Meine Woche in Worten: Mozart In The Jungle und mein Fazit zu #sundb

“Schulz und Böhmermann” ist vorerst zuende, mit “Mozart In The Jungle” habe ich eine tolle Comedy-Serie entdeckt und dann ist da noch ein Artikel, den jede Frau lesen sollte.

Die letzte Woche bestand aus unheimlich viel Prokrastination. Allerdings eher unnötiger, also dass ich wirklich neue erkenntnisreiche Einsichten bekommen hätte. Heute steht aber endlich die letzte Klausur an und dann habe ich endlich Zeit für Bücher, Netflix und Spaß.

Serien

Mozart In The Jungle” von Amazon

Rein von den Werbebildern hätte ich nicht gedacht, dass mir MitJ gefällt. Da die Serie diesen Jahr aber mehrere Golden Globes abgeräumt hat, musste ich der Serie natürlich eine Change geben. Zum Glück!

Die Serie dreht sich rund um das Ensemble des New York Orchestras. Am Anfang der Serie kommt ein neuer Dirigent, der nicht nur ziemlich jung und unkonventionell ist, sondern auch unheimlich exzentrisch. Hailey, die eigentlich Oboe spielt und ein Teil des Ensembles sein möchte, wird zu seiner Assistentin. Außerdem gibt es den alten Dirigenten, der eifersüchtig auf den neuen ist, ein ältere Oboe-Spielerin, die Hailey nicht im Orchester sehen will und viele Musiker und Protagonisten mehr, die alle sehr klare und spannenden Charakter sind.

Die Serie lebt natürlich von dem außergewöhnlichen Setting. Die Story drehen sich rund um Liebe, Freundschaft und kleinen Intrigen, ist also eher gewöhnlich. Durch das Drumherum ist die Serie aber absolut sehenswert und sehr unterhalten. Perfekt für ein kleines Binge-Watching-Wochenende. Die klassische Musik ist außerdem sehr pointiert eingesetzt, nervt also nie.

Artikel

A story of a Fuck Off Fund” von Paulette Perhach

Vor allem für Frauen ein Must-Read. Der Text erklärt, warum Geld uns die Freiheit gibt, zu tun und zu lassen, was immer wir wollen – gerade in schwierigen Situationen. Das eher spießige Wort Sparen wird dadurch um einiges attraktiver.

Sendungen

Schulz und Böhmermann” im ZDF

Sonntagabend lief vorerst die letzte Folge von #sundb. Ich bin leider nicht so begeistert. Die erste ausgestrahlte Folge (die eigentlich als zweites aufgezeichnet wurde) fand ich am besten. Die Gästen waren damals unheimlich interessant und das Gespräch hatte eine tolle Dynamik.

Die zweite und dritte Folge waren mir viel zu albern. Auch wenn es dort tolle Tendenzen gab und auch spannende Menschen am Tisch saßen, wurde die Ernsthaftigkeit immer jäh unterbrochen. Vielleicht haben Schulz und Böhmermann einfach Angst vor einer ernsthaften Talkshow?

Die letzte Folge fand ich insgesamt einfach sehr langweilig. Die Gästen waren nicht wirklich interessant, bzw. konnten sich nicht wirklich gut verkaufen. Riaz, der von seiner Flucht aus Syrien erzählt hat, hatte natürlich unfassbares zu erzählen, passte aber nicht gut ins Setting und wirkte leider etwas außen vor.

Ich freue mich natürlich trotzdem auf die nächste Staffel.

Meine Woche in Worten: Von Konsumverhalten und schmutzigen Tatorten

Überflieger oder Schnee von gestern? Im Wochenrückblick kümmere ich mich um Themen, die auch noch morgen für Gesprächstoff sorgen werden. Diese Woche hab ich mir ein paar Gedanken um Konsum gemacht und eine tolle Serie wiederentdeckt.

Diese Woche beginnt die Klausurenphase und die Prakrastination ist bei mir im vollem Gang. Die Wohnung ist sauber und ein lecker duftender Kuchen steht auf dem Tisch. Womit ich mir diese Woche sonst noch die Zeit vertrieben habe, lest Ihr hier:

Serien

Der “Tatortreiniger” ist hoffentlich hinreichend bekannt. Wenn nicht: Die Serie dreht sich um Schotty und seinen Job als Tatortreiniger. In jeder Episode trifft er auf skurrile Situationen und spannende Persönlichkeiten. Das wird alles so schön locker und authentisch erzählt, es ist wunderbar.

Ich schaue gerade die fünfte Staffel, die wieder alle Erwartungen erfüllt. Alle Folgen gibt es bei Amazon Prime.

Artikel

Selbstversuch: 365 Tage secondhand” vom Greenpeace-Blog

Klar, ein Jahr lang keine neue Kleidung zu kaufen klingt erstmal toll. Es stößt mir aber wirklich bitter auf, dass ein Jahr lang nur secondhand kaufen als Leistung gilt. Noch dazu, ist das eben ein Experiment, was kaum alltagstauglich ist.

Besser wäre doch, ein Jahr lang zu versuchen, nur vier neue Kleidungsstücke zu kaufen. Denn die Minimierung des Konsums sollte das Ziel sein, nicht einjährige Experimente, die schwer in den Alltag zu integrieren sind.

Ich brauche das, wirklich”  auf doyouliketohurt.com

Kim hat sich mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinander gesetzt. Wie wir uns immer wieder neu manipulieren, damit der fünfte graue Cardigan auch noch bei uns einziehen darf. Sehr selbstreflektiert und ehrlich geschrieben.

Shopping tötet” von der Zeit

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Jup, diese Woche bin ich ganz schön konsumkritisch unterwegs. Pünktlich zur Fashion Week hat sich auch die Zeit mit Mode als Konsumgut beschäftigt. Der Beitrag setzt sich auch mit dem Dokumentarfilm “The True Cost” auseinander, der die ganze Wertschöpfungskette der Modeindustrie dokumentiert.

Jumpsuits aus PET-Flaschen” von spiegel.de

Damit ich nicht nur mecker, gibt es hier auch was konstruktives: Der Spiegel hat anlässlich zur Fashion Week ein paar Eco-Labels vorgestellt. Ich hab mir gleich ein paar Labels gebookmarked und freue mich schon darauf, mich näher mit den einzelnen Marken auseinandersetzen zu können.

Ein Informatiker will Alzheimer mit Mensch-Computern bekämpfen” von Wired

In Deutschland leiden 1,3 Millionen Menschen an Alzheimer. Eine Chance auf Heilung gibt es derzeit nicht. Ein Wissenschaftler und ein Informatiker forschen derzeit an der Krankheit und wollen das Internet bei der Auswertung von Ergebnissen mit einbeziehen.

Das ist nicht nur unglaublich spannend, es schafft auch Hoffnung. Außerdem klingt es wie eine kleine Revolution der Wissenschaft.

Winterblues? Attacke!” von je-suis-huck.com

Zum Abschluss etwas zum Aufheitern. Der Winter macht uns doch alle mürbe und miesepetrig. Ellen hat sich dem Winterblues mit ganz viel Humor angenommen und mir auf jeden Fall einen schönen Tag damit bereitet. Euch hoffentlich auch!

Wenn Ihr Linktipps habt oder einfach etwas tolles im Netz gefundet habt, immer her damit. Ich freue mich über Ablenkung!

“Awkward” – Die Überraschung des Sommers

Nachdem ich von von “The Walking Dead” und “Game of Thrones” jeweils die 4. Staffel beendet hatte, hatte ich Lust auf eine kurzweilige, lustige Serie. Ohne viel Nachdenken und bitte auch ohne Brutalität. Ich entschied mich für “Awkward”.

Die Serie läuft bereits seit 2011 auf mtv (bzw. viva) und steht auch schon ebenso lange auf meiner Watchlist. Die Handlung ist schnell erklärt: Die 15jährige Jenna ist ein ganz normales Mädchen auf einer amerikanischen High School. Ihr niedriges Selbstbewusstsein plagt sie und wird von ihr auf ihrem Blog verarbeitet. Im Sommercamp schläft sie mit Matty, auf den sie schon lange ein Auge geworfen hat. Kurz darauf hat Jenna einen Unfall im heimischen Badezimmer, der für ihr Umfeld wie Selbstmordversuch aussieht. Von da an ist Jenna für alle das Selbstmordmädchen und muss sich nicht nur mit ihrer neu gewonnen Popularität herumschlagen, sondern auch damit, dass Matty es vermeidet mit ihr in der Öffentlichkeit gesehen zu werden.

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Ich dachte anfangs, es wäre schwer sich in eine Story hineinzuversetzen, die von einer 15jährigen getragen wird. Die Probleme, Ängsten und Freuden konnte ich allerdings sehr gut nachvollziehen und so war ich bereits nach wenigen Episoden süchtig. Jenna ist verunsichert, ironisch und klug und damit absolut liebenswert. Sie erlebt Situationen, die wohl von jedem Mädchen nachempfunden werden können, wodurch man prima mitfiebern kann.

Leider kommt “Awkward” nicht ganz ohne Stereotypen aus, wie etwa die (zu) jung gebliebene Mutter, die verrückter ist als die Tochter, oder auch Jennas beste Freundin, die unbedingt beliebt sein will. Die Darstellung ist in den meisten Fällen allerdings sehr gelungen und führen zu witzigen Momenten.

Begeistert bin ich auch von Sadie, die die intrigante Zicke verkörpert. Denn bei ihr wird von Anfang an deutlich, dass hinter all der Missgunst viele Selbstzweifel und Ängste stecken. Generell bin ich durch die Serie ein großer Fan der Darsteller geworden.  Ashley Rickards (One Tree Hill) verkörpert wunderbar die heranwachsende Jenna. Und auch Beau Mirchoff  (Desperate Housewifes) ist eine gute Besetzung für Matty. Ebenfalls toll finde ich Desy Ledic, die die etwas verdrehte Vertrauenlehrerin spielt.

Die Serie weist teilweise starke Ähnlichkeit zu “Suburgatory” auf, ist aber etwas authentischer und nicht ganz so überdreht. Durch die Länge von nur 20 Minuten pro Folge eignet sich “Awkward” perfekt zu hintereinander weggucken und ganz tief eintauchen. Der nächste Sonntag im Bett ist also gerettet.

Hier gibt es alle Folgen kostenlos und legal.