Grüne Weihnachten: Fair und ökologisch feiern

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Und des Konsums und Verpackungsmüll. Zurück zur Besinnlichkeit geht es mit diesen Tipps für grüne Weihnachten.

Wenn man auf Nachhaltigkeit und fairen Konsum achtet, stößt man an Weihnachten schnell an seine Grenzen. Spekulatius und Lebkuchen verführen im Supermarkt, Geschenke sind in Unmengen Plastik verpackt und wir laden uns Deko ins Haus, die wir kaum beachten. Zeit, das zu ändern und grüne Weihnachten zu feiern!

Deko

Ich verstehe schon. Dekoration hilft dabei, in die richtige Stimmung zu kommen. Daran ist auch nichts falsch, solang du nicht jedes Jahr neuen Krempel kaufst. Zeitlose und minimalistische Deko geht Dir so schnell nicht auf die Nerven und kann immer wieder verwendet werden.

Und oft musst Du die Deko gar nicht kaufen. Die Natur schenkt uns Tannenzweige, Kastanien, Äste und so viel mehr, woraus wir selber Deko basteln können. Auch Mandarinen und Nüsse verzieren jeden Tisch und eignen sich gleichzeitig als gesunder Snack.

Viele schöne Ideen für natürliche und nachhaltige Deko gibt es bei nachhaltigleben.ch. Vor ein paar Wochen wurde ich auf kiwikado.com außerdem darüber aufgeklärt, dass Kerzen nicht zwingend nachhaltig sind. Augen auf also!

Essen

Selbermachen! So verführerisch all die Leckereien im Supermarkt auch sind. Selbst backen und kochen macht mehr Spaß und ist auch günstiger. Außerdem kannst Du Rezepte dadurch so ganz einfach nach Belieben abändern und sogar veganisieren.

Ein Vegan-Special für Weihnachten gibt es auf eatsmarter mit Rezepten für Suppen, Salaten, Hauptgerichte, Desserts und backen. Auch PETA hat ein festliches veganes Menü zusammengewürfelt, das nichts vermissen lässt. Ausstechkekse und mehr weihnachtliche Leckereien gibt es auch auf veganblatt.com

Geschenke

Um dem Geschenkewahnsinn etwas entgegenzusetzen gibt es zum Beispiel die Initiative “Zeit statt Zeug“. Und wenn es doch etwas materielles sein soll, überlege dir praktische und nützliche Geschenke. Niemand braucht Zeug, das später nur rumsteht und verstaubt.

Besipiele für selbstgemachte Geschenke gibt es zum Beispiel bei utopia. Für den nachhaltigen Alltag findest du bei ichlebegrün.de kreative Geschenkideen. Für Fashionistas gibt es eine Auswahl veganer Mode. Nachhaltige Weihnachtsgeschenke nach Kategorien findet ihr bei Kissenundkarma.

Wer zwei kompetente Hände hat, kann natürlich auch selber basteln, stricken oderwasauchimmer. Und low budget eignen sich auch gut ausgewählte Secondhand Geschenke wunderbar. Zum Beispiel für die Wohnung oder Schmuck.

Nachhaltigkeit muss auch bei der Verpackung nicht aufhören. Original Unverpackt zeigt kreative Verpackungsideen.

Adventszeit

Das Einstimmen auf Weihnachten ist mindestens so wichtig wie die Festtage selbst. Genießen könnt ihr die Tage vor Weihnachten zum Beispiel auf einen der vielen veganen Weihnachtsmärke in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Einen schönen Erfahrungsbericht über die Herausforderung nachhaltig Weihnachten feiern zu wollen gibt es bei der Süddeutschen.

Besinnlichkeit und Entschleunigung

Dass man sich “Besinnliche Weihnachten” wünscht, fand ich schon immer ironisch. In meiner Familie artet dieser Feiertag immer in Stress aus und alle sind genervt. Deswegen sollten wir uns gerade Weihnachten dazu bringen, etwas zurückzufahren. Nicht alles muss perfekt und nicht jedes Stück 100% nachhaltig sein.

Erledige die Weihnachtseinkäufe in Ruhe, nachdem du dir einen genauen Plan gemacht hast. Schnapp dir eine gute Freundin und geh zwischendurch gemütlich einen Kaffee trinken. Lass dich nicht von der Besinnlichkeit stressen.

Weihnachten ist zum Runterkommen, für gutes Essen, für Zeit mit der Familie und quality time für dich selbst. Kochen, backen und basteln sind tolle Gruppenaktivitäten, die mit Freunden und der Familie viel Spaß machen.

Was sind Deine Tipps für grüne Weihnachten?

Foto Credit: Snufkin

Warum ich nicht mehr vegan lebe

Mit der Zeit haben sich drei vier Gründe herauskristallisiert. Keiner davon ist unumstößlich, mindestens einer bestimmt eine Ausrede. Was meint Ihr?

warum ich nicht mehr vegan lebe

Der Veganismus hat mir sehr geholfen. Ich habe mehr auf meinen Körper geachtet, ganz natürlich gesünder gegessen und mich mehr mit mir auseinander gesetzt. Nach drei erfolgreichen veganen Wochen und meiner auch heute größtenteils pflanzlichen Ernährung, habe ich eine Entscheidung getroffen: Ich möchte nicht streng vegan leben.

Es ist umständlich

Natürlich schreit hier die Bequemlichkeit aus jeder Zeile. „Bequemlichkeit“ ist ein dummer Grund, werden sich viele denken. Ja, auch den ersten Blick scheint es so. Eigentlich ist unsere Bequemlichkeit aber ziemlich entscheidend. Wann hast du das letzte Mal etwas aus Bequemlichkeit nicht getan? Wahrscheinlich erst gestern.

Und in vielen Fällen ist das ok. Weil zwischen Job, Studium und Haushalt manchmal kein Platz mehr für anderes ist. Wer nicht in der Großstadt lebt, ist nicht gerade umzingelt von veganen Restaurants oder flexiblen Speiseplänen. Nicht immer ist Zeit, Veganes selbst herzustellen. Und wer vegan einkauft, zahlt gerne bis zum Vierfachen des normalen Preises.

Natürlich ist ein veganes Leben umsetzbar. Man hat schnell raus, wie der Hase läuft. Vegan zu leben bedeutet aber erst einmal viele Gewohnheiten ändern, den ein oder anderen Verzicht und entweder kostet es viel Zeit oder viel Geld. In machen Phasen des Lebens (Hallo Stress!) ist das einfach schwer umsetzbar. Vielleicht ein dummer Grund, aber leider verdammt wahr.

Nachtrag 17. Juni. 16:

Aufwand und Selfcare

Veganismus hab ich ausprobiert, als ich mich mehr mit Nachhaltigkeit auseinandergesetzt habe. Das Problem ist: Damit hört es nicht auf. Ich möchte auch möglichst wenig Müll produzieren, regional essen, faire Kleidung tragen, mich viel bewegen. Wenn man all das zusammenzählt, wird es irgendwann zu viel.

Man vergisst sich selbst unter all den Vorsätzen. Man versucht so sehr ein guter Mensch zu sein, dass man irgendwann nur noch verzichtet. Oder sich schlecht fühlt, nur weil man einmal seine eigene Vorgaben nicht eingehalten hat. Das ist Mist.

Mein Ziel ist es, bewusst und reflektiert zu leben. Dafür ist es wichtig, auf mich selbst zu hören. Auch wenn mein Verlangen eine Currywurst oder eine H&M-Hose ist.

Nährstoffmangel

Veganer haben erfahrungsgemäß oft Mangelerscheinungen. Gerade Vitamin D, Vitamin B12 und Calcium kommen bei pflanzlicher Ernährung oft zu kurz (Quelle: PETA). Durch eine bewusste Ernährungsweise können Veganer diesen Mangel natürlich ausgleichen. Sehr oft bleibt aber doch nur der Griff zu Präparaten. Und das ist die Krux.

Veganismus Mangelerscheinung Vitamine Nährstoffe

Mir ist es zuwider, Pillen jeglicher Art einzunehmen. Gerade, wenn es sich um die Abdeckung von Vitaminen und Nährstoffen handelt, die wir eigentlich ganz natürlich aufnehmen. Noch dazu sind die Präparate synthetisch hergestellt. Wie Ungewiss die Wirkung solch unnatürlicher Vitamine ist, wird hier aufgeführt.

In vielen Präparaten finden sich außerdem Stoffe, die selbst bei Veganer gar nicht supplementiert werden müssen. Mehr dazu hier. Medikamente, egal welche, schaden zudem immer der Niere.

Medizin und Gesundheit ist für mich als Nicht-Mediziner ein undurchsichtiges Feld. Meine eigene Gesundheit ist mir aber sehr wichtig. Ich möchte mich möglichst natürlich ernähren und nicht von Präparaten oder ähnlichem abhängig sein.

Ethische Bedenken

Mein Onkel ist ausgezeichneter Milchbauer. Als kleines Kind habe ich selbst die Milchmaschine an die Euter der Kühe gesteckt. Jede der rund 100 Kühe hat einen Namen. Ich kenne die ruhigen Milchkühe und den Bullen, vor dem ich noch heute tiefen Respekt habe.

Natürlich weiß ich auch, dass es nicht überall so läuft. Trotzdem darf man nicht den Fehler machen und alle Landwirte in eine Tonne stecken. In vielen tierischen Produkten steckt gute Milch von glücklichen Tieren.

Klar ist auch, dass die große Nachfrage der Masse nicht durch solch ethisch korrekte Höfe gesättigt werden kann. Drei Liter Milch in der Woche zu trinken kann nicht gut sein. Den Verzehr von Milchprodukten grundsätzlich zu verteufeln ist aber einfach Unsinn.

Das Gleiche gilt für Eier und Fleisch. Wer Kontakt zum Landleben hat, kennt bestimmt viele Landwirte, die sich beispielhaft um ihre Tiere kümmern. An Lebensmitteln aus guter Haltung kann ich keinen Fehler entdecken.

Viel mehr sollte es doch Ziel sein, sich bewusst zu ernähren. Nichts in Massen zu essen, sondern ausgewogen. Sich zu überlegen, welche tierischen Produkte notwendig sind und welche man ersetzen kann, ohne das es einen Unterschied macht. Kuhmilch durch Hafermilch zu ersetzen oder mit Apfelmus statt Eiern zu backen ist schließlich entsetzlich einfach.

Meine Learnings

Ich würde niemals wieder unreflektiert alles in mich reinstopfen. Ich kaufe keine Eier mehr im Supermarkt. Kuhmilch hab ich durch Soja- und Hafermilch ersetzt. Auch Fleisch gibt es bei mir nicht, da ich mir Biofleisch nicht leisten kann. Und mir Gemüse und Nudeln eh besser schmecken. In Restaurants erfreue ich mich hingegen an Biofleisch. Mein Last sind ganz klar Joghurt, Quark und Frischkäse.

Nachdem ich meine drei Gründe genannt habe, würde ich mich sehr über Eure Kommentare freuen – Kritik ausdrücklich erwünscht.

Vielleicht sind das auch nur drei Ausreden, vielleicht mach ich mir selber etwas vor. Für mich sind das momentan aber drei plausible Gründe, nicht mehr streng vegan zu leben. Ändern kann sich das jederzeit.

Die schönsten Fair Fashion Sneaker

Neue Schuhe müssen her. Fair produziert, gemütlich und erschwinglich sollen sie sein. Daher hab ich mich auf die Suche nach tollen Fair Fashion Schuhen gemacht. Hier meine Top 5!

Schuhticks und Sammelleidenschaften kann ich nichts abgewinnen. Auch ich habe mehr als zwei Paar Schuhe, bin aber nicht gewillt, den Schuhschrank weiter auszubauen. Gerade dort braucht man ja eigentlich nur für jede Gelegenheit ein bis zwei Paar. Für den Alltag, zum Ausgehen, zum Sport, für den Winter, für Hitze. Drei dutzend Nikes in verschiedenen Farben zu sammeln, sagt nichts anderes als Überfluss. Für mich das Übel der Konsumgesellschaft.

So, nun genug der mahnenden Worte. Meine alte Sneaker fallen regelrecht auseinander und um ehrlich zu sein, bei langen Strecken waren sie nie wirklich bequem. Ich suche also nach einem schönen Modell in schlichten Farben mit denen ich den ein oder anderen Spaziergang überlebe. Achja, fair produziert sollen sie sein und gerne vegan.

Ethletic Fair Trainer

ethletics grey nachhaltige schuheBio-Baumwolle, vegan und einer amerikanischen Marke fast zum Verwechseln ähnlich. Diese Schuhe stehen weit oben auf meiner Hitlist, auch wenn ich von Converse eher dünne Sohlen gewohnt bin. Aber vielleicht ist das beim Lübecker Label anders?

Die Low-Cuts passen auf jeden Fall zu Sommerkleid, wie zu Leggings und Skinny Jeans. Mit 65 Euro sind sie sogar im gleichen Preisfeld wie sein nicht-faires Vorbild.

Veja ARCADE MARSALA/FLANNEL

veja marsalla flannel nachhaltige schuhe

Das Rot ist wirklich traumhaft, aber auch die anderen Farben bringen mich ins Träumen. Der Stil der Vejas passt natürlich total zu den aktuellen Trendschuhe von Nike, Asic und Reebok. Auch hier wurde Bio-Baumwolle verarbeitet.

Einziger Wermutstropfen: Laut Rank-A-Brand ist das Label bezüglich vieler Angaben, z.B. CO2 Emissionen, nicht transparent.

Ekn Low Seed Runner

ekin nachhaltige schuhe

Erstmal ein kräftiges Schulterklopfen für die schön-designte Website. Aber die Schuhe bin ich auch ein wenig verliebt. Das schöne Modell ist vegan, aus recycelten Materialien und von Hand gefertigt.

130 Euro finde ich für ein paar Schuhe zwar ganz schön viel, aber das Label gehört definitiv auch zu den attraktivsten Eco-Labels.

 

Schuhe sind eine gute Möglichkeit, in die Fair-Fashion-Szene einzutreten. Für Nikes & Co gibt man gerne ein kleines Vermögen aus und die fairen Alternativen finden sich im gleichen Preisrahmen. Bei meiner Recherche musste ich allerdings feststellen, dass es kaum fair-produzierte Schuhe gibt. Ich bin immer wieder auf die gleichen Marken gestoßen. Habt Ihr noch Tipps?

Meine liebsten nachhaltigen Produkte finden Ihr auch immer auf spottster.

Fotoquellen: shop.ethletic.com, veja-store.com, eknfootwear.com

Pasta, Linsen und Falafelliebe: Vegan Food Diary #2

Eigentlich hätte gestern mein letzter veganer Tag sein sollen. Warum dem nicht so ist und was ich in zwei Wochen gelernt habe, lest Ihr hier. Außerdem habe ich wieder viele tolle Rezepte für Euch.

Frühstück

Mein Frühstück bestand größtenteils aus Porridge mit Apfelmus und einem großen Kaffee mit Sojamilch. Dienstag habe ich außerdem ein Knusper-Müsli gekauft, dass mit Bananen, Haferflocken und Sojamilch richtig super schmeckt!

Abendessen

Meinem Abendessen bin ich weiterhin treu geblieben. Dunkles Brot mit selbstgemachtem Frischkäse, Salat und Gurke ist für mich ein perfektes Abendessen. Und wenn es mal süß sein soll, gibt es Zückerrübersirup. Mhm.

Mittagessen

Freitag: Falafel-Wrap mit Salat, Gurke und Tomate (Hier ganz große Liebe für Wraps einfügen!)

Samstag: Gemüsepfanne mit Kohlrabi, Möhre, Brokkoli, Porree und Tomatenmark. Einen Teil habe ich wieder in einen Wrap eingetütet, wie gesagt, große Liebe.
Sonntag: Spaghetti mit Linsen-Bolognese (Diese Sauce wird sich bei mir zum Allrounder für alles entwickeln. Wirklich lecker, sättigend und mit vielem kombinierbar)

Montag: Falafel-Wrap, again
Dienstag: Möhren und Brokkoli mit Linsen-Bolognese (Eigentlich wollte ich Zucchini-Nudeln machen, Zucchinis sind mir derzeit aber zu klein und zu teuer. Dafür habe ich die Möhre kleingeschnitten und zusammen mit den Brokkoli-Röschen angebraten. Kombiniert mit der Linsen-Sauce war es perfekt!)
Mittwoch: Veganes mit in die Uni nehmen, war mein größtes Problem. Kleingeschnittenes Gemüse wie Kohlrabi, Paprika und Gurke war aber auch sehr lecker und für die Uni super, weil es nach dem Essen nicht so müde und unbeweglich macht.

Und zwischendurch?

Letzten Freitag hatte ich mein erste und einzige vegane Heißhungerattake. Ich hatte verdammt Lust auf Schokolade, aber keine vegane zuhause. Stattdessen gab es Kohlrabi. Klingt erst unbefriedigend, war aber ein richtig guter Snack.

Außerdem habe ich letztes Wochenende Apfel-Zimtschnecken gebacken. Die sind so lecker geworden, ich hätte mich am liebsten reingelegt. Außerdem war ich überglücklich, weil mir das erste Mal ein Hefeteig gelungen ist. Im Ernst, die müsst Ihr unbedingt ausprobieren.

Mein Vegan-Fazit

Zwei Wochen sind um und ich bin so angetan, dass ich noch eine Woche ranhängen werde. Es gibt einfach noch so viele Rezepte, die ich gerne ausprobieren möchte.

Auch wenn Veganismus für mich keine Ernährung für immer sein wird, bin ich vollauf begeistert von der Vielfältigkeit der veganen Küche. Ich kann mir sehr gut vorstellen, in Zukunft größtenteils vegan zu leben und nur noch auf wenige tierische Produkte zurückzugreifen. Eier oder Fleisch habe ich gar nicht vermisst, aber Magerquark, Joghurt und Feta fehlen mir schon ziemlich.

Besonders die bewusste Auseinandersetzung mit meiner Ernährung in den zwei Wochen ist mir positiv aufgefallen. Ich habe wenig Süßes gegessen und so gut wie keine industriellen Produkte mit unaussprechlichen Inhaltsstoffen zu mir genommen. Ich fühle mich gesund, fit und bin sehr stolz auf mich.

Ich freue mich auf die vielen Rezepte und Leckereien, die ich in der kommenden, aber auch in den darauffolgenden Wochen ausprobieren werden. Ich erstatte natürlich ab und an Bericht.

Vegan Food Diary #1

Viel frischer Salat, Sojamilch und eine Handvoll neuer Rezepte. Die erste vegane Woche hätte kaum besser sein können. Ich fühle mich fit und gesund, wie lange nicht mehr. Das lag mit Sicherheit auch an diesem bezaubernden Essen:

Als ich meinen Freunden erzählt habe, dass ich mich momentan vegan ernähren, erwiderten die meisten, dass sie sich das total anstrengend vorstellen. Anstrengend oder kompliziert ist es aber überhaupt nicht. Es gibt viele tolle vegane Gerichte und ich konnte in der ersten Woche nicht einmal einen Bruchteil selbst ausprobieren.

Veganes Frühstück

Für mich gibt es morgens Haferflocken mit Obst und Leinsamen. Früher habe ich fettarmen Joghurt raufgehauen, seit letzter Woche ist es Sojamilch. Schnell ist mir aufgefallen, dass Sojamilch deutlich bekömmlicher ist, aber trotzdem lange satt macht.

Hafermilch habe ich sogar selbst hergestellt. Wobei ich das wohl nicht noch einmal machen werden. In meiner Küche entstand eine riesige Sauerei und geschmacklich kommt sie nicht an Sojamilch ran.

Veganes Abendessen

Abends gab es die Woche meist Schwarzbrot mit Frischkäse, Salat und Gurke. Moment, Frischkäse? Jep, den habe ich nämlich auch aus Soja-Reis-Milch selbst hergestellt. Das war zwar auch eine kleine Sauerei, hat sich aber gelohnt. Ansonsten esse ich noch sehr gerne den vegetarischen Aufstrich von Aldi. Vielleicht wage ich mich nächste Woche auch noch daran, einen anderen selbst zu machen.

Veganes Mittagsessen

Mittags wurde es dann bunt und vielseitig. Ich habe auf Pinterest bereits so viele leckere vegane Rezepte gefunden, dass ich gar nicht genau wusste, wo ich anfangen sollte.

Donnerstag: Zur Uni habe ich mir Couscous mit geraspelten Möhren und Lauch mitgenommen.

Freitag und Samstag: Sehr unkreativ, aber lecker: Salat mit Gurke, Tomaten, Bohnen, Mais und Lauch

Sonntag: Kartoffelsuppe mit Möhren und Porree

Montag: Wieder Uni, wieder Couscous, diesmal noch mit Cherrytomaten und etwas Sojasoße

Dienstag: Diesmal gab es vegane Waffeln. Richtig lecker!

Mittwoch: Reis mit Möhren, Gurke und Porree.

Donnerstag: Diesmal war ich mit einem Uni-Seminar im Hans-Sachs-Haus und danach bei Bang Bang Burgers and Beer essen. Für mich gab es den Veggie-Burger mit Kartoffelecken und Avocado-Mayo.

Erstes Fazit

Eine Woche ist vorbei und ich fühle mich super! Auch wenn ich zwischendurch Pizza etwas vermisst habe, hat mir sonst nichts gefehlt. Die vegane Küche ist vielseitig und frisch und auch der Aufwand der einzelnen Gerichte übersteigt nicht dem Aufwand für anderes Essen. Auch preislich habe ich keinen Unterschied zu meiner herkömmlichen Ernährung gespürt.

Ein positiver Nebeneffekt war außerdem, dass ich diese Woche keine Süßigkeiten oder sonstiges Zuckerzeug gegessen habe. Ich würde zwar gerne mal vegan backen, bin derzeit aber auch ganz froh, dass ich meine innere Naschkatze überwinden konnte.

2 Wochen vegan: Der Anfang

Vegane Ernährung ist im Trend. Wir sehen es bei Instagram, lesen es auf unseren Lieblingsblogs. Sojamilch und Tofu gibt es sogar bei ALDI zu kaufen. Und auch in Restaurants sind vegane Bestellungen keine Sonderwünsche mehr.

In Zeiten von Massentierhaltung ist Veganismus eine gute Alternative zur herkömmlichen Ernährung. Oder? Dieser Frage und viele mehr möchte ich mir selbst beantworten – nachdem ich mich selbst zwei Wochen vegan ernährt habe.

Die Intention

Ich esse nicht viel Fleisch. Dafür liebe ich Milchprodukte. Morgens gibt es Joghurt, später Milch in den Kaffee, abends Frischkäse. Auch Eier und Honig landen gerne im Einkaufswagen und im Magen.

Natürlich sind die 2cl Milch im Kaffee nicht das Problem. Es ist die Summe an tierischen Produkten, die Massentierhaltung fördert, ja sogar unausweichlich macht. Und es ist der unbedachte Konsum. Wir trinken und essen tierische Produkte ohne uns darüber bewusst zu sein. Und oft denken wir nicht einmal über Alternativen nach.

Die Herausforderung

Wie gesagt, ich verzichte bereits weitesgehend auf Fleisch und esse sehr frisch und gesund. Veganismus ist für mich also keine 180 Grad Wendung.

Ich möchte allerdings nicht einfach vegane (Ersatz-)Produkte kaufen. Mir ist es wichtig, dass ich mich alltäglich ernähre. Das bedeutet für mich: Preisbewusst einkaufen und schnell umsetzbare Rezepte finden, für die es keinen ellenlange Zutatenliste braucht.

Außerdem möchte ich darauf achten, saisonal einzukaufen. Denn auch diesen Schritt und diese Überlegungen finde ich wichtig. Auf der einen Seite vegan und auf der anderen alle Produkte aus Übersee schließt sich für mich aus.

Die Einstellung

Ich finde Ernährungs-Absolutismus eigentlich bescheuert. Aus Prinzip keine Eier oder keinen Honig zu essen, selbst wenn die Erzeugnisse vom Bauern nebenan komme, finde ich Quatsch.

Auch Fleisch zu besonderen Anlässen oder eben gutes vom Metzger finde ich ethisch und moralisch vollkommen vertretbar. Es kommt eben aufs Mass und auf die Qualität an. Ich denke aber, dass solch ein Experiment mir vor Augen führen wird, wie viele tierische Produkte ich eigentlich zu mir nehme. Und wie vermeidbar das wahrscheinlich ist.

Das Vorgehen

Ab morgen, dem 7.01, werde ich mich vegan ernähren. Dazu pinne ich bereits wie wild vegane Rezepte. Das Experiment soll zwei Wochen dauern. In der Zwischenzeit und am Ende erstatte ich natürlich Bericht.

Nebenbei möchte ich mich über Veganismus, aber auch über Lebensmittelherstellung und Co. informieren. Wenn Ihr spannende Dokus, Artikel, Bücher oder anderes habt, immer her mit den Tipps. Ich freue mich drauf!