentizität

Als Instagram vor ein paar Jahren startete lebte die App von unscharfen Schnappschüssen aus dem Alltag unbekannter Menschen. Die Fotos hatten hässliche Rahmen und auch mit den Filtern wurde nicht gegeizt. Mit der Zeit wurden die Fotos professioneller, die Benutzer reich durch ihren Content und die Accounts identischer. Die Dynamik, mit der sich die Plattform entwickelte, war unglaublich.

Doch das Perfekte raubte auch den Spaß am schnellen, alltäglichen Nutzen. Die Stories ermöglichen nun einen neuen, privaten Einblick, der auch Fotos erlaubt, die sich nicht in den akkuraten Feed einreihen. Mehrfachposts vom weißen Malediven-Strand oder einem fancy Event müssen nun nicht mehr die Timeline verstopfen. Und auch privat kann das Feature gut genutzt werden, um die etwas spannenderen Tagen im Leben zu begleiten.

Das Ende von Snapchat?

Die Meinung über “Instagram Stories” ist bisher gespalten. Doch diejenigen, die das Feature bereits ausprobiert haben, zeigen sich begeistert. Zu nervig ist das ewige Wechseln zwischen den Apps. Zu einfach die Handhabung bei Instagram und vor allem zu groß die bereits akquirierte Fanmasse.

Wenn man allerdings beobachtet, wie viele Leute selbst nach dem zehnten Mal den Hunde-Filter noch witzig finden, wird klar, dass das Ende von Snapchat durch die Stories nicht besiegelt ist. Snapchat bietet durch die Filter immer noch ein Alleinstellungsmerkmal. Und auch für Menschen, denen die geschönte, ungesättigte Welt von Instagram zu gespielt ist, wird Snapchat die bessere Alternative bleiben.

Ich mag Instagram schon durch das Design deutlich lieber als Snapchat. Die App wirkt aufgeräumter. Ob ich Stories nach dem ersten Ausprobieren noch nutzen werde? Wahrscheinlich nicht. Meinen eigenen Alltag muss ich dann doch nicht jedem unter die Nase reiben. Und auch die Stories der anderen sind oft nicht lebensverändernd. Ein nettes Feature für Ab und An ist es trotzdem.

Zusammengefasst: Ich find’s jut! Und ihr?

 

Welche Möglichkeiten uns Instagram jetzt bietet

Instagrams angekündigte Änderungen haben viel Panik hervorgerufen. Dabei kann uns der neue Feed zu mehr Entspanntheit verhelfen.

Über kaum etwas kursieren momentan mehr Unwahrheiten als zu der neuen Feed-Ordnung bei Instagram. Dazu kommt die #Instapanic, die uns im sozialen Netzwerk gerade überflutet. Besonders die erfolgreichen Instagrammer haben Angst, dass ihre Fotos in Zukunft keine Beachtung mehr finden. Das könnte weniger Likes und dadurch weniger Kooperationen bedeuten.

Instagram New Feed
Quelle: Instagram

Das passiert wirklich:

Instagram teilte die bevorstehende Änderung am 15. März durch den Blogpost “See the Moments You Care About First” der Öffentlichkeit mit. Einen Artikel, den wohl kaum jemand gelesen hat. Daher eine kleine Zusammenfassung:

  • Laut Instagram verpasst der durchschnittliche User rund 70 Prozent seines Feeds. Es gibt einfach zu viel Content.
  • Damit jeder User sieht, was ihn wirklich interessiert, werden künftig die Bilder von Nutzern oben angezeigt, die erfahrungsgemäß am interessantesten für dich sind. Dazu berechnet Instagram die Beziehung (also die Interaktion) zu dem Nutzer, als auch die Aktualität des Inhalts ein.
  • Sobald die neue Ordnung verfügbar ist, wird Instagram kontinuierlich an der Verbesserung arbeiten. Es ist also noch nichts final!

Finito, mehr steht nicht in dem recht kurzen Beitrag.

Ich finde es auch schade, dass die Chronologie flöten geht. Trotzdem bin ich gespannt auf die Änderungen. Bei Instagram und Facebook arbeiten viele klüge Köpfe in der Entwicklung. Die wissen schon ziemlich genau was sie machen und warum. Daher sollten wir schleunigst aufhören zu meckern und lieber gespannt sein, was die neue Ordnung bringt. Ich seh nämlich auch ein paar Vorteile!

Folgen für dich und deinen Kanal:

Wenn ein Nutzer nicht mit deinen Fotos interagiert, landest du weit hinten im Feed. Dadurch werden deine Bilder wahrscheinlich weniger angesehen, aber das Risiko, dass dir jemand entfolgt, der deine Fotos uninteressant findet, wird dadurch auch geringer. Natürlich gibt es aber noch weitaus bessere Gründe, die mich neugierig auf die Änderungen machen. Besonders in puncto bewusster Umgang mit Social Media.

Instagram textgesteuert
Quelle: https://www.instagram.com/textgesteuert/
  • Du siehst, was dich interessiert > Wenn du die App öffnest, sieht du gleich die Beiträge, die dich potentiell am meisten interessieren. In den fünf Minuten zwischendurch sieht du also die Dinge, die dich inspirieren und motivieren.
  • Keine Angst mehr, etwas zu verpassen > In manchen Wochen benutze ich Instagram kaum. Keine Lust oder zu viel zu tun. Wenn ich nach mehreren Wochen Abstinenz die App öffne, hab ich plötzlich das Gefühl was verpasst zu haben. Mit der neuen Ordnung behalte ich selbst nach einer Instagram-Pause den Überblick und sehe die wichtigen Dinge weit oben.
  • Mehr Aufmerksamkeit von weniger Aktiven > Nicht jeder benutzt Instagram morgens, mittags, abends und viermal zwischendurch. Es gibt genug Nutzer, die nur unregelmäßig reinsehen. Dein tolles Bild, dass du vor drei Wochen gepostet hast, würden sie also niemals sehen. Die neue Reihenfolge ist also vor allem für weniger aktive Nutzer sinnvoll.
  • Kein nerviges Vielposten und Planen mehr > Gerade große Instagram-Accounts posten mehrmals am Tag. Bei einem chronologischen Feed macht das auch Sinn, da man so auch bei den Leuten auftaucht, die nur die letzten zehn Fotos checken. Bei der neuen Sortierung sehen dich deine Fans eh ganz oben. Du kannst also entspannt in einer ruhigen Minute posten und musst nicht mehr fünf tolle Fotos am Tag machen. Auch die Gedanken über gute Zeiten zum Posten fallen (fast) weg.
  • Neue Herausforderung > Ich finde es herrlich, wie die Internetwelt aus allen Wolken fällt, wenn Netzwerke ihre Regeln ändern. Sie ärgern sich plötzlich über Machenschaften der fiesen Internetkonzerne und sind eigentlich nur sauer, dass die gut ausgetüftelte Strategie nicht weiter funktionieren wird. Dabei können Änderungen auch einfach als Herausforderung angesehen werden. Die Karten werden neu gemischt, auch kleine Accounts haben jetzt eine Chance oben mitzumischen. Ist doch spannend!
  • Mehr Wertschätzung des eigenen Blogs: Soziale Netzwerke ändern gerne ihre Spielregeln und demonstrieren dadurch auch Macht. Oft fällt uns in solchen Momenten erst auf, wie viel Abhängigkeiten der Erfolg auf Instagram und Co schafft. Daher sollten wir Änderungen immer zum Anlass nehmen, uns wieder mehr auf unser Herzstück zu konzentrieren: unseren Blog. Auch wenn deutlich weniger Leute Blogs lesen, steht der Mehrwert auf einem Blog doch im Vordergrund. Könntest du mir die letzten fünf Beiträge verraten, die du auf Instagram geherzt hast? Also ich könnte es dir nicht sagen. Dafür weiß ich ziemlich genau, welche Blogs ich mir zuletzt angesehen habe.

Mein Fazit

Wie du bestimmt heraus gelesen hast, blicke ich den Änderungen interessiert und optimistisch zu. Instagram würde niemals seine riesige Reichweite für eine unüberlegte Änderungen riskieren. Ich finde es auch ganz witzig, wie “Instagram-Stars” gerade die blanke Panik bekommen. Ihr kleines Social-Media-Imperium scheint einzubrechen.

Die Änderungen sind vor allem für weniger aktive Nutzer interessant. Wer sich nur zweimal in der Woche bei Instagram anmeldet, wurde bisher von den Beiträgen erschlagen. Und mal ehrlich, nicht jeder ist Blogger oder Student und kann es sich leisten, sich den halben Tagen in sozialen Netzwerken zu tummeln. Die Chronologie ist einfach etwas unpraktisch.

Auch mich haben die vielen Beiträge manchmal unter Druck gesetzt. Aus “mal eben gucken” wurde schnell eine halbe Stunde. Mit der neuen Änderungen verschwende ich hoffentlich weniger Zeit bei Instagram.

Was meinst du? Siehst du neben den Nachteilen auch Vorzüge?

5 Tipps, um das Beste aus Social Media herauszuholen

Alle hassen Facebook. Instagram ist ein oberflächliches Fantasie-Gebilde. Wir alle kennen die Vorwürfe, dabei ist es so einfach Social Media für sich zu nutzen, ohne sich genervt zu fühlen.

Social Media zu hassen scheint neuer Volkssport zu sein. Die, die am meisten von den Netzwerken profitieren und sie am häufigsten frequentieren scheinen die Lautesten zu sein. Dabei kann jeder viel Nutzen aus den Netzwerken ziehen.

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#1 Räum auf!

Es ist dein Feed. Wenn du durch Instagram scrollst oder Facebook checkst und nur noch genervt bist, machst du etwas falsch. Anstatt sich weiter über komische Leute zu ärgern, nimm dir Zeit und lösche all die Leute, die dich nerven, aus deiner Liste. Da ich keine Lust mehr habe, so viel Zeit auf Facebook zu verbringen habe ich alle meine Likes auf Fanseiten gelöscht und verfolge deren Updates lieber auf Twitter oder via E-Mail. Gute Freunde, die dumme Sachen posten, kannst du natürlich nicht einfach bei Facebook rausschmeißen. Dafür gibt es ja die “Beitrag verbergen”-Funktion. Ein Glück!

#2 Such dir Schönes aus

Es gibt hunderte, wenn nicht tausende Profile und Seiten, die dir zusagen, die dich inspirieren und motivieren. Und den solltest du folgen! Ob Mode, Musik oder Alltagswahnsinn. Ob Wirklichkeit oder geschminkte Fassade. Nimm dir Zeit, stöbere durch Galerien und Texte und finde langsam, was zu dir und deinem Leben passt.

#3 Was willst du überhaupt?

Vielleicht der wichtigste Punkt. Warum nutzt du Social Media? Um Likes und Follower zu generieren? Oder nutzt du Pinterest um deine Gedanken zu ordnen, Instagram um Schönes zu archivieren und dich überraschen zu lassen und Twitter um dich zu informieren? Wenn du weißt, wofür du ein bestimmtes Netzwerk nutzt, kannst du besser damit arbeiten und bist seltener genervt. Wenn du aber jedem überall folgst, bist du nicht nur schnell gelangweilt, sondern wirfst auch Dinge durcheinander, die nicht zusammengehören. Es heißt also: sortieren! Das sorgt nicht nur für einen aufgeräumten Kopf, sondern dafür, dass du immer das machst, was du gerade machen willst.

#4 Überdenke deinen Usecase

Ja, natürlich nutzt du Instagram, Twitter und Co. für Follower und Like. Das ist in Ordnung. Und auch wenn dein Interesse professionelle Züge hat, musst du dich nicht wie ein Unternehmen verhalten. Soziale Netzwerke leben durch die Faszination von Menschen an Menschen. Nicht alles muss nach Plan verlaufen. Trotzdem schadet ein erkennbarer roter Faden nicht. Mein Professor sagt immer, gut ist, was Wiedererkennungswert hat und in wenigen Worten zu beschreiben ist. Bist du die mit den Liedtexten unter ihren Fotos? Bist du der mit den schwarzweißen Fotos?

#5 Kommentiere – aber wahrhaftig

Nun ist euer Feed nur noch halb so voll und ihr habt Angst, keine Follower/Likes/etc. mehr zu bekommen. Das ist aber unbegründet. Erfolg wird letztendlich der haben, der interagiert. Aber auf keinen Fall wild und unbegründet bei Hinz und Kunz kommentieren und liken, bis das Herz glüht.

Euer Feed ist hoffentlich voll mit inspirierenden Sachen, die euch wirklich gefallen. Es sollte kein Krampf mehr für euch sein, etwas zu kommentieren. Es ist Zeit, zu sagen, was euch wirklich gefällt.

 

Diese Tipps sind nicht innovativ, aber kaum einer nutzt sie. Wer täglich ein Bild bei Instagram postet, tut das natürlich für Follower. Und auch wenn Social Media bei vielen zum Job und/oder Blog gehört, sollte es weiterhin Spaß machen. Social Media ist Gemeinschaft, keine Competition.

Instagram: Bitte keine Selfies mehr!

Durch meinen Instagram-Feed scrolle ich täglich so 2,3 mal. Das ist wahrscheinlich im Vergleich nicht wirklich viel und trotzdem konnte ich in letzter Zeit eine Art Sättigung erkennen. Schuld sind vor allem die Selfies, denen man sich kaum noch entziehen kann.

Ich liebe Instagram dafür, dass jeder zum Fotografen werden kann. Ich mag die Alltagsschnappschüsse von Freunden, Fremden und Menschen, zu denen ich aufblicke. Ich liebe die Inspirationen in Sachen Mode und Living, ich mag die Musik- und Büchertipps. Ich finde es toll, dass (richtige) Fotografen einen ersten Blick auf aktuelle Fotostrecken geben. Ich mag Fotos am Strand, von Freunden, von Liebenden, von Hundewelpen, putzigen Katzen und saftigem Schokokuchen.

Die Seuche heißt Selfie

Und trotzdem gib es eine Sache, dich mich richtig ankotzt: Selfies. Jeden Tag gibt es Menschen, die mir auf 510 x 510 Pixeln debil entgegen grinsen oder alternative witzige Grimassen ziehen. Selfies gibt es nicht erst seit gestern, aber bei mir ist der Punkt erreicht, an dem ich sie nicht mehr sehen kann. Wie kann jemand jeden zweiten Tag ein Foto von sich selbst machen und es veröffentlichen? Welche Reaktionen erwartet der Uploader? Was soll ich unter ein Foto schreiben, was bis auf ein riesiges Gesicht vollkommen inhaltsleer ist? Diese Fotos sind nicht besonders oder kreativ. Sie strahlen weder Lebensfreude aus noch Trauer. Sie sagen nichts.

Der erste Schritt zur Besserung

Als Reaktion auf meine gestiegene Abneigung habe ich alle meine Selfies von meinem Profil gelöscht. Ich will keine Likes mehr für mein Gesicht, ich will nicht hirnlos Fotos von mir im Netz verbreiten und vor allem möchte ich es anderen Leuten ersparen. Jedes Foto von mir, dass nur aussagt “Schaut mal, ich sehe gerade gut aus” oder auch “Ungeschminkt aus dem richtigen Winkel werde ich zur natürlichen Schönheit” sind weg. Übrig geblieben sind Fotos, die mich mit Freunden zeigen. Fotos, die Spaß, Lebensfreude und Zusammenhalt eingefangen haben, wie es eben nur Fotos können.

Zukunft

Ich werde zukünftig nicht nur verstärkt darauf achten, das Fotos die ich hochlade einen Mehrwert haben, ob für Freunde, Bücherliebhaber oder Landschaftsfetischisten, sondern auch rigoros meinen Feed ausmisten. Leute die mich nerven werden verbannt. Ich habe keine Lust mehr mich über so etwas Banales wie Instagram weiter zu ärgern.

 

Wie oft denkt ihr über euer Nutzungsverhalten nach? Was postet ihr und vor allem: Was seht ihr gerne in eurem Feed?

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