Sport: 5 Tipps und Apps um durchzuhalten

Regelmäßig Sport machen verlangt mir manchmal mehr ab als mir lieb ist. In letzter Zeit habe ich allerdings gemerkt, was meiner Motivation gut tut. Meine Tipps:

Sport Apps und Tipps um durchzuhalten

Dreimal die Woche Sport, jeden Tag ein bisschen Bewegung im Freien. Trotz all der Ernährungs- und Sportmythen wissen wir eigentlich selbst, was uns gut tun würde. Um uns fitter zu fühlen, reicht oft schon eine winzige Änderung im Alltag – und ein bisschen Disziplin. Trotzdem einfacher gesagt als getan.

Nach vielen erfolglosen Versuchen meinerseits, bin ich gerade auf dem richtigen Weg. Bislang konnte ich fünf Dinge ausmachen, die mein Verhältnis zu Sport und Bewegung positiv beeinflussen.

Ziele setzen

Damit meine ich nicht das Gewicht. Durch Sport reduzierst du nicht nur dein Körperfett, sondern baust auch Muskeln auf. Über die Effektivität sagt dein Gewicht also wenig aus.
Viel mehr solltest du dir als Ziel setzen, wie oft du in der Woche Sport machen möchtest und wie lange. Das verspricht nicht nur schnelle Erfolgserlebnisse, sondern lässt sich auch super skalieren.

Google Calendar Goals
Quelle: https://googleblog.blogspot.de/2016/04/find-time-goals-google-calendar.html

Um meine Ziele zu definieren und einzuhalten benutzte ich seit Neustem die Goals vom Google Calendar. Dort kannst du Ziele einstellen, wie zum Beispiel “3 Mal die Woche Laufen je 30 min“. Der Google Calendar plant diese Termine dann dynamisch ein. Wenn du z.B. Dienstag deinen Lauftermin hast und du Google mitteilst, dass du es nicht geschafft hast, verschiebt der Kalender deinen Termin. Super praktisch!

Training tracken

Nach einer Runde Laufen bin ich eh voll motiviert. Ein Blick auf meine verbrannten Kalorien verstärkt das nur noch. Generell ist es super im Nachhinein sehen zu können, wie lange du gelaufen bist und wie viele Kilometer du zurückgelegt hast.
Google Fit macht das ganz automatisch. Die App merkt, wenn ich loslaufe und sagt mir wie lange ich gelaufen bin, wie viele Kalorien ich verbrannt habe, wie viele Schritte das waren und und und.
Am nützlichsten ist aber, dass die Google Fit meinen ganzen Tag begleitet. Sie zählt auch so meine Schritte und auch Kalorien, die durch Inaktivität verbrannt werden.
Außerdem lässt sich die App mit anderen Apps koppeln, zum Beispiel mit Sworkit. Dadurch addieren sich dort verbrauchte Kalorien ganz einfach. Auch andere Aktivitäten wie Yoga oder Fitness kannst du einfach händisch hinzufügen.

Google Fit
Quelle: https://www.google.com/fit/

Durch die einfache visuelle Darstellung gibt mir Google Fit immer eine gute Übersicht darüber, wie aktiv ich die Woche über war. Und natürlich weiß ich dadurch auch, an welchen Tagen ich aktiver sein sollte.

Abwechslung

Ein ausgefuchster Trainingsplan macht am Anfang wenig Sinn, weil du erst einmal reinkommen und deinen Rhythmus finden musst.
Abwechslung ist trotzdem das A und O. Wenn du diesen Beitrag anklickt hast, bist du wahrscheinlich nicht gerade ein Jogging-Enthusiast und bist nicht jeden Morgen hibbelig, endlich loszulaufen. Damit dir deine Laufstrecke, das Fitness-Video oder das Pinterest-Board nicht nach drei Tagen aus den Ohren kommt, such dir verschiedene Bewegungsmöglichkeiten.
Ich laufe momentan und habe außerdem ein Bauch-Beine-Bo-Video bei Youtube gefunden. Schlechtes Wetter und Dunkelheit ist also keine Ausrede mehr.
Abwechslung ist übrigens auch für Deinen Körper und die Fettverbrennung goldwert.

Meine Laufstrecke variiere ich jedes Mal ein bisschen und auch die Fitness-Videos wechsel ich nach ein paar Mal. So kommt keine Langweile auf!

Mach Dir selbst keinen Druck

Jeder Schritt tut gut. Was für eine Binsenwahrheit. Doch es stimmt. Lieber eine halbe Stunde spazieren als gar nicht das Haus verlassen. Lieber nach 10 min gehen als gar nicht erst loslaufen.
Wie oft hatte ich meine Laufschuhe an und hatte keine Lust auf eine halbe Stunde anstrengend durch die Gegend laufen. Ich war verbissen, wenn ich erst einmal anfing zu laufen, hab ich nicht mehr aufgehört. Dadurch hab ich oft gar nicht erst anfangen.
Mittlerweile bin ich entspannter. Mein Körper ist jeden Tag anders. Mal laufe ich eine halbe Stunde durch, an anderen Tagen muss ich alle fünf Minuten ein paar Schritt gehen.
Wichtig ist, sich überhaupt aufzuraffen!

Hör auf Deinen Körper!

Wer bewusst auf seinen Körper achtet, kann nicht viel falsch machen. Nach nur zwei, drei Wochen regelmäßig laufen habe ich mich schon deutlich fitter und wacher gefühlt. Dazu verändert sich die Ausstrahlung, Sportler wirken vitaler.

Und selbst wenn es mir mal nicht so gut ging, hab ich meinem Körper vertraut. Wenn ihm nach Schokolade und Pizza ist, dann lass ich das gerne zu. Weil ich weiß, dass ich einen Tag später wieder Lust auf Gemüse habe.

Sich selbst zu pushen mag für ein paar Wochen funktionieren, doch deinen Körper solltest du nie auf “Stumm” schalten. Sonst wird Sport zum Korken, nicht zum Ventil.

Welche Tipps hast Du für mehr Disziplin?

Serien: Tipps für das schlechte Wetter

Bei dem komischen Wetter schau ich gerne Serien. Womit es sich jetzt anzufangen lohnt:

Serien Tipps für schlechtes Wetter

Durch zahlreiche Abgabetermine in der Uni, hab ich leider gerade nicht so viel Zeit für einen Serienmarathon. In den letzten Wochen sind trotzdem ein paar dazugekommen, die sich anzuschauen lohnen. Gerade, weil dieses Wetter perfekt für ein paar Folgen am Stück ist.

Homeland

homeland

Im Zentrum der Geschichte steht Carrie, eine CIA-Agentin. Als Nick Brody nach acht Jahren Gefangenschaft auf dem Irak zurückkommt, verdächtigt sie ihn, eine Schläferzelle der Terroristen zu sein. Bei ihrem Versuch, ihn zu entlarven, kommt sie Brody gefährlich nah.

Bei Homeland weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht weiter. Die erste Staffel hat mich total gefesselt, bei der zweiten haben mich die Hauptcharaktere immer mehr genervt. Der Kampf gegen den Terror rückt in den Hintergrund, stattdessen werden mehr und mehr die privaten Probleme beleuchtet. An sich ja schön, nur sind mir die Protagonisten Carrie und Brody gar nicht sympathisch.

Daredevil

Daredevil Kommentar Kritik

Murdock versucht tagsüber als junger Anwalt Fuß zu fassen und kämpft nachts gegen das Verbrechen. Eine Kleinigkeit unterscheidet ihn aber von den sonstigen Superhelden: Er ist blind.

Mit Daredevil habe ich gerade erst angefangen, aber bin schon sehr begeistert. Die Darstellung ist detailverliebt und selbst die Kämpfe finde ich durch die eindrucksvolle Inszenierung spannend. Das Storytelling suggeriert außerdem, dass die Vorgeschichte der Charakter noch viele Geheimnisse verbirgt.

House of Cards

House Of Cards Kritik Kommentar

In House of Cards verfolgt Ihr das Spiel um die Macht von Frank Underwood. Er ist Kongressabgeordneter der Demokraten, kämpft in der ersten Staffel aber um den Platz als Außenminister. Um seine Ziele zu erreichen, greift er zu jedem Mittel.

House of Cards ist ein Must-See. Das politische Geschick von Underwood ist großartig. Die Geschichte ist immer in Fahrt, weil jederzeit eine Intrige oder ein Hinterhalt auffliegen könnte. Mein Lieblingscharakter ist Claire Underwood, weil sie durch ihre selbstbewusste und teils hinterlistige Art, Frauen endlich auf eine Stufe mit Männern stellt. Bei House of Cards hab ich außerdem das Gefühl, etwas Intelligentes zu schauen und nicht bloß belangloses Zeug.

The Man in the High Castle

The man in the high castle kritik

Die Serie spielt in einer alternativen Zukunft. Die Nazis und die Japaner haben den zweiten Weltkrieg gewonnen und die Welt unter sich aufgeteilt. Ein junge Amerikanerin findet einen Film, der die Allierten als Sieger darstellt und beginnt, das System zu hinterfragen. Bald trifft sie auf Joe Blake, der angeblich für den Widerstand an der Ostküste arbeitet. Trotz unterschiedlicher Ziele helfen die beiden sich immer wieder.

Auch bei The Man in the High Castle brauchte ich ein paar Folgen, um die Geschichte richtig einordnen zu können. Wenn Ihr erstmal drin seid, sorgt die Serie durch ihre Erzählweise aber für ordentlich Adrenalin. Vor allem die strikte Erbarmungslosigkeit der Nazis und der Japaner ist erschafft ein beklemmendes Gefühl, sobald sie die Szenerie betreten.

Better Call Saul

Better Call Saul Kritik

Better Call Saul beschäftigt sich mit der Vorgeschichte von Saul Goodmann, dem Anwalt aus Breaking Bad. Als Jimmy McGill bekommt er seine Karriere nicht wirklich auf die Kette, entdeckt dann aber durch Zufall einen riesigen Betrug von Seniorenheimen an ihren Bewohnern. Er selbst und sein Bruder legen ihn aber immer wieder Steine in den Weg.

Ich bin großer Breaking Bad-Fan, braucht aber doch ein paar Folgen, um mit Better Call Saul warm zu werden. Dem Rezipienten werden am Anfang viele Puzzleteile hingeschmissen, die ich erst nicht zusammensetzen konnte. Ab der fünften Folge gewinnt die Serie aber etwas an Fahrt und die Zuschauer erfahren immer mehr über die Hintergründe. Und Jimmy McGill aka Saul Goodmann ist einfach ein spannender Charakter, der durch Bob Odenkirk hervorragend gespielt wird.

 

Alle Serien sind meiner Meinung nach sehr storylastig. Es ist also Konzentration gefragt, statt Multitasking. Gerade, weil Ihr sonst viele Details verpassen werdet. Für das Wetter sind solche Serien, die einen etwas fordern und in ihren Bann ziehen, richtig super.

Welche Serien könnt Ihr empfehlen?

Lessons learnt: Ein halbes Jahr Home Office

Im Home Office zu arbeiten war für mich lange ein Traum. Mittlerweile ist er seit einem halben Jahr Wirklichkeit und hat ein bisschen Glanz eingebüßt.

Freiberuflich arbeiten wird stark idealisiert. Es klingt nach Lust und Laune, Laptop im Bett und coole Projekte. Natürlich ist es in Wahrheit anders. Die freie Zeiteinteilung, die entspannte Atmosphäre deines Zuhauses und morgens kein U-Bahn-Gequetsche sind klare Vorteile. In der Vorstellung schaut also alles super aus, nichtsdestotrotz musste ich mir in den vergangen Monaten einige Eingeständnisse machen.

Lessons Learned Home office Freiberufler

1. Du arbeitest mehr

Selbst wenn du eine hohe Arbeitsmoral hast, beinhaltet ein Tag im Büro eben auch: Kaffee/Tee/Wasser holen, ein kleines Schwätzchen mit Kollegen, Make-Up und Frisuren Check auf der Toilette. In acht Stunden im Büro arbeitest du effektiv wahrscheinlich sechs. Höchstens.
Zuhause kochst du zwar ebenso Kaffee oder telefonierst mit einer Freundin, diese Zeit kannst du dem Kunden aber nicht abrechnen. Und während ich arbeite, vermeide ich auch bewusst Dinge, die mich stören könnten. Wenn ich an einem Artikel arbeite, liegt das Smartphone gerne eins, zwei Stunden umgedreht und lautlos auf dem Tisch. Meinen Kaffee habe ich vor Beginn gemacht und eingehende Nachrichten beantworte ich erst, wenn mein Timer wieder aus ist.

In acht Stunden so viel schaffen, wie sonst an zwei Tagen im Büro ist natürlich großartig. Aber Arbeit ohne diese kleinen Pausen ist auch anstrengender. Und fühlt sich mehr nach Arbeit an. Außerdem sollte man beachten, das einen in der Regel niemand für die Schnelligkeit bezahlt.

2. Du hast keinen festgelegten Alltag mehr

Der “Alltag” hat ein sagenhaft schlechtes Image. Dabei bietet er dir Halt und Orientierung. Na klar, es ist wunderbar, wenn du um 10 aufstehen kannst und dich um 14 Uhr erst einmal gemütlich zum Mittagessen triffst.

Der Nachteil: Niemand gibt dir Routine. Du bist also selbst dafür verantwortlich, deinen Alltag sinnvoll zu strukturieren. Das ist gar nicht so einfach. Denn du musst nicht nur die anfallenden Arbeit erledigen, sondern auch die Wohnung putzen, Essen kochen und eine Stunde am Tag Bewegung sollte ja auch noch drin sein.

Und am Anfang ist es ziemlich doof, Verabredungen am Abends ausschlagen zu müssen, weil noch ein Haufen Arbeit auf deinem Schreibtisch liegt.

3. Fehlende Trennung zwischen Arbeit und Privatleben

Seitdem ich im Home Office arbeite, arbeite ich gerne ein paar Sachen im Bett ab – oft noch vor dem Frühstück. Ich liebe die frühen Morgenstunde dafür, dass sie so ruhig sind. An anderen Tagen arbeite ich gerne abends oder nachts, um überschüssige Energie loszuwerden.

Als Freiberufler hast du bei vielen Jobs keine festen Arbeitszeiten. Das hat viele Vorteile und bedeutet eben den Wegfall des Alltags. Es bedeutet aber auch, dass kein Arbeitsweg dich von deiner Arbeit trennt. Und dass du deinen Laptop, dein Smartphone und sonstige Geräte für zwei, teils konkurrierende, Zwecke nutzt.

Mit der Arbeit ins Bett zu gehen, neben ihr aufzuwachen und zu frühstücken kann eine wunderbar entspannte Beziehung sein. Sie kann einen aber auch unter Druck setzen und endlos stressen. Sich selbst einen Feierabend zu setzen und sich auch mal ein freies Wochenende zu schaffen empfinde ich daher als sehr wichtig.

4. Den Job in der Tasche

Bisher habe ich keinen Freiberufler kennengelernt, der seine beruflichen Mails und Telefonate nicht auf das private Handy bekommen hat. Das Lesen von Slack-Nachrichten im Bus oder abends in einer Bar ist also keine Seltenheit.

Egal, wo ich bin: Auf meinem Smartphone trudeln munter Arbeitsmails ein. Mein Abeitskollege schreibt mir bei Slack – selbst, wenn ich entschieden habe, heute erst später zu arbeiten. Oder mein selbst festgelegtes Soll bereits erledigt habe.

Wer sich entscheidet, freiberuflich und/oder im Home Office zu arbeiten, muss sich bewusst sein, dass er nicht nur die Grenze zwischen beruflich und privat selbst setzen muss. Er muss auch die Ruhe finden, diese Grenzen auszuhalten. Sich nicht stressen lassen. Und das Selbstverständnis entwickeln, dass man als Freiberuflerin nicht 24h erreichbar sein muss.

5. Kein Bürofeeling

Als ich noch im Büro gearbeitet habe, hab ich die Stimmung im Büro immer sehr genossen. Zusammen mit anderen an Projekten und der ganzen Marke arbeiten macht unheimlich Spaß, wenn alle mit Leidenschaft dabei sind. Die Arbeit in einem motivierten, progressiven Team motiviert mich selbst unheimlich.

Nicht zu vergessen, die kleinen Gespräche mit Kollegen. Die Running-Gags im Büro, das gemeinsame Essen und sie spannenden Gäste und Besucher, die ab und an vorbei schauten.

Im Home Office bin ich allein. Ich muss mich selbst motivieren und bespaßen. Dadurch bin ich zwar konzentrierter, das besondere Bürofeeling vermisse ich trotzdem manchmal. Ich glaube, wer im Home Office arbeitet, muss sich selbst gern mögen, damit er sich überhaupt den ganzen Tag aushält. Außerdem darf dein Job für dich nicht nur Mittel zum Zweck sein.

Home Office Lessons Learnt

Die Vorteile des Homeoffices liegen eigentlich auf der Hand. Unter Freiheit, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit lassen sich wohl die meisten zusammenfassen. Wer überlegt, freiberuflich und/oder im Homeoffice zu arbeiten, sollte sich mit den Nachteilen jedoch auch intensiv beschäftigen.

Ich kenne viele Leute, die für sich selbst gemerkt haben, dass sie lieber festangestellt im Büro arbeiten. Am Ende ist es eben eine Typfrage.

Was meinst Du, was sind für Dich die wichtigen Vor- und Nachteile des Homeoffices? Oder liebst du deinen Bürojob aus bestimmten Gründen?

Tipps für bessere Texte

Der Inhalt eines Blogs ist natürlich wichtig, lesbarer werden Texte durch einen guten Mehrwert allerdings nicht. Dabei gibt es ein paar einfache Tipps, damit Texte schön klingen und leicht aufzufassen sind.

In meinem Fast Blogging-Beitrag habe ich es bereits erwähnt: Ich finde, dass auf vielen Blogs etwas schludrig gearbeitet wird. Und zu oft finde ich ein Thema interessant, ärgere mich aber über den brüchigen Schreibstil. Da ich in meinem Studium viel über das Schreiben von Texten gelernt habe, gibt es heute ein paar einfach Tipps!

Tipps für bessere Texte

Schreibe aktiv

“Dann wurde die neue Kollektion vorgestellt”. Das ist ein typischer passiv Satz, den man in dieser Form ständig liest. Sprachlich ist das nicht falsch, aber schöner wäre doch: “Dann hat der Designer seiner neue Kollektion vorgestellt”. Das Passiv benutzen wir normalerweise, wenn die handelnde Person nicht wichtig ist. Wenn wir aber extra einen Artikel über etwas schreiben, sind die Handlungsträger allerdings wichtig oder?

Schiebe das Verb nach vorne

Wie benutzen Sprache oft, um zu erzählen was passiert. Schade, wenn es weit hinten steht wie hier: “Die Polizei hat den Verdächtigen festgenommen“. Erst ganz zum Schluss passiert wirklich etwas und der Leser erfährt, was der Satz mitteilen möchte. Deswegen versucht das Verb möglichst weit nach vorn zu bringen, gerade wenn wirklich entscheidende Dinge passieren: “Die Polizei nahm den Verdächtigen fest”.

Schreibe kurze Sätze

Aus der Schule habe ich mitgenommen, dass Sätze besonders wichtig klingen, wenn sie lang und verschachtelt sind. Diese Regel mag bei Aufsätzen zutreffen, nicht aber bei lesbaren Texten. Versuche also möglichst klare und kurze Sätze zu schreiben. Lange Sätze lassen sich oft in zwei kleine teilen. Das verbessert den Lesefluss enorm.

Wer ist “man”?

“Man” ist uns immer auf der Schliche. Irgendwie schummelt sich diese undefinierte Person immer wieder in unsere Texte. Besser du schreibst, wer etwas tut. Meinst du mit “man” vielleicht doch dich? Oder alle anderen?

Verliere dich nicht in Einzelheiten

“Um 12:25 Uhr haben die Veranstalter den Showroom für uns geöffnet”. Ist die genaue Uhrzeit wirklich wichtig? Bei Fließtexten solltest du generell aufpassen, nicht zu viele Zeitangaben hereinzubringen. Meistens ist auch gar nicht wichtig, wann genau etwas passiert ist und lenkt nur vom Wesentlichen ab.

Keine Nomalisierung

Nomalisierung sollte ab heute dein Feind sein. Von Nomalisierung wird gesprochen, sobald ein Verb als Nomen benutzt wird. Das wird einem in der Schule zwar zurecht beigebracht, klingt aber im Gebrauch eher nach Amtsdeutsch. Versuche daher möglichst oft Verben zu benutzen, anstatt Nomen. Zum Beispiel in dem du schreibst “Die Sponsoren finanzierten das Event”, anstatt: “Die Finanzierung für das Event wurde von den Sponsoren übernommen”.

Definiere Nomen genauer

“Als ich den Raum betrat, umschwebten mich sofort tolle Gerüche”. Das klingt ja erstmal schön, aber geht das noch genauer? Wir reden oft von toll, gut und super ohne zu erklären, warum es so toll, gut und super ist. Riecht es nach Kamille und Fenchel? Oder nach Zimt und Anis?

Wenn du Dinge genauer beschreibt, wird dein Text lebendiger. Und deine Leser identifizieren sich dadurch besser mit deinen Inhalten und schließlich auch mit dir.

tipps für bessere texte

 

Natürlich können diese Regeln nicht bei jedem Text und sicher nicht bei jedem Satz beachtet werden. Ein bisschen darauf zu achten, schadet allerdings nie. Viele kleine Fehler machen einen inhaltlich guten Text einfach schlecht lesbar. Wenn du ein paar der Tipps beherzigst, siehst du bestimmt bald einen Unterschied.

Habt Ihr noch absolute No-Gos über das Schreiben parat?

 

Barcamp Ruhr 9 im Unperfekthaus Essen

In den letzten beiden Tage fand zum achten Mal das Barcamp Ruhr im Unperfekthaus in Essen statt. Für Besseres kann man das Wochenende kaum opfern.

Wenn das Smartphone das begehrteste Accessoire ist und Whiskey Tasting und digitaler Nachlass nebeneinander stattfinden, muss es ein Barcamp sein. Die sogenannte Unkonferenz bietet einen freien Rahmen, den die Teilnehmer selbst füllen können – mit jedem beliebigen Thema. “Barcamp ist, was du draus macht” lautet daher ein gern genanntes Zitat.

Barcamp Ruhr 9
Quelle: http://www.barcamp.ruhr/bcruhr9/home / Simon Bierwald

Barcamps – Sinn und Zweck

An Barcamps kann für einen kleinen Betrag jeder teilnehmen, der möchte. Auch wenn in Essen dieses Jahr das Thema “Internet – der Spion in unserer Mitte” angekündigt war, kann über jedes Thema geredet werden, was interessant erscheint. Diese lockeren Vorträge, sogenannte Sessions, werden von den Teilnehmern selbst gehalten. Dazu gibt es zu Beginn die Sessionplanung. Wer will redet über Häkeln, SEO oder das perfekte Urlaubsziel. Referierend mit Powerpoint, diskutierend im Stuhlkreis oder tanzend auf der Dachterrasse – alles ist erlaubt.

Barcamps finden zuhauf in Deutschland und auch international statt. Schwerpunkt sind natürlich oft digitale Themen. Im Ruhrgebiet waren am Wochenende des 19./20. März aber alle möglichen Themen vertreten wie der Sessionplan verrät. Mit der Location Unperfekthaus hat das Barcamp Ruhr außerdem das perfekte Zuhause gefunden. Die locker-kreative Atmosphäre im Haus, das leckere Essen und die vielen, unterschiedlichen Räumlichkeiten sprechen für sich. Und natürlich die Teilnehmer und Themen, die das Barcamp und das Unperfekthaus anlockt:

Nützliche Tipps zum Personal Branding

Mein Blog ist mein Versuch, meinen Fußabdruck im Internet zu steuern. Wenn es gut läuft, unterstützt mich worteplustaten auf meinem beruflichen Weg, eröffnet mit Möglichkeiten und dient meiner Profilierung. Personal Branding ist für Blogger und Freischaffende ein essentielles Thema. Wie der Blog zur Festanstellung verhilft, hat in einer Session Daniela von bloggerabc verraten.  Mein persönliches Learning aus dieser Session: “Ein Blog darf persönlich, muss aber nicht privat sein“. Damit setzt sie einen klaren Trend gegen große deutsche Lifestyleblogs, die Kind und Kegel gerne ausführlich auf dem Blog und in sozialen Netzwerken ausbreiten. “Muss man selbst wissen”, ist Danielas Devise, mit der sie Erfolg hat.

Aber auch regelmäßige Beiträge seien Voraussetzung für ein erfolgreiches Blog. Das suggeriert auch potentiellen Arbeitgebern Verlässlichkeit. Dazu gehört auch das zeitnahe Beantworten von Kommentaren. Wie viel Beiträge und Bestandsarbeit man als Blogger regelmäßig leisten kann, sollte daher gut überlegt sein.

bloggerabc
Quelle: bloggerabc.de

Vorher wurde bereits von Lars Hahn über den Nutzen von Xing und LinkedIn gesprochen. Was ich nicht wusste: Auf LinkedIn können Nutzer zum Beispiel eigene Beiträge posten. Content vom Blog lässt sich also super zweitverwerten und spart Personaler einen Klick. Das kann entscheidend sein. Generell sei die Sichtbarkeit im Netz wichtig, wenn man es zur Profilierung nutze. Wer Links zu sozialen Netzwerken auf einer Seite vereint, steuert den Recherchefluss von Personalern und Suchenden.

Neue Tools und Anregungen

Eine Möglichkeit alle weiterführenden Links und eine kleine Bio über sich zu verfassen und zusammenzuführen ist about.me. Die Seite ist eine Art digitale Visitenkarte. Wer nach dir sucht, findet übersichtlich alles über dich, was du preisgeben und verlinken möchtest. Das Profil ist innerhalb von fünf Minuten erstellt und ausgefüllt. Damit kannst du dir eine eigene Website sparen, für die WordPress eh viel zu umfangreich wäre.

about.me
Quelle: about.me

Ein anderes tolles Tool wurde von Petra Geerken vorgestellt. Mit Storify lassen sich Tweets, Youtube-Videos, Facebook und Instagram-Posts zu Stories zusammenfügen. Damit können zum Beispiel Veranstaltungen im Nachhinein aufbereitet werden. Aber auch wenn ein Blogartikel von dir in sozialen Netzwerken hohe Wellen geschlagen hat, kann sich die Erstellung einer Story lohnen.

storify seite vorstellung
Quelle: https://storify.com/

Digitaler Tod? – Gibt’s nicht!

Was passiert mit dem Blog, Twitter- und Facebook-Account, wenn du verstirbst? Ehrlich gesagt, hatte ich immer die vage Hoffnung, dass Facebook und Co meine Accounts einfach nach monatelange Inaktivität löscht. In der Regel ist das aber nicht der Fall. Daher hat Lina Dillmann ein paar Tipps gesammelt, wie man selbst den digitalen Nachlass regeln kann.

Eure Passwörter könnt Ihr zum Beispiel händisch aufschreiben und einer Vertrauensperson oder eurem Notar zukommen lassen. Wer sich selbst nicht darum kümmert, überlässt Angehörigen diese Aufgabe. Um Accounts von Google, Twitter und Facebook zu löschen, muss immer die Sterbeurkunde eingereicht werden. Vielleicht gefolgt von vielen Briefwechseln mit den Internet-Riesen. Jeder muss natürlich selbst entscheiden, ob er diese Bürde den Hintebliebenen überlassen möchte.

Mit meinem digitalen Nachlass habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht viel beschäftigt. In dieser Session habe ich gelernt, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Tod wichtig ist, online wie offline. In den nächsten Jahren wird das sicherlich die großen Netzwerke immer mehr beschäftigen. Zu viele inaktive Accounts sind schließlich weder gut für die Statistik, noch für das Nutzer-Wohlbefinden.

Motivation, die ansteckt

Auf Barcamps triffst du Digital-Normaden, Maschinenbauer und die Hausfrau, die gerne twittert. Der große gemeinsame Nenner ist die Suche nach neuen Impulsen. Für mehrere Stunden bist du mit inspirierten Menschen beisammen, die ihre Motivation auf dich übertragen. Es sind nicht nur die vielen neuen Tools, Plugins oder Netzwerke, die du ausprobieren möchtest. Du entwickelst schon beim Zuhören Visionen für Dein digitales Projekt.

Trotz 13 Jahre Schule und mittlerweile drei Studiensemester kann ich mich kaum an 48 Stunden erinnern, die mich so gepushed haben. Bei about.me hab ich mich noch Samstagnacht angemeldet und mein Profil eingerichtet. Unmittelbar nach der Abschluss-Session habe ich mit diesem Post angefangen. Antrieb, der sonst gerne im Alltag verpufft wird akkreditiert. So günstig, angenehm und lustig lernt und vernetzt man sonst nicht.

Danke dafür, Barcamp Ruhr 9.

Und danke an die wunderbaren Sponsoren, die die beiden Tage möglich und beinahe perfekt gemacht haben. Unterstützung ist goldwert!

 

In fünf einfachen Schritten zu mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist momentan ein riesiges Thema. Zum Glück! Der Weg zu einem rundum nachhaltigem Leben ist schwer. Der Anfang ist es jedoch nicht.

Wenn mich irgendwas wirklich wütend macht, dann ist es Ignoranz. Ignoranz gegenüber wichtigen Themen. Menschen, die nichts tun oder ändern, es sei denn alle machen das. Veränderung fängt immer bei dir selbst an. Nachhaltiger zu leben ist so einfach, spart Geld und gibt dir ein gutes Gefühl. Also los!

1. Mach Dir einen Essensplan

Einkaufslisten klingen spießig und zu wissen, was man in drei Tagen isst, langweilig. Pedantisch den Wocheneinkauf zu planen ist nicht unbedingt sexy, spart aber Zeit und Geld.

Du kannst in Ruhe zuhause nach tollen Rezepten suchen und kaufst im Supermarkt nur das, was du wirklich essen wirst. Dadurch irrst Du nicht mehr ratlos durch die Gänge und schmeißt weniger Lebensmittel weg. Für die Arbeit und für die Uni nimmst Du am besten auch selbst was mit, spart ebenfalls einen Haufen Geld und schmeckt viel besser als der Mensafraß!

2. Such Dir eine schöne Einkaufstasche aus

Den Weg zu weniger Konsum mit einem neuen Kauf zu beginnen wirkt wenig konsequent. Dein neuer Jutebeutel (oder für was auch immer du dich entscheidest) wird ab jetzt aber Dein neuer bester Freund sein. Ein zuverlässiger Begleiter bei Deinen Einkäufen und praktisch zusammenfaltbar. Juhuu, endlich fallen Dir keine Plastiktüten mehr entgegen, wenn Du diese eine Schranktür in der Küche öffnest.

3. Überlege, was Du wirklich brauchst

Manchmal sieht man etwas und verliebt sich noch im selben Moment. Das ist ein großartiges Gefühl, aber viel zu oft so langlebig wie eine Eintagsfliege.

Anstatt im Sale wieder lauter Drei-Euro-Teile zu kaufen, überleg Dir lieber was Du wirklich brauchst. Deine Schuhe fallen bald auseinander? Dann such Dir hochwertige neue. Es sei denn, du hast noch fünf Paar Chucks und drei Paar Air Max im Schrank.

Ein überschaubarer Kleiderschrank sorgt für Ordnung, Übersicht und fordert auch Deine Kreativität heraus. Und das Aufräumen dauert nur noch halb so lang.

4. Kauf Dir einen To-Go-Becher

Jup, Du darfst Dir schon wieder etwas kaufen. Wenn Du ebenfalls liebend gern Tee oder Kaffee trinkst, kaufst Du Dir bestimmt auch mal einen to-go. Ist ja auch ne super Erfindung. Nur leider richtig schlecht für die Umwelt. Und du zahlst auch für jeden Pappbecher drauf. Dabei gibt es so viele schöne To-Go-Becher zu kaufen. Und das Geld hast du nach ein paar Wochen schon wieder drin!

Übrigens: Auch Wasser aus der Leitung schmeckt hervorragend. Und eine Glasflasche ist deutlich schöner als eine Plastikflasche. Die Glasflaschen bekommst Du schon für unter 10 Euro und teils mir richtig tollen Motiven.

5. Zünde ein paar Kerzen an

Okay, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen hippiemäßig. Aber mal ehrlich, ich kenne Leute, bei denen läuft der Fernseher selbst dann, wenn sie nicht zuhause sind. Und das Licht im Schlafzimmer bleibt an, selbst wenn sie ne halbe Stunde unter der Dusche stehen. Ganz ehrlich: Lass den Scheiß!

Und wenn Du abends nochmal Deine Feeds durchgehst, du lernst oder liest, musst auch nicht das große Licht brennen. Zünde doch ne Kerze an. Die geben ein schönes natürliches Licht und tragen zu einer schönen Atmosphäre bei.

 

Ein paar nachhaltige Produkte wie schöne Jutebeutel und tolle To-Go-Becher habe ich übrigens hier für Euch zusammengesucht.

Natürlich sind diese Tipps nur ein Anfang und kleine Schritte Richtung Nachhaltigkeit. Da ich aber in meinem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder sehe, dass diese einfachen Schritte nicht eingehalten werden, wollte ich sie so noch einmal mit Euch teilen.

Mehr Informationen zum Thema Nachhaltigkeit findet Ihr bei utopia.de. Zum Beispiel hier über Urban Gardening. Auch Daniel Roth hat auf bevegt einige interessante Tipps zum Thema Nachhaltigkeit gegeben. Sehr einprägsam fand ich zum Beispiel den Satz: “Ein alter Pullover ist immer noch besser als ein nachhaltig-produzierter Pullover.” Hier hab ich außerdem etwas zu nachhaltiger Unterwäsche gefunden. Und ich hab letztens schon etwas zu saisonaler Ernährung geschrieben. Rumklicken lohnt sich!

Habt Ihr noch einfache Tipps für den Start in ein nachhaltigeres Leben?