Fest & flauschig: War doch gar nicht so schlimm

Die erste Folge “Fest und Flauschig” von Olli Schulz und Jan Böhmermann ist ab sofort auf Spotify verfügbar. Die neue Freiheit tut den Beiden gut.

Fest und Flauschif von Jan Böhmermann und Olli Schulz
Quelle: Spotify

Ein persönliche Premiere gab es bei mir parallel zur ersten Folge: Noch nie saß ich morgens gespannt mit Müsli, Ingwertee und Kopfhörern im Bett um einen Podcast zu hören.

Meine fast feierliche Zeremonie hat sich aber gelohnt. “Fest & flauschig” fängt genauso an, wie “Sanft und Sorgfältig” letzten Monat endete. Gewohnt wird gemeckert, gelabert und gealbert. Nach ein paar Wochen Pause gibt es bei Schulz und Böhmermann viel Gesprächsbedarf. So wird über Schuhe geredet, über das elendige Erdogan-Thema, aber auch die großen Fünf sind wieder mit dabei. Diesmal: Die großen fünf deutschen Imbissgericht. Kulinarisch also schon sehr hörenswert.

Fest & Flauschig

Natürlich wird auch der Wechsel zu Spotify thematisiert. Gleich zu Beginn betonen die Beiden, dass sie selbst auf den Streamingdienst zugegangen wären. Die weitere Zusammenarbeit mit der ARD scheiterte schlussendlich an 200 Euro, wie Böhmermann und Schulz sagen.

Quelle: Facebook-Page von Olli Schulz
Quelle: Facebook-Page von Olli Schulz

 

Nun genießen die beiden Moderatoren ihre neue Freiheit bei Spotify. Inklusive Werbekampagne, wie die beiden stolz erzählen. Bei Radio Eins, ihrer alten Radioheimat, wäre so etwas immer wieder abgelehnt worden, erklärt Böhmermann. Auch sonst wirken Beide mit dem neuen Arbeitgeber zufrieden, ohne ihn hochzuhalten. Das Korsett der Öffentlich-Rechtlichen ist Geschichte. Dadurch kann frei über alles geredet werden und weder Werbung noch Musik unterbricht den Dialog.

Alles halb so schlimm

Über “Fest & Flauschig” kann jeder meckern, wie er möchte. Einen inhaltlichen Unterschied zu vorher gibt es allerdings nicht. Nur die Art des Abspielens hat sich geändert. Auch in Zukunft wird es launige Folgen geben und richtig gute. Eben so, wie Böhmermann und Schulz gerade drauf sind. Ohne geschriebene Dialoge und eng geplanten Zeitplan. Olli und Jan halt.

Momentan ist der Podcast nur mit Android und iOS über die Spotify-App zu hören. Angeboten wird es derzeit nur in Deutschland und Österreich. Die Schweiz folgt bald. Auf Youtube findet Ihr aber nach wie vor alle Folgen.

 

 

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Meine Woche in Worten: Mozart In The Jungle und mein Fazit zu #sundb

“Schulz und Böhmermann” ist vorerst zuende, mit “Mozart In The Jungle” habe ich eine tolle Comedy-Serie entdeckt und dann ist da noch ein Artikel, den jede Frau lesen sollte.

Die letzte Woche bestand aus unheimlich viel Prokrastination. Allerdings eher unnötiger, also dass ich wirklich neue erkenntnisreiche Einsichten bekommen hätte. Heute steht aber endlich die letzte Klausur an und dann habe ich endlich Zeit für Bücher, Netflix und Spaß.

Serien

Mozart In The Jungle” von Amazon

Rein von den Werbebildern hätte ich nicht gedacht, dass mir MitJ gefällt. Da die Serie diesen Jahr aber mehrere Golden Globes abgeräumt hat, musste ich der Serie natürlich eine Change geben. Zum Glück!

Die Serie dreht sich rund um das Ensemble des New York Orchestras. Am Anfang der Serie kommt ein neuer Dirigent, der nicht nur ziemlich jung und unkonventionell ist, sondern auch unheimlich exzentrisch. Hailey, die eigentlich Oboe spielt und ein Teil des Ensembles sein möchte, wird zu seiner Assistentin. Außerdem gibt es den alten Dirigenten, der eifersüchtig auf den neuen ist, ein ältere Oboe-Spielerin, die Hailey nicht im Orchester sehen will und viele Musiker und Protagonisten mehr, die alle sehr klare und spannenden Charakter sind.

Die Serie lebt natürlich von dem außergewöhnlichen Setting. Die Story drehen sich rund um Liebe, Freundschaft und kleinen Intrigen, ist also eher gewöhnlich. Durch das Drumherum ist die Serie aber absolut sehenswert und sehr unterhalten. Perfekt für ein kleines Binge-Watching-Wochenende. Die klassische Musik ist außerdem sehr pointiert eingesetzt, nervt also nie.

Artikel

A story of a Fuck Off Fund” von Paulette Perhach

Vor allem für Frauen ein Must-Read. Der Text erklärt, warum Geld uns die Freiheit gibt, zu tun und zu lassen, was immer wir wollen – gerade in schwierigen Situationen. Das eher spießige Wort Sparen wird dadurch um einiges attraktiver.

Sendungen

Schulz und Böhmermann” im ZDF

Sonntagabend lief vorerst die letzte Folge von #sundb. Ich bin leider nicht so begeistert. Die erste ausgestrahlte Folge (die eigentlich als zweites aufgezeichnet wurde) fand ich am besten. Die Gästen waren damals unheimlich interessant und das Gespräch hatte eine tolle Dynamik.

Die zweite und dritte Folge waren mir viel zu albern. Auch wenn es dort tolle Tendenzen gab und auch spannende Menschen am Tisch saßen, wurde die Ernsthaftigkeit immer jäh unterbrochen. Vielleicht haben Schulz und Böhmermann einfach Angst vor einer ernsthaften Talkshow?

Die letzte Folge fand ich insgesamt einfach sehr langweilig. Die Gästen waren nicht wirklich interessant, bzw. konnten sich nicht wirklich gut verkaufen. Riaz, der von seiner Flucht aus Syrien erzählt hat, hatte natürlich unfassbares zu erzählen, passte aber nicht gut ins Setting und wirkte leider etwas außen vor.

Ich freue mich natürlich trotzdem auf die nächste Staffel.