Review: Splash 2014

PANO_20140714_010341Ich bin nur schon seit ein paar Tagen vom Splash! Festival zurück und es ist höchste Zeit einen kleinen Bericht darüber zu verfassen. Für mich, für euch, für die Erinnerung.

Das Splash! findet bereits seit ein paar Jahren in Ferropolis statt. Das Gelände in Gräfenhainichen wurde früher zum Braunkohleabbau genutzt und noch heute stehen die (restaurierten) Bagger und Maschinen neu platziert und machen den Charme der Veranstaltungsstätte aus. Der urbane industrielle Eindruck passt wunderbar zum Rap, ist aber auch sonst ein idealer Veranstaltungsort. Ferropolis ist von Gremminer See umgeben, wodurch es auch eine Bühne direkt am Wasser gibt. Das macht nicht nur optisch einiges her, sondern sorgt auch für Abkühlung.

Die Veranstalter haben die Gegebenheiten des Geländes hervorragend genutzt. Die großen Bagger „spucken“ nachts Feuer und die Mainstage ist umrahmt von Sitzmöglichkeiten. Gut gefallen hat mir außerdem, dass die Imbissbuden super integriert waren und alle im gleichen Gewand untergebracht waren. Die Gestaltung war insgesamt sehr einfach, was ich jedoch als sehr positiv empfunden habe.

Erwähnen sollte man auch, dass es eine gute Auswahl an Essen gab und die Preise vollkommen ok waren. Eine nicht weniger schöne Auswahl gab es übrigens auch beim Merch. Pullis, Beutel, Shirts, Snapbacks: Alles mit dem Splash! Logo verziert. Die meisten Sachen gingen auch weg wie warme Semmeln. Daneben gab es auch noch einen schönen Stand von krasserstoff, wenn man sich lieber mit Casper, Olson und Co. einkleiden will. Nackt musste also niemand nach Hause.

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Es gibt insgesamt drei richtige Bühnen, sowie eine kleine indoor Bühne, auf der Lesung etc. stattfinden. Das Line-Up bestand vor allem aus deutschen, aktuellen Künstler, wodurch das Publikum im Schwerpunkt 18-25 Jahre war. Meine Highlights waren Afrob, Samy Deluxe, K.I.Z. und Prinz Pi. Der Letztgenannte hatte übrigens die beste Bühnenshow, K.I.Z. waren die Witzigsten. Den Auftritt von Kollegah fand ich eher enttäuschend, wirkte auf mich alles viel zu einstudiert und stellenweise war es auch etwas langweilig. Der Höhepunkt des Auftritts war eindeutig Caspers Erscheinen und die gemeinsame Performance von „Mittelfinger Hoch“ Cro hat es leider mit der Publikums-Kommunikation noch nicht so drauf und der Sound war ebenfalls nicht sp das Wahre. Sehr darüber gefreut habe ich mich, dass ich Chakuza kurz live gesehen habe, den hatte ich nämlich gar nicht auf dem Schirm.

Für alle, die sich ein bisschen für HipHop interessieren ist es natürlich auch toll über das Festivalgelände zu laufen und Visa Vie oder Toxic zu treffen. Oder auch Marcus Staiger mal ganz nah zu erleben. Wenn man ein bisschen Glück hat, läuft einem auch der ein oder andere Künstler über den Weg.

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Es gibt wahrscheinlich unterschiedliche Festival-Typen. Die einen lieben es, sich auf dem Zeltplatz voll daneben benehmen zu können, andere wollen einfach mal sehen wie das so ist und wieder andere sind eben vor allem wegen der Musik da. Ich zähle mich zu den Musikliebhabern und bin dieses Jahr mit einem guten Gefühl was dies betrifft wieder nach Hause gefahren.

Auch das Campen fand ich ganz ok. Erstaunlich wie schnell man sich daran gewöhnt, morgen erstmal ein paar Minuten zum nächsten Waschbecken zu laufen. Die Leuten auf dem Campingplatz waren gut durchgemischt, von introvertiert bis Rampensau. Ich hatte das Gefühl, dass da jeder machen kann worauf er gerade Bock hat und nicht von anderen bedrängt wird, aber man total schnell mit anderen in Kontakt kommt, wenn man das denn möchte. Sowas mag ich ja!

 

Abschließend kann ich nur sagen, dass mir das Splash wirklich gut gefallen hat und es sich voll gelohnt hat. Ich würde nicht um jeden Preis nächstes Jahr wieder fahren, aber wenn mich das Line-Up überzeugt und sich tolle Leute finden, wäre ich gerne wieder dabei.

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Love to hear #1

 

 

Lovetohear_1Oliver Koletzkis neues Album “I AM OK” ist perfekt für Büro, zum Fahrradfahren, aufräumen schreiben und vor allem tanzbar. Die Imagine Dragons halten mich mit “Night Visions” immer noch bei Laune. Ich hoffe so sehr, die machen was aus sich. OutKast lerne ich gerade lieben, schließlich muss ich auf dem Splash mitsingen können. Kollegah kann man sich auch ganz gut geben hat ein echt gutes Album abgeliefert. Mark Forster hat in Zusammenarbeit mit Sido den tollen Song “Au revoir” herausgebracht. Meine Sommerliebe OK KID machen gerade Werbung für ihre neue EP “Grundlos”. Ich freue mich so.

Release: Kollegah “King”

Von Kollegah kann man halten was man will. Für den einen bloß ein weiterer Prollrapper und für andere ein Gott in Lyrik und Doubletime. Bei der Art, wie Kollegah sein heute erschienenes Album “King” beworben hat, gibt es allerdings keine Grundlage zur Diskussion.

Für alle die mit Kollegah nicht so vertraut sind: Kollegah, seines Zeichens unter Vertrag bei Selfmade, hat vor etwa einem halben Jahr einen Youtube Account ins Leben gerufen, in dem er regelmäßig seine Fans bei Laune hält. Dabei handelt es sich nicht um stinknormale Track by Track Videos oder Interviews. Der Rapper nimmt die Zuschauer bei “Bosshaft unterwegs” mit in seine Musikerkreise und Reisen, hat eine Latenight Show und auch die Lyrik Lounge, wo er einmal mehr beweist, was er flow und auch songtexttechnisch drauf hat.

Schon im Vorfeld kann man sicher sagen, dass “King” den Chartthron erklimmen wird. Auch wenn ich das Album noch nicht gehört habe, finde ich das vollkommen gerechtfertigt. Kollegah legt sich ins Zeug für seine Fans. Top!